Sauerstoff ist für den gesamten Organismus lebensnotwendig, darunter auch für die Haare. Ein Haarausfall durch Sauerstoffmangel kann verschiedene Ursachen haben. Wird die Ursache beseitigt und sind die Haarwurzeln noch nicht abgestorben, können die Haare wieder nachwachsen. Mit der richtigen Behandlung kann die Sauerstoffversorgung der Haare verbessert werden.

Haarausfall durch Sauerstoffmangel – warum Sauerstoff so wichtig für die Haare ist

Sauerstoff ist ein essentieller Vitalstoff für den gesamten Organismus. Kommt es zu einem Haarverlust durch Sauerstoffmangel, gilt es, die Ursache zu ermitteln und eine Behandlung vorzunehmen. Sauerstoff ist im Blut erhalten. Mit einer guten Durchblutung und gesundem, sauerstoffreichem Blut ist eine gute Sauerstoffversorgung der Haare gewährleistet. Die Haare wachsen aus Haarfollikeln, die von Blutgefäßen umgeben und mit Blutgefäßen durchzogen sind.

Das Blut versorgt die Kopfhaut und die Haarfollikel mit Nährstoffen und mit Sauerstoff. Mit Sauerstoff ist ein gesundes Haarwachstum gewährleistet. Kommt es zu einem Sauerstoffmangel, tritt eine Übersäuerung ein. Sie macht sich nicht nur an den Haaren, sondern auch auf der Haut und beim allgemeinen Wohlbefinden bemerkbar. Das Haar wird stumpf und glanzlos. Die Haut wirkt blass und verliert an Spannkraft. Mit einer Umstellung auf eine basische Ernährung kann der Übersäuerung und dem Haarverlust durch Sauerstoffmangel entgegengewirkt werden.

Haarausfall durch Sauerstoffmangel und die Ursachen

Kommt es zu einem Sauerstoffmangel und damit verbunden zu einem Haarverlust, kann das verschiedene Ursachen haben:

  • Anspannung der Kopfhaut durch Stress und ständige hohe Konzentration (Spannungshaarausfall)
  • ungesunde und unausgewogene Ernährung
  • Einnahme von Medikamenten
  • Verschiedene Erkrankungen, beispielsweise Erkrankungen der Kopfhaut.

Ein Spannungshaarausfall entsteht, wenn Sie ständig unter Stress stehen, sich stark konzentrieren müssen und angespannt sind. Die Muskeln unter der Kopfhaut sind angespannt. Das führt zu einer mangelnden Durchblutung der Kopfhaut und zu einem Sauerstoffmangel.

Der Haarausfall äußert sich ähnlich wie der erblich bedingte Haarausfall. Es kommt zu Geheimratsecken, zurückweichendem Haaransatz und Glatzenbildung am Oberkopf. Diese Anzeichen können auch bei Frauen auftreten. Zusätzlich können bei Frauen die Haare um den Mittelscheitel ausfallen. Ein Spannungshaarausfall kann von Spannungskopfschmerzen begleitet werden.

Seltener ist ein diffuser Haarausfall, der gleichmäßig auf dem gesamten Kopf auftritt und ebenfalls durch einen Sauerstoffmangel verursacht werden kann. Die Haare fallen langsam aus. Schreitet der diffuse Haarverlust durch Sauerstoffmangel weiter fort, wird die Kopfhaut durch die Haare sichtbar.

Sauerstoffmangel begünstigt erblich bedingten Haarverlust

Der erblich bedingte Haarausfall macht sich bei Männern mit einem zurückweichenden Haaransatz, Geheimratsecken und Glatze am Oberkopf bemerkbar. Bei Frauen fallen die Haare rund um den Mittelscheitel aus. Bei einem erblich bedingten Haarausfall wird Dihydrotestosteron als Abbauprodukt von Testosteron gebildet. Es lagert sich an den Haarwurzeln an und schädigt sie. Die Haare fallen aus. Bei einem Sauerstoffmangel kann die Anlagerung von Dihydrotestosteron an den Haarwurzeln begünstigt werden.

Behandlung von Haarverlust durch Sauerstoffmangel mit einer gesunden Ernährung

Führt Sauerstoffmangel zu Haarausfall, wirken Haarwuchsmittel oft nicht. Wird die Ursache für den Sauerstoffmangel beseitigt, können die Haare wieder nachwachsen. Mit einer Umstellung Ihrer Ernährung können Sie den Haarausfall stoppen. Kommt es zu einer Übersäuerung, sollten Sie Ihre Ernährung umstellen und sich vorwiegend basisch ernähren. Lebensmittel, die sauer schmecken, müssen nicht zu einer Übersäuerung führen.

