Die meisten Frauen freuen sich in der Schwangerschaft über dichtes, glänzendes Haar und schöne Fingernägel. Doch spätestens nach der Geburt wandelt sich die Pracht und das Haar wird dünner, die Nägel werden brüchig und die Haut wird unrein. Das ist völlig normal und kein Grund zur Beunruhigung.

Während der Schwangerschaft und in der Stillzeit verändert sich der Hormonhaushalt im Körper. Das Ungleichgewicht, erzeugt durch den fallenden Östrogenspiegel führt bei vielen Frauen zu Haarausfall. In der Stillzeit kann es u sehr starken Haarverlust bis hin zu sichtbar kahlen Stellen auf dem Oberkopf kommen.

Lässt sich Haarausfall in der Stillzeit aufhalten?

Grundsätzlich sollten Sie wissen, dass Ihr Hormonhaushalt und der Haarwuchs im direkten Zusammenhang stehen. Bei hohem Östrogenspiegel wächst Ihr Haar dicht und glänzend. Fällt der Östrogenspiegel, kann es zu Haarverlust und unreiner Haut sowie brüchigen Nägeln kommen. In der Stillzeit benötigt der Körper mehr Eisen und Folsäure.

Die meisten von Haarverlust in der Stillzeit betroffenen Frauen können die Problematik eindämmen, in dem sie die fehlenden Mineralien über Zusatznahrung aufnehmen. Bedenken Sie, dass Sie sich selbst und Ihr Baby versorgen und daher mehr Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe benötigen.

Gönnen Sie Ihrem Haar viel sanfte Pflege und besprechen schon während der Schwangerschaft mit Ihrem Arzt, ob und in welchem Umfang Tabletten mit Eisen und Folsäure eingenommen werden sollten. Als stillende Mutti sind Sie keinem höheren Haarausfallrisiko ausgesetzt als Frauen, die das Fläschchen geben und auf diesem Weg Haarverlust in der Stillzeit vermeiden möchten.

Hören Sie auf die Signale Ihres Körpers, der Ihnen jegliche Mangelerscheinungen und jeden Mehrbedarf aufzeigt. Wenn Sie bereits im Anfangsstadium des Haarausfalls reagieren und follikelstärkende Nahrungsmittel essen, muss es gar nicht zum wirklich sichtbaren Haarverlust kommen.

Haarverlust kommt nicht vom Stillen!

Es ist ein Trugschluss, dass die Gabe von Muttermilch zu vermehrten Haarausfall führt. Studien von stillenden und nicht stillenden Müttern haben bewiesen, dass es im Bezug auf die Haardichte und den Haarwuchs keinen Unterschied macht. Dennoch sind die ersten fünf Monate nach der Geburt eines Kindes der Zeitraum, in dem viele Frauen beim Kämmen und Haarewaschen erschrecken.

Da der Haarausfall im Zeitraum des Stillens auftritt, wurde er lange Zeit mit der Gabe der Muttermilch in Verbindung gesetzt. In Wirklichkeit befinden Sie sich jetzt in einer Hormonumstellung und neigen oftmals zu Eisenmangel. Die Rückbildung von Östrogen und der Eisenmangel sind in ihrer Gemeinschaft verantwortlich für den Haarausfall in der Stillzeit. Es ist eine natürliche Reaktion Ihres Körpers, die in dem Moment nachlässt, in dem sich Ihre Hormone wieder stabilisieren und ins Gleichgewicht kommen.

Die Ursachen für Haarverlust vor und nach der Schwangerschaft

Wie bereits angeschnitten, stehen Haarausfall und das Stillen nicht im Zusammenhang. Die Ursachen für den Verlust Ihrer vollen Mähne sind in der Versorgung mit lebenswichtigen Mineralstoffen und Spurenelementen zu suchen. Während der Schwangerschaft blühen Sie durch den sehr hohen Östrogenspiegel sprichwörtlich auf. Fällt dieser rapide ab, wie es nach der Geburt der Fall ist, kann es zum arealweisen Verlust oder zur vollständigen Ausdünnung des Kopfhaares kommen.

Vor allem Frauen mit von Natur aus feinen Haar sind besonders betroffen. Ein Bluttest bringt die wirkliche Ursache ans Tageslicht und zeigt, dass Sie unter Eisenmangel leiden. Eisen ist ein wichtiger Baustein für den Haarwuchs und Ihre Fingernägel. Fehlt dieser Baustein, haben die Haarfollikel keine Kraft zum wachsen und fallen letztendlich aus.

