Augenbrauentransplantation

Augenbrauentransplantation – der Weg zu schöneren Augenbrauen

Ein Gesicht bekommt mit schönen Augenbrauen erst einen besonderen Ausdruck. Bei Männern wirken vollere Augenbrauen maskuliner. Die Augenbrauen dienen jedoch nicht nur der Attraktivität, sondern sie erfüllen auch einen praktischen Zweck, da sie verhindern, dass Schmutz oder Schweiß in die Augen fallen. Nicht jeder ist von Natur aus mit schönen Augenbrauen gesegnet. In solchen Fällen kann die Augenbrauentransplantation helfen.

Die Geschichte der Augenbrauentransplantation

Die Möglichkeit, Augenbrauen zu verpflanzen, besteht bereits seit 1939. Der japanische Arzt Dr. Shoji Okuda entwickelte eine Methode für die Haartransplantation, um Menschen mit Brandnarben wieder zu neuem Haar zu verhelfen. Mit der Durchschlagstechnik, auch als Punchtechnik bezeichnet, wurden behaarte Hautteile ausgestanzt und in andere Bereiche verpflanzt.

Dr. Okuda sah diese Methode nicht nur zur Verpflanzung von Kopfhaaren, sondern auch für Augenbrauen und Bärte vor. Die Ergebnisse wirkten noch unnatürlich. Erst mit der Weiterentwicklung der Eigenhaarverpflanzung zur FUT-Methode in den 1980er Jahren ergaben sich neue Möglichkeiten. Bei dieser Methode wird ein behaarter Streifen der Kopfhaut aus dem Hinterkopf entnommen.

Die Entnahmestelle muss vernäht werden. Noch schonender für den Patienten ist die FUE-Methode, die in den 1990er Jahren entwickelt und im Jahr 2002 von W. R. Rassmann verfeinert wurde. Bei dieser Methode müssen nur einzelne Haarfollikel entnommen und verpflanzt werden. Die erste vollständige Operation zum Augenbrauen Verpflanzen gelang 2010 bei Karl Fitzgerald, einem Iren, dem bei einem Angriff durch einen geistig verwirrten Mann die Augenbrauen komplett weggebissen wurden.

Zurück blieb nur noch Narbengewebe. Dem jungen Iren wurden Haare vom Hinterkopf entnommen und in die Augenbrauen verpflanzt. Er hat dadurch wieder mehr Lebensqualität und ein neues Selbstbewusstsein erlangt.

So erfolgt die Verpflanzung von Augenbrauen

Die Verpflanzung von Augenbrauen erfolgt heute nach dem Beispiel von Karl Fitzgerald. Müssen die Augenbrauen komplett aufgefüllt werden oder sind größere Stellen kahl, da Sie von Natur aus nur schwache Augenbrauen haben, erfolgt die Entnahme der Haarfollikel vom Hinterkopf.

Der Arzt zeichnet den gewünschten Verlauf der Augenbrauen an. Der Entnahmebereich am Hinterkopf muss rasiert werden. Da es sich nur um eine kleine Stelle handelt, ist die Rasur nicht sichtbar. Die Haare vom Hinterkopf gehören fast schon zur Körperbehaarung und sind daher besonders robust.

Der Entnahmebereich der Haare und die Augenbrauen werden örtlich betäubt. Mit einer Hohlnadel werden die benötigten Haarfollikel für die Augenbrauentransplantation entnommen. Ist eine komplette Auffüllung der Augenbrauen notwendig, werden pro Braue etwa 150 bis 200 Haarfollikel benötigt.

Der Arzt prüft die Haarfollikel auf ihre Eignung und befreit sie vor dem Einsetzen von Fettgewebe. Um die Augenbrauen zu verpflanzen, werden an den Augenbrauen die Haarwurzelkanäle mit einer Klinge geöffnet. Die entnommenen Haarfollikel werden einzeln eingesetzt. Sie müssen sorgfältig im entsprechenden Austrittswinkel und in Wuchsrichtung eingepflanzt werden.

Der Ablauf der Augenbrauenverpflanzung

Bevor die Augenbrauentransplantation erfolgt, führt der Arzt ein Anamnesegespräch mit Ihnen. Er befragt Sie zu Unverträglichkeiten, Allergien, Vorerkrankungen und zur Einnahme von Medikamenten. Sie sollten etwa eine Woche vor der Verpflanzung der Augenbrauen keine blutdrucksenkenden oder blutverdünnenden Medikamente einnehmen und ungefähr drei Tage zuvor keinen Alkohol trinken.

Vor dem Eingriff wird die Linie der Augenbrauen angezeichnet. Anschließend kann die Verpflanzung der Augenbrauen erfolgen. Müssen nur kleine Stellen aufgefüllt werden, können die erforderlichen Haare auch aus den Augenbrauen entnommen werden. Der Vorteil besteht darin, dass die Haare nicht zurechtgestutzt werden müssen.

