Haarausfall durch Eisenmangel

Haarausfall durch Eisenmangel

Diffuser Haarverlust kann eine Folge von Mangelerscheinungen sein. Fehlt Ihrem Körper Eisen, äußert sich der Mangel in ganz unterschiedlichen Symptomen. Haarausfall wird durch Eisenmangel begünstigt und tritt lange vor anderen Anzeichen, die mit der Spurenelementunterversorgung einhergehen auf. Mit eisenhaltigen Nahrungsmitteln beugen Sie dieser Problematik vor und schützen sich vor Haarschwund, Müdigkeit und Konzentrationsstörungen.

Welche Ursachen hat Eisenmangel?

Eisenmangel kann durch ganz unterschiedliche Einflüsse entstehen. Ernähren Sie sich nicht ausgewogen, trinken Sie viel Kaffee oder Schwarztee und essen hauptsächlich Produkte aus Weißmehl, wird die Aufnahme von Eisen über den Verdauungstrakt gehemmt.

Ebenso können chronische Entzündungen für eine Abnahme des Eisendepots sorgen und langfristig zu Haarverlust und weiteren Begleitsymptomen führen. Frauen leiden häufiger unter Eisenmangel als Männer. In der Schwangerschaft und in der Stillzeit nimmt der Eisenspiegel rapide ab, wenn die Speicher nicht durch eisenreiche Ernährung und Nahrungsergänzung aufgefüllt werden.

Blutverlust, beispielsweise durch regelmäßige Blutspenden oder in der Menstruation entziehen dem Körper das essenzielle Spurenelement. Als Leistungssportler haben Sie einen erhöhten Eisenbedarf, den Sie allein über die Nahrung nicht decken können.

Ob Sie unter Eisenmangel leiden, kann ein Arzt sicher im großen Blutbild feststellen. Bei starker körperlicher oder mentaler Belastung verbraucht Ihr Körper eine größere Eisenmenge. Daher ist es im Leistungssport, bei beruflichen Höchstleistungen und in außergewöhnlichen Lebenslagen besonders wichtig, den Eisenhaushalt im Blick zu behalten.

Kann Eisenmangel zu Haarausfall führen?

Leider ist Eisenmangel sehr häufig für Haarausfall verantwortlich. Da sich das Depot im Körper langsam leert, kommen die Symptome schleichend und werden im Anfangsstadium kaum erkannt. Wenn Sie sich müder als sonst fühlen und feststellen, dass Ihr Haar stumpf und schwer frisierbar ist, kann der Ferritinspiegel bereits gesunken sein.

Bisher ist das Haar noch nicht irreversibel geschädigt und erhält durch eine erhöhte Eisenaufnahme neue Vitalität. Auch wenn der konkrete Zusammenhang zwischen Haarausfall und Eisenmangel wissenschaftlich noch nicht entschlüsselt ist, weiß man um seine Existenz. Eisen ist für den Sauerstoffgehalt im Blut verantwortlich, welcher wiederum für die optimale Versorgung der Haarfollikel mit essenziellen Vitalstoffen sorgt.

Sauerstoffarmes Blut und ein niedriger Blutdruck schwächen die Haarwurzeln und führen zu Haarverlust. Leiden Sie unter enormem Stress – körperlich oder psychisch, kann es zu Eisenmangel kommen. Neben genetisch-hormonellem Haarschwund ist dieser Mangel eine der häufigsten Ursachen für diffusen Haarausfall.

Besonders gefährdet sind Sie, wenn Ihr Eisenhaushalt über einen längeren Zeitraum unausgeglichen ist. Nach Operationen oder in der Schwangerschaft, bei langfristigen Höchstleistungen und bei Frauen in monatlichen Intervallen ist das Risiko für mangelbedingten Haarverlust besonders hoch,

Was hilft am besten gegen Eisenmangel?

Um gegen den Mangel vorzugehen, sollten Sie Ihren Eisenhaushalt ausgleichen. Stellen Sie die Ernährung auf Nahrungsmittel mit einem hohen Eisengehalt um und achten Sie darauf, dass Sie ausreichend Vitamin C aufnehmen. Durch die erhöhte Zufuhr an Vitamin C kann Ihr Körper das ihm zugeführte Eisen besser aufnehmen und speichern.