Es kommt darauf an, wie diese Lebensmittel vom Organismus verstoffwechselt werden. Sauer schmeckende Lebensmittel wie Zitronen oder Obst werden zumeist basisch verstoffwechselt. Fleisch wird sauer verstoffwechselt und sollte nur sparsam verwendet werden. Sie können einer Übersäuerung entgegenwirken. Stellen Sie Ihre Ernährung um, geht die Übersäuerung zurück. Der Säure-Basen-Haushalt gerät wieder ins Gleichgewicht. Im Internet finden Sie Tabellen über basische und saure Lebensmittel sowie Tipps zur Umstellung auf eine basische Ernährung.

Behandlung von spannungsbedingtem Haarausfall

Wird ein spannungsbedingter Haarausfall durch Sauerstoffmangel verursacht, kommt es darauf an, die Spannung zu reduzieren. Das gelingt mit einer AC-Therapie, bei der Ihnen ein Muskelrelaxans in die Kopfhaut gespritzt wird. Die Wirkung tritt bereits nach wenigen Tagen ein. Die Kopfhaut entspannt sich und kann wieder besser durchblutet werden. Sind die Haarfollikel noch intakt, erholen sie sich und können wieder neue Haare bilden.

Autogenes Training ist eine weitere Behandlungsmöglichkeit bei spannungsbedingtem Haarausfall. Es kann beim Stressabbau helfen. Es setzt genügend Selbstdisziplin voraus, da Sie täglich das autogene Training ausführen müssen. Zusätzlich erstreckt sich die Behandlung mit dem autogenen Training über einen längeren Zeitraum.

Die Behandlung von Spannungshaarausfall kann mit Bio-Feedback erfolgen. Die Verspanung wird gemessen. Wird eine Muskelanspannung festgestellt, erhalten Sie ein optisches und ein akustisches Signal. Sie lernen, wo sich die Anspannung befindet, und können den Muskel entspannen. Auch diese Behandlung setzt Selbstdisziplin und Geduld voraus.

Haarausfall durch Sauerstoffmangel mit einer Sauerstofftherapie behandeln

Haarverlust durch Sauerstoffmangel können Sie mit einer Sauerstofftherapie behandeln. Mit Hochdruck wird Sauerstoff in die Kopfhaut geleitet. Das ist nicht schmerzhaft oder unangenehm, sondern wird von den meisten Patienten als angenehm empfunden. Der Sauerstoff kann mit verschiedenen Wirkstoffen wie Vitaminen, Enzymen und Mineralstoffen angereichert werden. Damit diese Therapie erfolgreich ist, sollte sie in mehreren Sitzungen erfolgen. Die Kopfhaut wird wieder sauber. Eine bessere Durchblutung ist gewährleistet. Die Sauerstoffversorgung der Haare kann über längere Zeit verbessert werden. Die Haarfollikel werden widerstandsfähiger gegen Dyhydrotestosteron und fallen seltener aus.

PRP-Behandlung bei Haarverlust durch Sauerstoffmangel

Kommt es zu einem Sauerstoffmangel, kann eine Eigenblut-Therapie (PRP) erfolgen. Blut wird Ihnen aus der Vene abgenommen. Es wird in einer Zentrifuge zu plättchenreichem Blutplasma aufbereitet. Die Blutplättchen (Thrombozyten) sind auch an der Wundheilung beteiligt und können einem Haarausfall durch Sauerstoffmangel entgegenwirken. Das Blutplasma kann mit verschiedenen Wirkstoffen aufbereitet werden. Das aufbereitete Blutplasma wird mit feinen Nadeln in die Kopfhaut gespritzt. Schon nach wenigen Tagen können sich die Erfolge zeigen. Die Erfolge können bis zu drei Jahren anhalten. Die PRP-Behandlung kann auch zur Unterstützung einer Haartransplantation verwendet werden, um das Anwachsen der transplantierten Haare zu unterstützen.

Wann eine Haartransplantation sinnvoll ist

Nur dann, wenn wieder eine ausreichende Sauerstoffversorgung der Haarfollikel gewährleistet ist, kann eine Haartransplantation erfolgreich sein. Besteht der Sauerstoffmangel weiterhin fort, würden die transplantierten Haare absterben. Sie sollten nur in dem Fall, wenn die Haarfollikel an den kahlen Stellen bereits abgestorben sind und keine neuen Haare mehr bilden und wenn der Sauerstoffmangel beseitigt wurde, an eine Haartransplantation denken.

Fazit: Sauerstoffmangel kann Haarausfall verursachen

Ein Sauerstoffmangel kann verschiedene Ursachen haben. Kommt es zu einem Haarausfall durch Sauerstoffmangel, wird er häufig durch eine verstärkte Anspannung der Kopfhaut verursacht. Es kommt zu einem spannungsbedingten Haarausfall, der am besten mit einer AC-Therapie behandelt werden kann. Ein Haarverlust durch Sauerstoffmangel kann auch eintreten, wenn es zu einer Übersäuerung des Körpers kommt. Um wieder ein Gleichgewicht aus Säuren und Basen herzustellen, sollten Sie auf eine basische Ernährung achten. Ist wieder eine ausreichende Sauerstoffversorgung gewährleistet, kann der Haarausfall gestoppt werden.