Bei Männern kann die Entnahme der Haare zum Augenbrauen Verpflanzen auch von der Brust, vom Rücken oder von den Beinen erfolgen. Sie sollten am Tag des Eingriffs auf Kaffee und alkoholische Getränke verzichten.

Einige Tage nach dem Eingriff sollten Sie

  • keinen Sport treiben
  • körperliche Anstrengung vermeiden
  • nicht in die Sonne gehen
  • auf Sauna, Solarium und Schwimmbad verzichten.

Was Sie nach der Augenbrauentransplantation beachten sollten

Die transplantierten Haare können nach ein paar Wochen ausfallen. Das ist normal. Die Transplantation bedeutet Stress für die entnommenen und transplantierten Haarfollikel. Da sie sich regenerieren müssen, treten sie in eine Ruhephase ein. Nach ungefähr drei Monaten wachsen die Augenbrauen wieder nach. Das endgültige Ergebnis können Sie nach etwa sechs Monaten sehen.

Wurden Haare vom Hinterkopf oder Körperhaare transplantiert, wachsen diese Haare anders als die Augenbrauen. Während die Augenbrauen selbst nicht gestutzt werden müssen, sollten Sie die verpflanzten Haare vom Kopf oder vom Körper in regelmäßigen Abständen zurechtschneiden. Sind Ihre Augenbrauen zu hell oder stimmt die Farbe Ihrer Augenbrauen nicht mit den eigenen Haaren überein, können Sie Ihre Augenbrauen färben.

Neupositionierung der Augenbrauen

Ein Grund, Augenbrauen zu verpflanzen, sind schlecht geformte Augenbrauen. Sind die Augenbrauen zwar buschig, aber schlecht geformt, oder haben Sie eine sogenannte Monobraue durch zusammengewachsene Augenbrauen, kann eine Neupositionierung erfolgen. Es handelt sich dabei um eine Besonderheit der Augenbrauentransplantation. Die Haare werden dort entnommen, wo sie stören, und dort eingesetzt, wo sie fehlen. Die überschüssigen Haare werden entfernt.

Anwendungsmöglichkeiten der Verpflanzung von Augenbrauen

Klassische Fälle von Augenbrauenverpflanzungen sind Brandwunden oder Narben durch andere Verletzungen an den Augenbrauen. Bei Frauen kann eine Verpflanzung von Augenbrauen sinnvoll sein, wenn die Augenbrauen durch häufiges Zupfen geschädigt wurden und daher an verschiedenen Stellen keine Haare mehr wachsen.

Auch zu schwach ausgebildete Augenbrauen oder von Natur aus komplett fehlende Augenbrauen können mit einer Transplantation von Haaren ausgeglichen werden. Wurden die Augenbrauen bereits mit Permanent-Make-up behandelt, kann es zu Narbenbildung und zum Verlust der Haare an den Augenbrauen kommen. Eine Transplantation von Augenbrauen kann helfen.

Ein kreisrunder Haarausfall kann auch die Körperbehaarung und die Augenbrauen betreffen. Wachsen die Haare an den Augenbrauen nicht mehr nach, kann eine Transplantation erfolgen. Nicht sinnvoll ist das Augenbrauen Verpflanzen, wenn eine Autoimmunerkrankung der Grund für den Ausfall der Haare ist. Die transplantierten Haare würden wieder ausfallen.

Bei einem Verlust der Augenbrauen in Folge einer Chemotherapie ist eine Augenbrauentransplantation nicht erforderlich, da die Haare in den meisten Fällen wieder nachwachsen. Eine Transplantation sollte auch nicht erfolgen, wenn entzündliche Prozesse zum Ausfall der Haare geführt haben. Das kann bei einer Schuppenflechte der Fall sein. Die Entzündung würde durch den Eingriff verstärkt werden.

Vorteile der Transplantation von Augenbrauen

Die Augenbrauentransplantation hat einige Vorteile:

  • natürliches Aussehen
  • schnelle Erholung des Patienten
  • gute Verträglichkeit und geringes Infektionsrisiko
  • transplantierte Haare bleiben dauerhaft erhalten
  • keine Narbenbildung, da die Haare vom Hinterkopf entnommen werden.

Das Ergebnis der Transplantation von Augenbrauen ist deutlich natürlicher als bei Permanent-Make-up. Sie sollten lediglich darauf achten, die verpflanzten Haare regelmäßig zurechtzustutzen.

Kontakt

İstinye Üniversite Hospital
Süleyman Demirel Cd. No:1
34517 Esenyurt/İstanbul

+800 100 200 70

Jetzt Kontakt aufnehmen

Das könnte Sie auch interessieren