Seit einigen Monaten dünnt sich Ihr Haar sichtbar aus. Im Waschbecken, auf der Kleidung und in der Bürste entdecken Sie eine besorgniserregende Menge an Haaren. Schon jetzt schimmert Ihre Kopfhaut durch und Ihr Selbstbewusstsein leidet, doch ein Ende des Haarschwunds ist nicht in Sicht.

Rund 30 Prozent aller Betroffenen leiden unter Haarausfall ohne Grund, was aber nicht mit dem Fehlen einer Ursache gleichzusetzen ist. Das Phänomen wird seit einigen Jahren erforscht, doch ein konkretes Ergebnis zur Problematik liegt aktuell noch nicht vor.

Fakt ist, dass es sich immer um eine chronische Ausprägung von diffusem Haarausfall handelt, während sich für kreisrunde kahle Stellen auf dem Kopf immer ein Grund diagnostizieren lässt.

Haarausfall ohne Grund: Haarschwund ohne Ursache?

Sie haben bereits einen wahren Ärztemarathon hinter sich, doch Ihr Problem konnte nicht gelöst werden. Genetische und hormonelle Ursachen liegen nicht vor. Auch Mangelerscheinungen wurden nicht erkannt und Ihre Kopfhaut ist gesund.

Wenn Sie sich in diesen Ausführungen wiedererkennen, gehören Sie zu den wenigen Menschen die unter Haarausfall ohne Grundleiden. In medizinischen Kreisen spricht man von idiopathischen chronischen Telogeneffluvium, also von einem chronischen Verlauf des Haarschwundes mit einer Dauer von mehr als sechs Monaten.

Ein Vergleich mit dem Fellwechsel bei Tieren wird gezogen, doch während der Fellwechsel neue Haare nachbilden lässt, bleibt dieser Umstand bei Haarverlust ohne Grund aus. Eine Ursache für das dünner werdende und ausfallende Haar gibt es.

Doch hier forscht die Wissenschaft weiter, da sich das Phänomen bisher noch nicht erklären und dementsprechend auch keinem Grund zuordnen lässt. Auf Ursachenforschung sollten Sie dennoch gehen.

Ob Sie zu den wenigen Betroffenen gehören oder ob sich im Rahmen der Diagnostik doch eine Ursache aufzeigt, kann nur durch umfangreiche Untersuchungen in Erfahrung gebracht werden.

Wenn sich kein Grund erschließt, ist natürlich auch die Empfehlung einer Behandlung schwierig. Daher wird in erster Linie versucht, mit haarwuchsfördernden Vitalstoffen von innen und außen eine Besserung zu erzielen.

Diagnostik nach dem Ausschlussverfahren, eine Lösung?

Diese Methode ist bei Haarverlust ohne Grund die einzige Möglichkeit der Diagnosestellung. Ehe Sie wissen, dass bei Ihnen kein erkennbarer Grund vorliegt und die Ärzte selbst vor einem Rätsel stehen, müssen plausible Gründe für Haarschwund ausgeschlossen werden.

Haaranalysen, Untersuchungen Ihrer Kopfhaut und des Hormonspiegels, Blutbilder und die Prüfung des Vitalstoffhaushalts, der Organe wie der Schilddrüse und weitere Diagnosen sind notwendig.

Sie werden auch einige Ärzte kennenlernen, da Sie vom Hausarzt zum Dermatologen, von diesem zu einem anderen Spezialisten und so weiter überwiesen werden. Auch eine Langzeituntersuchung in einer Klinik ist keine Seltenheit.

Mit jedem Abschlussbericht des Arztes sind wieder ein paar mögliche Ursachen von der Agenda gestrichen. Was am Ende übrig bleibt ist Ihr Haarverlust, der ohne Grundaufzutreten scheint und bis zur Kahlköpfigkeit führen kann.

