Für Menschen mit fortgeschrittenem Haarausfall ist eine Haarverpflanzung oft die letzte Hoffnung, um wieder zu mehr Lebensqualität zu gelangen. Haben Sie schon an eine Haartransplantation gedacht, aber diesen Gedanken bislang verworfen, da Sie Angst vor den Schmerzen hatten, kann Ihnen geholfen werden. Die Haartransplantation ist für Angstpatienten möglich. Die Betäubung erfolgt bei der Haarverpflanzung für Angstpatienten ohne Nadeln.

Haartransplantation für Angstpatienten – was Sie wissen sollten

Gehören Sie zu den Angstpatienten und haben Sie bereits an eine Eigenhaarverpflanzung gedacht, um die kahlen Stellen aufzufüllen, sollten Sie wissen, dass es moderne Methoden gibt und wie die Haartransplantation abläuft. Die Methoden, die heute angewendet werden, basieren auf der FUE-Methode (Follicular Unit Extraction). Zuerst wird der Kopf rasiert. Der Spenderbereich und der Transplantationsbereich werden örtlich betäubt. Die Spritzen bei der örtlichen Betäubung schrecken viele Angstpatienten von einer Haartransplantation ab. Die Patienten, die bereits eine Haartransplantation hinter sich haben, beschreiben die Spritzen als unangenehm, aber erträglich. Angstpatienten können sich für die Betäubung ohne Nadeln entscheiden.

Setzt die Wirkung des Betäubungsmittels ein, werden die Haarfollikel aus dem Spenderbereich mit einer Hohlnadel entnommen. Sie sollten davon nichts spüren. Der Arzt kann das Betäubungsmittel nachspritzen, wenn Sie Schmerzen spüren. Im Transplantationsbereich werden die Kanäle für die Aufnahme der Haarfollikel gestochen. Nun können die entnommenen Haarfollikel eingepflanzt werden. Angstpatienten befürchten oft die Schmerzen nach der Haarverpflanzung. Bei der Haarverpflanzung für Angstpatienten, aber auch bei anderen Patienten sind Schmerzen nach der Haartransplantation normal. Mit einer Schmerztablette können Sie diese Schmerzen lindern.

Die Betäubung ohne Nadeln

Die Betäubung ohne Nadeln ist eine wichtige Entwicklung für Angstpatienten, speziell für Patienten mit Nadelphobie. Das Betäubungsmittel wird mit einem Hochdrucksystem in die Kopfhaut gepresst. Dabei erfolgen keine Einstiche. Diese Methode kommt nicht nur Angstpatienten entgegen, sondern sie zeichnet sich auch durch ein geringeres Infektionsrisiko aus, da keine Einstiche erfolgen. Bei der Haartransplantation für Angstpatienten verspüren Sie bei der Betäugung nur einen leichten Druck auf dem Kopf.

Das Betäubungsmittel kann auf die gleiche Weise dosiert werden wie bei der Betäubung mit Nadeln. Sollten Sie bei der Entnahme der Haarfollikel Schmerzen verspüren, sollten Sie das dem Arzt sagen. Er kann auch bei der Betäubung ohne Nadeln das Betäubungsmittel nachdosieren. Möchten Sie von der Haartransplantation nichts spüren, ist jederzeit eine Sedierung möglich, bei der Sie in einen Dämmerschlaf versetzt werden.

Sedierung bei der Haarverpflanzung für Angstpatienten

Eine Sedierung wird nicht nur bei der Eigenhaarverpflanzung angewendet. Sie kann auch bei verschiedenen Untersuchungen wie der Magenspiegelung oder Darmspiegelung sowie beim Zahnarzt verwendet werden. Das Sedativum wird zumeist in die Armvene gespritzt. Es kann jedoch auch inhaliert werden. Da die Haarverpflanzung mehrere Stunden dauert, wird das Sedativum zumeist als Infusion verabreicht. Die Sedierung wird von einem Anästhesisten überwacht. Die Sedierung ist gut verträglich und wird bereits bei Säuglingen angewendet. Sie ist also sehr sicher. Die Atmung wird bei der Sedierung reduziert.

Bei der Haartransplantation für Angstpatienten ist das Risiko bei einer Sedierung äußerst gering. Der Zustand des Bewusstseins ist abhängig von der Dosierung des Sedativums und von der körperlichen Verfassung des Patienten. Der Patient wird schläfrig und etwas benommen. Das Zentralnervensystem wird gedämpft. Die Reaktionsfähigkeit ist beeinträchtigt. Während einige Patienten während der Sedierung ansprechbar sind und auf Fragen antworten können, schlafen andere Patienten tief und fest. Auch wenn Sie ansprechbar sind, verspüren Sie während der Sedierung keine Schmerzen.

