Zur Prävention gegen Thrombosen haben Sie nach einem operativen Eingriff intravenös Heparin bekommen. Die Verletzung ist geheilt und gesundheitlich fühlen Sie sich gut. Doch was Ihnen Sorgen bereitet ist der Haarausfall, der nach der HeparinBehandlung eintrat.

Zuerst haben Sie die Problematik nicht mit der Behandlung in Verbindung gebracht, da die Medikation schon einige Wochen zurückliegt. Doch genau darin liegt im Regelfall die Ursache, da der Blutverdünner zu Haarschwund führen und die Wachstumsphasen der Haarfollikel beeinflussen kann. In diesem Artikel erfahren Sie, warum das Medikamente zu Haarschwund führt und was Sie gegen den Verlust Ihrer Haarpracht tun können.

Warum tritt Haarausfall durch Heparin auf?

Heparin ist einer der am häufigsten verabreichten Blutverdünner, die Ihnen beispielsweise im Krankenhaus gegeben werden. Durch die Thrombosespritzen wird verhindert, dass sich im postoperativen Zeitraum Blutgerinnsel bilden und dass eine Venenverstopfung zum Schlaganfall oder Herzinfarkt führt. Doch die Medikation kommt nicht ohne Nebenwirkungen, wie zahlreiche Patienten lange nach einer Heparin Verabreichung feststellen.

Etwa zwei bis vier Monate nach dem Eingriff wird Ihr Haar ohne vorherige sichtbare Anzeichen dünner und fällt vor allem in der Scheitelregion, am Stirnhaaransatz und an den Schläfen auf. Schuld ist der Blutverdünner Heparin. Dieser wirkt sich auf die Haarwuchszyklen aus und führt zu vermehrtem, aber lange Zeit nach der Medikation auftretendem Haarschwund.

Die Problematik tritt im Regelfall diffus auf und kann den Verlust ganzer Haarsträhnen nach sich ziehen. Betroffen sind die Haare, die sich zum Behandlungszeitpunkt in der Wachstumsphase befanden und in ihrer Vitalstoffversorgung gestört wurden. Das Haar hört in diesem Moment auf zu wachsen, geht in die Ruhephase über und fällt zwei bis vier Monate danach aus. Neben einer Chemotherapie ist Haarverlust durch Heparin eine der am häufigsten auftretenden Nebenwirkungen von Medikationen.

Heparin: Haarverlust als Nebenwirkung – Symptome

Die Symptomatik lässt sich nur schwer zuordnen und erfordert Ihre Offenheit im Gespräch mit dem Arzt, den Sie aufgrund Ihrer haarigen Probleme aufsuchen. Zu den sichtbaren Symptomen bei Haarverlust durch Heparin gehört der diffuse, meist am ganzen Kopf und vermehrt im vorderen Kopfbereich auftretende Haarschwund. Dabei verlieren Sie im Regelfall nicht mehr einzelne Haare, sondern beobachten den Verlust ganzer Strähnen.

Vor allem bei Haarwäschen und beim Bürsten, aber auch während der Nachtruhe kann es zum besorgniserregenden Haarschwund kommen. Da Sie sonst keinerlei Begleitsymptome bemerken, ist die Ursache oftmals unklar und lässt Sie nicht an eine Nebenwirkung der Heparin Medikation denken.

Ihr Haarwuchs wurde bereits während der Behandlung geschädigt, die Symptome hingegen zeigen sich erst nach gut einem Vierteljahr. In einer ausführlichen Diagnostik kann Ihr Arzt den Grund für Ihr Haarproblem feststellen und Sie beruhigen, da Haarausfall durch Heparin im Regelfall reversibel ist und Ihr Haar normal nachwächst.