Das Ausschlussverfahren bezieht sich auf eine vollständige Untersuchung aller möglichen Gründe, die zu Haarschwund führen und Ihre Kopfhaut betreffen können. Auch Autoimmunerkrankungen, Haarausfall durch die Einnahme von Medikamenten und Umwelteinflüsse spielen bei dieser Form der Diagnostik eine wichtige Rolle.

Die Verabreichung von Haarwuchsmitteln kann helfen, aber auch ein bisher nicht erkannter Grund für den unaufhaltsamen Haarschwund sein. Erst wenn alle bekannten und möglichen Ursachen ausgeschlossen sind, können Sie weiterdenken und sich über die Behandlung informieren.

Ist eine Haartransplantation bei Kahlköpfigkeit ohne Ursache möglich?

Nachdem Sie keinen Grund für den Haarausfall erfahren und immer mehr unter der chronischen Ausprägung leiden, möchten Sie wenigstens in puncto Behandlung eine konkrete Antwort. Bei Haarausfall ohne Grund ist die Haarverpflanzung schwierig und muss im Einzelfall besprochen werden.

Denn ohne Ursache der Problematik ist eine zielführende Behandlung unmöglich und es gibt keine Garantie, dass die frisch verpflanzten Follikel nicht ebenfalls wieder ausfallen.

Eine Beratung lohnt sich dennoch, da das spezialisierte Behandlungsteam einer renommierten Haarklinik noch einmal auf Ursachenforschung geht und Ihnen auch verschiedene Maßnahmen empfiehlt.

Wenn sich zum Beispiel der Haarschwund durch die Anwendung eines speziellen Pflegeprodukts bessert, kann der Haarverlust ohne Grund vielleicht doch in einer unerkannten, aber vorherrschenden Mangelerscheinung liegen.

Ehe bei diffusem Haarausfall in chronischer Ausprägung Eigenhaar implantiert wird, können auch eine Stammzellentherapie oder eine PRP Therapie in Frage kommen. Ob sich die gewünschte Wirkung einstellt, hängt nicht mit der Ursache sondern mit der Wirksamkeit der Behandlung zusammen.

Ihr Wunsch nach vollem Haar kann bei Haarausfall ohne Grund neben zahlreichen Untersuchungen auch unkonventionelle Behandlungsmethoden erfordern. Wenn Sie sich für ein Eigenhaarimplantat entscheiden, ist der minimalinvasive Eingriff zur Haarverpflanzung prinzipiell möglich.

Ob die verpflanzten Follikel einwachsen oder ob das Problem weiter besteht lässt sich in Ihrem Fall allerdings nicht mit Sicherheit sagen.

Fazit | Haarverlust ohne Grund ist selten aber dennoch möglich!

Nichts geschieht ohne Grund. Diese These ist unzutreffend, wenn keine Untersuchung Ihres diffusen und chronischen Haarverlusts zum Ergebnis und einer Ursache führt.

Auch wenn es sich bei der idiopathischen chronischen Telogeneffluvium um eine äußerst seltene Variante des Haarschwunds handelt, sind immerhin rund 30 Prozent aller Betroffenen auch nach langjährigen Arztmarathons ohne Ergebnis.

In der Behandlung von Haarausfall geht es in erster Linie um die Behandlung der Ursachen, die zur Glatze führen und die Ihre Attraktivität und Ihr Selbstbewusstsein einschränken. Umso schwieriger ist es, Haarausfall ohne Grund zu behandeln und eine Tendenz zur Erfolgsquote aufzuzeigen.

Frauen und Männer können gleichermaßen unter Haarschwund ohne ersichtliche Ursache leiden. Auf diesem Gebiet wird seit einigen Jahren geforscht und es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Haarverlust ohne Grund auf eine Ursache zurückzuführen ist.

Eine Stammzellen- oder PRP Therapie und die Haarverpflanzung sind Möglichkeiten, um das Risiko der Kahlköpfigkeit zu verringern. Eine Beratung in der Haarklinik kann Ihnen durchaus helfen.

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