Durch die zeitliche Überschneidung mit dem Stillen hat sich die These zum Haarverlust durch die Stillzeit hartnäckig gehalten. Wir können Sie beruhigen und Ihnen versichern, dass Sie Ihrem Baby die Muttermilch nicht verweigern müssen. Auch wenn Ihr Haar vorübergehend ausfällt und dünner wird, es liegt nicht am Stillen und lässt sich daher auch nicht durch die Ernährung mit dem Fläschchen aufhalten. Jede hormonelle Veränderung wirkt sich auf Haut und Haare aus.

Der Hormonumschwung in der Schwangerschaft und Stillzeit ist so abrupt und gravierend, dass die Haarfollikel sprichwörtlich in einen Schockzustand geraten und aus diesem Grund ausfallen können. Der besagte Eisen- und Folsäuremangel unterfüttert die Problematik und ist die am häufigsten diagnostizierte Ursache bei ausfallendem Haar in der Stillzeit.

Keine Sorge – das Haar wächst wieder nach

Der lästige Haarausfall ist ein vorübergehendes Phänomen. Normalisieren sich Ihre Hormone, wächst das Haar wieder nach und die Probleme aus der Stillzeit sind vergessen. Bei den meisten Frauen lässt der Haarausfall etwa fünf bis sechs Monate nach der Geburt nach und das neue Haar beginnt langsam aber kraftvoll zu sprießen.

Unterstützen können Sie die Bildung neuer Haare durch follikelstärkende Präparate mit Eisen und Folsäure. Das hat den Nebeneffekt, das sich auch Ihr Hautbild verbessert und ebenfalls von der erhöhten Zufuhr der Mineralien profitiert. Aus Erfahrung weiß das Team um Dr. Balwi, dass Haarausfall und unreine Haut in der Stillphase meist in Kombination auftreten.

Die wenigsten Frauen beklagen sich in dieser Zeit nicht über sehr dünnes und schwer frisierbares Haar. Ein stufiger Haarschnitt gibt mehr Volumen für diesen Zeitraum und ist eine Möglichkeit, um die Ausdünnung optisch zu kaschieren. Wächst neues Haar nach, vergeht bis zur vor der Stillzeit getragenen Löwenmähne nicht mehr viel Zeit. Nur in sehr wenigen Fällen bleibt die gewünschte Haarverdichtung aus. Auch in diesem Fall müssen Sie nicht auf volles Haar und die damit verbundene jugendliche Ausstrahlung verzichten. Eine Haarverpflanzung ist schmerzfrei und überzeugt mit besten Ergebnissen.

Fazit: bei starken Haarverlust in der Stillzeit hilft eine Eigenhaarverpflanzung!

Wenn Sie zu den Frauen mit von Natur aus sehr feinen Haar gehören, können die Probleme mit Haarausfall in der Stillzeitgrößer sein. In diesem Fall haben Sie die Möglichkeit, nach Beendigung der Stillzeit eine Haartransplantation vornehmen zu lassen. Ebenso wirkungsvoll ist die PRP-Therapie mit plättchenreichen Plasma aus Ihrem Blut.

Ein Gespräch in der Haarklinik von Dr. Balwi lohnt sich und ist Ihre Chance, etwas gegen den Haarverlust in der Stillzeit zu tun und sich nicht langfristig über dünnes Haar zu ärgern. Wenn das Haar ein Jahr nach der Geburt immer noch dünn und fransig wächst oder kahle Stellen auf dem Kopf aufweist, ist ein Eigenhaarimplantat die einzig wirklich erfolgreiche Behandlung gegen Haarverlust. Es handelt sich um einen minimalinvasiven Eingriff, der nach einer Heilungszeit von drei bis sechs Monaten dichte Ergebnisse aufzeigt.

Die schmerzfreie Behandlung eignet sich für alle Frauen, die während der Stillzeit viel Haar gelassen und in ihrer gefühlten Attraktivität eingebüßt haben. Steigern Sie Ihr Wohlbefinden und Ihr Selbstbewusstsein, in dem Sie aktiv gegen Haarausfall vorgehen und sich im Bedarfsfall für ein Eigenhaarimplantat entscheiden.

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