Zusatzvitamine und Sorgfalt bei der Haarpflege mindern das Haarproblem

Eine Absetzung der Medikation ist zugunsten Ihrer Gesundheit ausgeschlossen. Doch gegen den Haarverlust durch Heparinkönnen Sie präventiv vorgehen. Die Hälfte aller Thrombose-Patienten beklagen Haarschwund nach der Therapie, so dass sich ein Fokus auf die Vorbeugung der Problematik durchaus lohnt. Sie müssen bedenken, dass der Blutverdünner zu einer Veränderung der Durchblutung und zu einer Minderung der Vitalstoff- und Sauerstoffversorgung der Kopfhaut führt.

Ihre Haarfollikel bekommen mit dem verdünnten Blut weniger Nährstoffe und sterben daher ab. Vor allem bei sehr empfindlichen Patienten kann der Haarverlust durch Heparin sichtbare Folgen haben und zum Durchschimmern der Kopfhaut führen. Auch bei längerfristigen Therapien ist diese Nebenwirkung zu beobachten.

Erhöhen Sie die Vitalstoffzufuhr, in dem Sie besonders vitaminreich essen und Ihre Kopfhaut auch von außen mit essenziellen Pflege- und Vitalstoffen versorgen. In der Praxis zeigt sich, dass Zusatzvitamine und milde Haarpflegeprodukte während der Heparin Gabe eine deutliche Senkung der Haarausfallquote im Anschluss begünstigen.

Haarschwund durch Heparin – ist er reversibel?

Die vorübergehende und nicht zu hoch dosierte Gabe von Heparin führt nicht zu unumkehrbarem Haarschwund. Dennoch kann der Haarausfall bei einigen Patienten gravierend sein und die Glatzenbildung nach sich ziehen. Sie haben bereits sehr dünnes Haar oder leiden vor der Thrombose-Behandlung an Haarausfall? In diesen Fällen kann es durch die Verstärkung des Haarproblems durchaus zu nicht reversiblem und damit behandlungsbedürftigen Haarschwund kommen.

Eine Eigenblutbehandlung oder eine Stammzellentherapie können das haarige Problem beenden und dafür sorgen, dass auf Ihrem Kopf wieder neues und dichtes Haar wächst. Bei stärkerem Haarausfall mit sichtbarer Tonsur oder Geheimratsecken ist eine Haartransplantation ratsam. Ist es bei Ihnen zu Haarausfall durch Heparin gekommen, ist der Gang in die Haarklinik immer eine gute Lösung. Sie werden ausführlich beraten und es wird eine Diagnose erstellt. Auf Basis der Ergebnisse empfiehlt Ihnen das Behandlungsteam die wirkungsvollste Maßnahme für den Wuchs neuer Haare.

Fazit | Vorübergehende Haarprobleme bei Heparin Einnahme sind nicht ungewöhnlich

Ihr Selbstbewusstsein leidet, wenn es zu Haarverlust durch Heparin kommt. Das Kernproblem des medikamentös geförderten Haarschwunds ist die Tatsache, dass die sichtbare Schädigung der Haare nicht direkt während der Behandlung, sondern einige Monate später auftritt. Die wenigsten Patienten bringen den Haarausfall mit der Medikation gegen Thrombose in Verbindung, so dass die Ursachenforschung oftmals in die falsche Richtung verläuft.

In der Praxis ist es üblich, dass Sie im Gespräch mit einem Arzt über Behandlungen von vier bis sechs Monaten vor dem Haarschwund gefragt werden. Überlegen Sie, ob Sie mit Heparin behandelt wurden. Denn in den meisten Fällen ist die Ursache geklärt und Sie werden erfahren, dass der Haarausfall durch Heparin zwar ärgerlich – aber nicht unumkehrbar ist. Ihr Haar wächst nach und wenige Wochen nach dem Haarschwund zeigen sich auf Ihrer Kopfhaut erste kleine und sehr feine Härchen. Nur in wenigen Fällen erfordert der Haarverlust durch Heparin eine Behandlung, beispielsweise eine Haarverpflanzung.

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