Neurodermitis muss nicht zwangsläufig in der Kindheit und Jugend auftreten. Viele Betroffene leiden erst im Erwachsenenalter unter der Hautkrankheit, die den gesamten Körper und die Kopfhaut betrifft. Durch die enorme Trockenheit und die permanente Reizung mit Entzündungsrisiko ist Haarausfall bei Neurodermitis keine Seltenheit.

Sie fühlen sich unwohl, Ihr Selbstbewusstsein sinkt und Sie möchten am liebsten gar nicht mehr aus dem Haus. Mit der richtigen Pflege und einer haarwuchsfördernden Ernährung können Sie die Symptome eindämmen und das Risiko von Haarschwund bei Neurodermitis-Schüben lindern.

Trockene und gereizte Kopfhaut: Warum es zu Haarausfall durch Neurodermitis kommt

Schuppige Areale in den Armbeugen oder in den Kniekehlen erkennen Sie direkt zum Zeitpunkt ihres Auftretens. Doch auch die Kopfhaut kann von Neurodermitis betroffen und sehr stark in Mitleidenschaft gezogen sein. Starker Juckreiz, Entzündungen am Haaransatz und Schmerzen beim Bürsten können erste Anzeichen eines Atopischen Ekzems sein. Hinzu kommt, dass Ihr Haar stumpf und kraftlos wird sowie partiell ausfallen kann.

Die Haarfollikel benötigen für den gesunden Wuchs eine gute Durchblutung, eine optimale Vitalstoffversorgung und ein ausgewogenes Milieu. All diese Faktoren sind bei Neurodermitikern nicht gegeben. Umso wichtiger ist es, dass Sie Ihr Haar und die Haut reichhaltig pflegen und damit die Symptome der Hauterkrankung lindern. Dass es zu diffusem oder arealweisem Haarausfall bei Neurodermitis kommt, basiert auf der Reizung, der Ihre Kopfhaut durch die Erkrankung ausgesetzt ist.

Wenn es juckt, spannt und schuppt – Neurodermitis?

Nicht jede Spannung oder jeder Juckreiz müssen auf eine Neurodermitis hinweisen. Doch kommen die Symptome zusammen und neigen Sie obendrein zu einer unerklärlich starken Schuppenbildung, sollte die Diagnose nicht auf die lange Bank geschoben werden.

Im Frühstadium lässt sich Neurodermitis noch gut behandeln, während die Erkrankung im fortgeschrittenen Stadium nur gelindert aber nicht behandelt werden kann. Ein Dermatologe stellt im Rahmen einer Kopfhautprobe und einer Haaranalyse fest, ob Sie unter Haarverlust durch Neurodermitis leiden oder ob eine andere Ursache zugrunde liegt.

Anzeichen für Haarverlust durch Neurodermitis

Mit fortlaufender Ausbreitung lässt sich das Atoptische Ekzem mit dem bloßen Auge erkennen. Gerötete, mit einer Schuppenschicht überzogene und juckende Haut über und hinter den Ohren sowie am vorderen Haaransatz sind sichere Anzeichen für Neurodermitis. Auch am Scheitel sind die roten Trockenstellen erkennbar. Gesellt sich nun Haarausfall zu den Symptomen, ist die Diagnose praktisch gesichert.

Auf und um die betroffenen Stellen der Kopfhaut ist Haarverlust bei Neurodermitis eine unvermeidbare und besorgniserregende Begleiterscheinung, die Sie nur mit der richtigen Pflege aufhalten können. Kommt es zu Haarausfall durch Neurodermitis, sehen Sie auf den betroffenen Stellen kleine kreisrunde bis ovale Rötungen mit deutlichen Schuppen.

Die meisten Neurodermitiker stellen fest, dass sich die Schübe mit stressigen Situationen im Leben einstellen und abnehmen, sobald wieder Ruhe einkehrt. Auch mechanische Reizungen oder chemische Haarmodifizierungen begünstigen den Haarverlust, der bei Neurodermitis als begleitendes Symptom auftreten wird.