Zu den wertvollen Eisenlieferanten gehören Leber, Weizenkleie und Kürbiskerne, Nüsse Leinsamen und Hülsenfrüchte. Essen Sie dazu täglich frisches Obst und Gemüse, decken Sie gleichzeitig Ihren Vitamin C Bedarf und schaffen die Grundlage zur Aufnahme des Eisens.

Sollten Sie sich vegan oder vegetarisch ernähren und dementsprechend auf alle tierischen Eisenlieferanten verzichten, kann Zusatznahrung helfen und einem Mangel effektiv vorbeugen. Milch- und Weißmehlprodukte hemmen die Eisenaufnahme und sollten daher bei einer vorherrschenden Mangelerscheinung gemieden werden.

Vor der Aufnahme eisenreicher Lebensmittel oder der Einnahme von Eisentabletten sollten Sie keinen Kaffee und keinen Schwarztee trinken. Trinken Sie etwa eine halbe Stunde vor dem Essen oder dem eisenhaltigen Supplement ein Glas frischen Orangensaft. Da sich der hohe Vitamin C Gehalt positiv auf die Eisenaufnahme auswirkt, sollten Sie diesen Ablauf beibehalten und perspektivisch einem erneuten Eisenmangel vorbeugen.

Was tun, wenn der Eisenmangel behoben ist und der Haarausfall trotzdem voranschreitet?

Setzt sich der Haarverlust trotz Behebung des Eisenmangels fort, kann eine andere Ursache zugrunde liegen oder Ihre Haarfollikel sind bereits irreversibel geschädigt. Ist das Haar mit der Wurzel ausgefallen, hilft eine Haartransplantation, da die implantierten Grafts neues Haar wachsen lassen.

Sind die Haarfollikel noch vorhanden, aber geschwächt, haben sich die PRP Behandlung, das Microneedling oder die Mesohair Therapie als wirkungsvolle Behandlungsmethoden gegen Haarausfall erwiesen. Tragen Sie Ihr Haar kurz und suchen nach einer Möglichkeit gegen die hell durchschimmernde Kopfhaut?

Dann ist eine Haarpigmentierung als Problemlösung möglich. Diese Behandlung lässt kein neues Haar wachsen. Die Pigmentierung beruht auf dem Prinzip einer Tätowierung und simuliert Haarstoppeln auf der Kopfhaut.

Fakt ist, dass es einige effektive Behandlungen gegen Haarausfall gibt und dass Sie sich nicht mit kahlen Stellen abfinden müssen. Wenn Sie unter einem Mangel an Eisen leiden, sollten Sie dennoch zuerst versuchen, den Haarschwund durch einen Ausgleich des Eisenhaushalts zu behandeln.

Fazit: Eisen ist ein wichtiges Spurenelement für Ihr Haar

Das Spurenelement Eisen wirkt sich indirekt auf Ihren Haarwuchs aus. Es erhöht den Sauerstoffgehalt im Blut und fördert eine gute Durchblutung der Haut. Haarausfall durch Eisenmangel tritt häufig auf, obwohl Sie diesem Umstand ganz einfach vorbeugen können. Ist ein Ausgleich des Eisenhaushalts durch die Ernährung allein nicht möglich, können Nahrungsergänzungsmittel helfen und einer Mangelerscheinung vorbeugen.

Wenn Sie unter vermehrtem Haarausfall mit einhergehender Müdigkeit und Konzentrationsproblemen leiden, kann die Ursache dafür auf Eisenmangel beruhen. Um Sicherheit zu erhalten und andere Gründe für Haarverlust auszuschließen, sollten Sie eine Blutuntersuchung vornehmen lassen.

Fehlt Ihrem Körper das Spurenelement, lässt sich der Mangel im großen Blutbild erkennen. Präventiv sollten Sie Ihre Ernährungsgewohnheiten überprüfen. Weißes Mehl, Kaffee und Schwarztee sowie Milchprodukte entziehen Ihrem Körper Eisen. Viele von Haarausfall Betroffene spüren bereits kurz nach der Umstellung der Ernährung, dass der Haarschwund abnimmt und neues Haar wächst.

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