Was Sie bei der Haarverpflanzung für Angstpatienten mit Sedierung beachten sollten

Entscheiden Sie sich für eine Haarverpflanzung mit Sedierung, sollten Sie das vor der Operation dem Arzt mitteilen. Es ist jedoch auch möglich, noch zu sedieren, wenn die Operation bereits im Gange ist und Sie Schmerzen verspüren oder Ihnen der Ablauf des Eingriffs unangenehm ist. Der Arzt führt vor der Operation ein Gespräch mit Ihnen und erläutert Ihnen den Ablauf. Sie sollten Ihn auf Ihre Ängste hinweisen. Er wird Ihnen die Haartransplantation für Angstpatienten mit der nadelfreien Betäubung oder eine Sedierung vorschlagen. Der Arzt befragt Sie auch zu Allergien und Unverträglichkeiten, Einnahme von Medikamenten, Vorerkrankungen und Lebensumständen.

Entscheiden Sie sich für eine Sedierung, wird der Anästhesist das Sedativum abhängig von

  • Ihrer körperlichen Verfassung
  • Ihrem Körpergewicht
  • Ihrem Alter

dosieren. Während des Eingriffs kann das Sedativum nachdosiert werden.

Die Sedierung ist keine Narkose, doch sind Sie für 24 Stunden nach der Sedierung nicht geschäftsfähig. Sie benötigen Ruhe und sollten sich nach dem Eingriff abholen oder ins Hotel fahren lassen. Ein Klinikaufenthalt ist bei der Haarverpflanzung für Angstpatienten nicht erforderlich. Wird der Eingriff in der Türkei ausgeführt, sind Sie vor und nach der Haartransplantation im Hotel untergebracht.

Haartransplantation für Angstpatienten – auf die sanfte Tour

Die Haarverpflanzung mit der FUE-Methode wurde inzwischen weiterentwickelt, sodass sie schonender verläuft und der Heilungsprozess schneller erfolgt. Eine Variante, die sich gut für Angstpatienten eignet, ist die DHI-Methode. DHI ist die Abkürzung für Direct Hair Implantation. Die Haare werden vom Hinterkopf entnommen. Diese Methode eignet sich, wenn nur kleine Stellen aufgefüllt werden müssen, beispielsweise Geheimratsecken oder ein zurückweichender Haaransatz.

In diesem Fall muss nur der Entnahmebereich der Haare rasiert werden. Die Entnahmestelle kann mit vorhandenen Haaren überdeckt werden. Die Haare werden so wie bei der klassischen FUE-Methode mit der Hohlnadel entnommen und in einer Nährlösung aufbewahrt. Im Transplantationsbereich müssen die Haarwurzelkanäle bei dieser Methode nicht separat geöffnet werden. Die Kanäle werden im selben Arbeitsgang geöffnet, wie die Haarfollikel implantiert werden.

Bei dieser Haarverpflanzung für Angstpatienten werden die Haarfollikel mit dem CHOI-Implanter eingesetzt. Die Vorteile für den Patienten:

  • sehr hohe Anwuchsquote
  • weniger Rötungen auf der Kopfhaut
  • geringe Krustenbildung
  • Heilung innerhalb von 10 Tagen
  • natürliches Haarbild, da die Haare in Wuchsrichtung implantiert werden.

Müssen größere Bereiche aufgefüllt werden, erfolgt eine Rasur des gesamten Kopfes. Die Haarverpflanzung kann auch in mehreren Sitzungen mit einem Abstand von mehreren Monaten erfolgen.

Keine Angst vor den Schmerzen

Viele Angstpatienten fürchten sich nicht nur vor der eigentlichen Operation, sondern auch vor den Schmerzen danach. Bei der Haartransplantation für Angstpatienten müssen Sie sich nicht fürchten, da Sie ein Schmerzmittel bekommen. Sie müssen in den ersten Nächten auf einem Nackenkissen schlafen, damit der Kopf nicht mit dem Kopfkissen in Berührung kommt. Entscheiden Sie sich für eine sanfte Methode, verspüren Sie mit dem Schmerzmittel so gut wie keine Schmerzen.

Fazit: Auch Angstpatienten können eine Haarverpflanzung vornehmen lassen

Eine Haartransplantation ist auch für Angstpatienten geeignet. Die Betäubung kann ohne Nadeln mit einem Hochdrucksystem erfolgen. Haben Sie bereits Angst vor der Atmosphäre im OP-Saal, kann die Haarverpflanzung für Angstpatienten mit Sedierung erfolgen. Nach dem Eingriff erhalten Sie ein Schmerzmittel. Die DHI-Methode erfolgt schonend und eignet sich für Angstpatienten.

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