Ursachenforschung und Diagnostik als Behandlungsgrundlage

Ein Hautarzt stellt die Diagnose mit einer Begutachtung, sowie einer präzisen Untersuchung Ihrer Kopfhaut. Auch eine Analyse der Haarfollikel ist hilfreich und untermauert die Diagnostik. Wenn Sie die juckenden Rötungen auf dem Kopf bereits selbst sehen, befindet sich die Erkrankung in einem fortgeschrittenen Stadium oder Sie leiden zum aktuellen Zeitpunkt unter einem Schub.

Innerhalb der Schübe ist der Haarschwund besonders stark und kann je nach Dauer dazu führen, dass einige Bereiche auf Ihrem Kopf verkahlen und Ihr Haar in der Gesamtheit ungepflegt und krank aussieht. Das Ziel der medizinischen Diagnostik ist es, die richtige Behandlung für die Ursache zu finden und den Haarausfall bei Neurodermitis durch eine Eindämmung der Schübe zu stoppen.

Die richtige Kopfhautpflege bei Neurodermitis

In akuten Phasen pflegen Sie Ihre Kopfhaut mit Produkten, die den Juckreiz und die Entzündung lindern. In den Intervallen zwischen den Schüben sollten Sie für eine reichhaltige Feuchtigkeits- und Vitalstoffpflege sorgen. Wichtig ist, dass Sie Ihre Kopfhaut so wenig wie möglich reizen und dementsprechend parfümierte Shampoos, Hitzestylings und Färbungen oder Haartönungen vermeiden. Nutzen Sie weiche Haarbürsten und verzichten auf Kämme, mit denen Sie die wunden Hautstellen aufkratzen und Bakterien sowie Pilzsporen den Weg zu Ihren Haarwurzeln öffnen.

Ein sehr großes Risiko für vermehrten Haarverlust bei Neurodermitis entsteht durch die falsche Pflege und kleinste Wunden, in die Keime eindringen und Infektionen erzeugen können. Ein Dermatologe berät Sie ausführlich und gibt Ihnen neben der äußeren Kopfhautpflege wertvolle Tipps für die richtige Ernährung bei Neurodermitis.

Fazit | Haarverlust muss bei Neurodermitis nicht ohne Weiteres hingenommen werden

Die schuppige, juckende Kopfhaut macht Sie unglücklich und Sie suchen nach einem Weg, die Neurodermitis mit ihren Begleiterscheinungen in den Griff zu bekommen. Je früher Sie handeln, umso effektiver können Sie verstärktem Haarausfall bei Neurodermitis vorbeugen und kahle Stellen auf Ihrem Kopf vermeiden. Milde und rückfeuchtende Shampoos, spezielle Haartoniken mit beruhigender Wirkung und Ihr Verzicht auf jegliche unnötige Reizung der empfindlichen Haut wirken sich positiv aus.

Achten Sie darauf, dass Sie zur Reinigung gedachte Produkte gründlich mit viel frischem Wasser ausspülen. Anders verhält es sich bei einem beruhigenden Tonikum. Das sollte in die Kopfhaut einziehen und dementsprechend sanft einmassiert und nicht ausgespült werden. In den meisten Fällen lässt sich der Haarverlust bei Neurodermitis stoppen, so dass Sie nicht mit einer Glatze rechnen und an Selbstsicherheit einbüßen müssen.

Fakt ist aber auch, dass die Kopfhautpflege für Neurodermitiker eine große Herausforderung bedeutet und viel Aufmerksamkeit erfordert. Sollte sich der Haarschwund nicht mindern und einzelne kahle Stellen erzeugen, kann auch eine Eigenhaarverpflanzung zur Bekämpfung der Symptome in Erwägung gezogen werden. Im Regelfall wächst das Haar nach einem Schub wieder normal, da die Haarwurzeln sich erholen und nicht völlig absterben.

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