Bei Waldspaziergängen, einem Besuch am Badesee oder der Arbeit im heimischen Garten können die Überträger der Borreliose auf Ihrer Haut sitzen. Zecken sind gefährliche Krankheitsüberträger und in ihrer Besiedlungsdichte in der Natur nicht zu unterschätzen. Haarausfall ist bei Borreliose nur eines der zahlreichen Symptome und Risiken.

Dabei muss das Symptom nicht unmittelbar nach dem Biss ausbrechen, sondern kann auch viele Jahre verspätet und gar nicht mehr mit der Zecke in den Zusammenhang gebracht ausbrechen. Wenn Sie sich mit dem Borreliose-Erreger infiziert haben, sollten Sie übermäßigen Haarschwund diffus oder kreisrund immer als mögliches Symptom eines Infektionsausbruchs betrachten.

Ist Haarausfall bei Borreliose ein häufiges Symptom?

In den Medien wird hauptsächlich über die neuronalen und körperlichen Symptome bei Borreliose berichtet. Doch neben Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und Hirnhautentzündung kann auch die Haut und damit das Haar erkranken. Hautentzündungen und damit einhergehender Haarverlust sind bei Borreliose durchaus ein Risiko, das auch ohne einen wirklichen Ausbruch der Infektion auftreten kann.

Beim Kontakt mit Ihrem Blut verbreitet sich der Erreger in Ihrem Körper, wodurch die Stelle des Zeckenbisses keinen Einfluss auf die Symptome nimmt. Ein Biss im Bein kann wenige Tage oder Wochen danach, aber auch einige Jahre später zu Haarschwund und anderen Begleitsymptomen einer Borreliose führen.

Viele Patienten stellen weder Hautrötungen noch Entzündungen oder Gelenkschmerzen und Müdigkeit fest. Dennoch lichtet sich der Haarwuchs und auf dem Oberkopf schimmert die Haut durch. Das kann ein Indiz für Borreliose sein und sollte daher ernst genommen und diagnostiziert werden.

Hinweisende Begleitsymptome bei Borreliose

Borreliose gehört zu den in der Ausprägung vielseitigsten Erkrankungen. Daher fällt es ohne sichtbare Entzündung eines frischen Zeckenbisses nicht einfach, eine eindeutige Diagnose zu erstellen. Beachtenswert ist auch, dass nicht jeder Kontakt mit einem infizierten Blutsauger bemerkt wird. Suchen Sie einen Arzt auf, wenn Sie unter den Symptomen einer Sommergrippe leiden oder sich tagsüber grundlos müde fühlen.

Auch bei unerklärlichen Gelenkschmerzen, Problemen mit der Konzentration oder Knötchenbildung auf der Haut können Borrelien als Auslöser in Frage kommen. Stumpf werdendes und diffus oder kreisrund ausfallendes Haar ist ein weiteres Indiz für eine Infektion. Mit einem Borrelien-Test und einer Blutuntersuchung lässt sich der Erreger auch ohne Krankheitsausbruch diagnostizieren.

Im fortgeschrittenen, unerkannten Stadium kann der Erreger Ihr Herz oder die Lunge und weitere Organe befallen. Auch wenn Sie sich nicht an einen Zeckenbiss erinnern und den Haarausfall demzufolge nicht direkt zuordnen können, sollten Sie beim geringsten Verdacht den Rat aus dem nächsten Absatz befolgen.

Bei Borreliose-Verdacht unbedingt zum Arzt!

Warten Sie nach dem Kontakt mit dem Kauwerkzeug einer Zecke nicht, bis und ob die Erkrankung ausbricht und ob es sich um ein infiziertes Insekt handelte. Sobald sich die Bissstelle rötet oder gar einen roten Außenring aufweist, können Sie von einer infizierten Zecke und damit von Ihrem Risiko einer Borreliose-Erkrankung ausgehen.

Je früher die Diagnose erfolgt, umso sicherer lassen sich die Folgen vermeiden. Damit Sie nicht unter Haarverlust durch Borreliose leiden, ist es ein Hauptanliegen, die Erreger einzudämmen und deren Verbreitung im Körper zu unterbinden. Sicherlich gibt es fernab von Haarschwund eine ganze Bandbreite weiterer Gefahren, aufgrund deren Vermeidung Sie beim kleinsten Verdacht einer Borreliose zum Arzt gehen und sich untersuchen lassen sollten.

Keine Erkrankung, trotzdem Haarschwund?

Bei vielen Patienten kann der Borreliose-Erreger einwandfrei und sicher nachgewiesen werden, ohne dass es je zu einer Erkrankung gekommen ist. Doch auch wenn Sie keinerlei Symptome zeigen, kann es selbst viele Jahre nach der Infektion zu Haarausfall durch Borreliose kommen.

Die Erreger sind in der Lage, sich unbemerkt vom Immunsystem im Körper zu verbergen und dort ein Leben lang zu überdauern. Das ist ein Grund, warum es zum Beispiel mehr als 5 Jahre nach einem Zeckenbiss zu dünner werdendem und kahle Stellen bildendem Haar ohne sonstige Symptome eines Krankheitsausbruches kommen kann.

Ungeklärter Haarausfall bedarf einer umfassenden Untersuchung des Blutes. Lassen Sie sich vorsorglich auch auf Borrelien testen, da diese nicht selten der Grund für Haarprobleme sind, ohne dass Sie als Betroffener etwas von Ihrer Infektion wissen.

Ursachenbehandlung führt zur Symptomlinderung

Eine Borreliose ist nicht heilbar, doch können die Symptome gelindert und eine Ausbreitung der Erkrankung unterbunden werden. Bei Haarschwund durch die Infektion handelt es sich in den meisten Fällen um eine nicht reversible Ausprägung. Ihre Kopfhaut entzündet sich und die Haarfollikel sterben ab, wodurch das Haar sprichwörtlich mit der Wurzel ausfällt.

Der Borreliose-Test zeigt auf, ob Sie sich infiziert haben und den Erreger in sich tragen. Dementsprechend wird eine Behandlung empfohlen, die zur Wiederherstellung Ihrer Attraktivität auch eine Haartransplantation beinhalten kann. Ebenso besteht die Möglichkeit, durch eine PRP Therapie oder Stammzellentherapie gegen die Kahlköpfigkeit vorzugehen und neues Haar verpflanzen zu lassen. Am besten nutzen Sie die Beratung in der Haarklinik und informieren sich über die Möglichkeiten und Ihre Chance für volles Haar durch einen minimalinvasiven Eingriff.

Fazit | Haarverlust bei Borreliose – was tun?

Wenn Sie unter Haarausfall bei Borreliose leiden, sollten Sie umgehend handeln und ein Voranschreiten der Glatzenbildung vermeiden. Neben der Diagnostik und der Eindämmung der Borrelien im Körper besteht die Möglichkeit, sich für eine Eigenhaarverpflanzung in der Haarklinik zu entscheiden.

Haarwuchsmittel oder eine Umstellung der Ernährung wirken zwar unterstützend, können das Problem des dünner werdenden und kahle Stellen zurücklassenden Haares nicht lösen. Viele Betroffene leiden unter Haarverlust durch Borreliose, ohne dass die Infektion bereits diagnostiziert wurde.

Bei diffusem und auch bei kreisrundem Haarschwund ohne bekannten und klaren Grund kann es helfen, wenn Sie sich auf Borrelien untersuchen lassen. Hinweis: Nicht jede Infektion bricht aus, so dass Borrelien über viele Jahre oder ein Leben lang unbemerkt in Ihrem Körper verbleiben können.

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