Dutasterid gegen Haarausfall

Dutasterid gegen Haarausfall

Von Haarschwund betroffene Menschen suchen nach einer Möglichkeit, das Problem zu stoppen und die Kahlköpfigkeit zu vermeiden. Auf Ihren Recherchen im Internet werden Sie höchstwahrscheinlich auch auf Avodart stoßen und lesen, dass es sich hierbei um einen 5a-Reduktase-Hemmer handeln soll. Doch wie wirksam ist das Medikament und was müssen Sie beachten, wenn Sie Haarausfall mit Pharmazeutika behandeln?

Was ist Dutasterid?

Wie bereits kurz angeschnitten, handelt es sich bei diesem Präparat um ein Pharmazeutika, das als 5a-Reduktase-Hemmer bei Haarausfall eingesetzt wird. Allerdings ist diese Wirkung eine Begleiterscheinung, die rein zufällig in den 90er Jahren entdeckt wurde.

Explizit handelt es sich um eine chemische Verbindung aus der Steroide-Klasse, welches zur Behandlung gutartiger Vergrößerungen der Prostata eingesetzt wird. Nach der bereits im Jahr 2002 in der USA erfolgten Zulassung, wurde das Präparat auch in Deutschland erlaubt.

Patienten, die das Medikament zur Behandlung gegen eine Prostatavergrößerung bekamen, stellten im Behandlungsverlauf einer Verdichtung des Haarwuchses fest. Eine offizielle Anerkennung als Medikation gegen Haarverlust erhielt Avodart dennoch nicht, obwohl diese Zusatzwirkung bei einem Großteil aller Behandelten eintritt.

Hinweis: Wie Finasterid und Minoxidil ist auch Dutasterid gegen Haarausfall verschreibungspflichtig und kann nur von einem zugelassenen Arzt verordnet werden.

Wie wirkt das Präparat?

Avodart basiert auf dem Wirkstoff Dutasterid. Bei Haarausfall erweist sich das Präparat als 5-Alpha-Reduktase-Hemmer, der sich positiv auf die Umwandlung von Testosteron in DHT auswirken soll. Die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron ist die häufigste Ursache, die bei Männern zu Geheimratsecken, zu einer Tonsur und zum fliehenden Stirnhaaransatz führt.

Der Wirkstoff dockt an die Rezeptoren an und verhindert, dass die Umwandlung stattfindet und dass es in Folge dessen zu Haarverlust kommt. Bei androgenetischer Alopezie ist der Reduktase-Hemmer in der Lage, die Konzentration von DHT zu senken. Durch die Senkung von Dihydrotestosteron wird der Haarschwund gestoppt. Bei Frühbehandlungen, wenn die Haarfollikel noch lebendig und nicht ausgefallen sind, stellt sich im Behandlungsverlauf neuer Haarwuchs ein.

Welche Nebenwirkungen können bei Behandlungen mit Dutasterid auftreten?

Die Einnahme der Weichkapseln mit dem Wirkstoff Dutasterid zieht nicht zu unterschätzende Nebenwirkungen nach sich. Erektile Dysfunktionen bis hin zur Impotenz sind eine häufige Begleiterscheinung der Behandlung. Das sexuelle Verlangen nimmt ab, es sind Störungen beim Samenerguss zu beobachten und es kann zu Brustschmerzen kommen.

Wenn Sie das Präparat gegen Haarausfall einnehmen, sollten Sie wissen, dass es neben der positiven Wirkung auf Ihren Haarwuchs auch zur Umkehr kommen kann. In seltenen Fällen kann Avodart zur Alopezie führen und Haarschwund auf dem Kopf sowie den Verlust der Körperbehaarung nach sich ziehen.

Da sich die Behandlung auf die Leber auswirkt, sollten Sie bei bekannten Leberschädigungen auf die Einnahme verzichten. Hinweis: Weiblicher Haarschwund darf nicht mit Dutasterid behandelt werden. Das Präparat ist nur für Männer zugelassen.

Welche Nachteile hat Dutasterid?

Eine dauerhafte Behandlung mit Dutasterid gegen Haarausfall ist nicht möglich. In diesem Zusammenhang sollten Sie wissen, dass eine positive Wirkung auf Ihren Haarwuchs nur so lange anhält, wie Sie das Medikament einnehmen.

Sobald Sie die Behandlung beenden, fällt das Haar wieder aus. Dementsprechend handelt es sich bei der Einnahme von Avodart gegen Haarverlust nicht um eine Bekämpfung der Problematik, sondern lediglich um einen temporären Stopp. Androgenetischen Haarausfall können Sie mit alternativen Methoden ohne Nebenwirkungen behandeln.

Sind Ihre Haarwurzeln geschwächt, erzielen Sie mit einer PRP Behandlung oder mit Microneedling gute Ergebnisse. Auch die Mesohair Therapie eignet sich für die Stärkung von Haarfollikeln. Ist das Haar mit der Wurzel ausgefallen, kann keine alternative Behandlung für neuen Haarwuchs sorgen.

In diesem Fall lohnt es sich, wenn Sie sich eingehend mit den Vorteilen einer Haartransplantation beschäftigen. Die implantierten Grafts sind gegen Haarausfall immun, da sie ihre Resistenz aus dem Spenderbereich mitbringen.

Wenn Sie Ihr Haar sehr kurz tragen und eine Möglichkeit gegen die durchscheinende Kopfhaut suchen, empfiehlt sich eine Haarpigmentierung. Durch die einer Tätowierung ähnliche Behandlung werden Farbpigmente in Ihre Kopfhaut gebracht, die herauswachsenden Haarstoppeln zum Verwechseln ähnlich sehen. Welche Methode für Sie in Frage kommt und das gewünschte Ergebnis erzielt, beruht auf dem Zustand Ihrer Haarwurzeln und auf den Gründen, die den Haarausfall verursacht haben.

Fazit: Pharmazeutische Haarausfallbehandlungen sind auch mit Dutasterid keine Dauerlösung

Dass Haarverlust negative Auswirkungen auf Ihr Selbstbewusstsein nimmt, lässt sich nicht von der Hand weisen. Es ist völlig normal und legitim, dass Sie bei Haarschwund nach jedem Strohhalm greifen und alle Möglichkeiten zur Abwendung der Kahlköpfigkeit versuchen wollen.

Doch ehe Sie sich für ein nebenwirkungsreiches Pharmazeutika entscheiden, sollten Sie sich über die Alternativen informieren. Da die Wirkung des Dutaterids bei Beendigung der Behandlung nachlässt, fällt das Haar erneut aus und stellt Sie vor die gleiche Problematik, aus der heraus Sie die Behandlung begonnen haben.

Dutasterid bekämpft Haarausfall nicht. Auch wenn das Präparat als Reduktase-Hemmer funktioniert, ist es als dauerhafte Lösung gegen die Glatze nicht geeignet. Um Haarschwund effektiv zu bekämpfen und Ihre Ästhetik wieder herzustellen, sollten Sie eine Methode wählen, die ohne Nebenwirkungen und mit garantierter Dauerwirkung behandeln lässt.

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