Haartransplantation Techniken

Haartransplantation Techniken – viele Wege zu neuem Haar

Für viele Menschen, die unter Haarausfall und größeren kahlen Stellen auf dem Kopf leiden, ist die Haartransplantation der einzige Weg, um wieder zu mehr Attraktivität und Lebensqualität zu gelangen. Die neuen Haartransplantation Techniken sind schonend und überzeugen mit einer schnellen Heilung sowie einem natürlichen Ergebnis. Viele Haartransplantation Methoden können bei mehreren Formen von Haarausfall angewendet werden.

Zählt zu den modernsten Haartransplantation Techniken: CHOI Technik

Eine der modernsten Techniken der Haartransplantation ist die CHOI Technik. Sie basiert auf der FUE-Methode. Die Entnahme der Haare erfolgt bei der CHOI-Methode zumeist nur vom Hinterkopf, da die Haare dort am robustesten sind und nur selten ausfallen. Die Entnahmestelle der Haare muss rasiert werden.

Der Spenderbereich und der Empfängerbereich der Haare werden örtlich betäubt. Mit einer Hohlnadel erfolgt die Entnahme der Haarfollikel aus dem Spenderbereich. Die entnommenen Haarfollikel müssen in einer Nährlösung aufbewahrt werden, bevor die Transplantation erfolgt. Anders als bei der FUE-Methode ist bei der CHOI-Methode keine separate Öffnung der Haarwurzelkanäle erforderlich.

Die Haarwurzelkanäle werden mit dem CHOI-Implanter geöffnet. Im selben Arbeitsgang erfolgt das Einsetzen der Haarfollikel in Wuchsrichtung und im entsprechenden Austrittswinkel. Die Krustenbildung und die Rötungen auf dem Kopf sind aufgrund der winzig kleinen Verletzungen bei der CHOI-Methode nur gering.

Die CHOI Technik gehört zu den Haartransplantation Methoden mit der schnellsten Heilung. Die Rötungen und Krusten sind etwa nach zehn Tagen abgeheilt. Die Methode überzeugt mit einer hohen Haardichte und einem natürlichen Ergebnis. Sie eignet sich vor allem, wenn nur kleinere Bereiche wie Geheimratsecken oder ein zurückweichender Haaransatz aufgefüllt werden müssen.

DHI Technik – die direkte Haarimplantation

DHI ist die Abkürzung für Direct Hair Implantation. Es handelt sich um eine andere Bezeichnung für die CHOI-Technik. Die Haarentnahme erfolgt vom Hinterkopf. Der Spenderbereich wird rasiert, bevor der Patient eine örtliche Betäubung in Spender- und Empfängerbereich enthält.

Mit einer Hohlnadel werden aus dem Spenderbereich Haarfollikel entnommen, die dann in eine Nährlösung eingelegt werden. Die Haarkanäle im Empfängerbereich müssen nicht separat geöffnet werden. In einem Arbeitsgang erfolgen das Öffnen der Haarkanäle und das Einsetzen der Haare mit dem CHOI-Implanter. Diese Technik hat einige Vorzüge:

  • schnelle Heilung, da nur kleine Einstiche erforderlich sind
  • natürliches Ergebnis und hohe Haardichte, da die Haarfollikel in Wuchsrichtung eingesetzt werden
  • geringe Bildung von Rötungen und Krusten
  • keine Narbenbildung im Empfängerbereich.

Als eine der fortschrittlichsten Haartransplantation Techniken eignet sich die DHI-Technik für verschiedene Formen von Haarausfall, beispielsweise für erblich bedingten Haarausfall, mechanischen Haarausfall, kreisrunden Haarausfall und einige Formen von vernarbendem Haarausfall. Diese Technik erfordert mehr Zeit als die klassische FUE-Methode, weshalb sie besonders zum Auffüllen kleinerer Bereiche geeignet ist. Um größere Bereiche aufzufüllen, kann die DHI-Technik in mehreren Sitzungen im Abstand von mehreren Monaten erfolgen.

FUE DIAMANT Technik – Haarverpflanzung mit höchster Präzision

Eine der präzisesten Haartransplantation Methoden ist die FUE DIAMANT Technik. Sie basiert auf der klassischen FUE-Technik, doch ist sie noch präziser und schonender für den Patienten. So wie bei der klassischen FUE-Methode (Follicular Unit Extraction) muss der Kopf rasiert werden. Der Spenderbereich und der Empfängerbereich werden örtlich betäubt. Aus dem Spenderbereich werden mit einer Hohlnadel Grafts entnommen, die aus einem oder mehreren Haarfollikeln bestehen.

Diese Grafts werden in einer Nährlösung aufbewahrt. Der Unterschied dieser Methode zur klassischen FUE-Methode besteht darin, dass die Haarwurzelkanäle nicht mit Edelstahl- oder Titanklingen, sondern mit Diamantklingen geöffnet werden. Der Diamant ist durch eine besondere Schärfe, Härte und Reinheit gekennzeichnet.

Daher ist die FUE-Diamant-Technik eine der Haartransplantation Techniken mit dem präzisesten Ergebnis. Die Haarfollikel können dicht beieinander eingesetzt werden, was zu einer hohen Haardichte führt. Da dank der Diamantklingen nur kleine Schnitte erforderlich sind, heilen die Transplantationsbereiche schnell und ohne Narben ab.

Aufgrund der hohen Reinheit der Diamantklingen ist die FUE-Diamant-Technik gut für Allergiker geeignet. Die FUE DIAMANT Technik eignet sich bei erblich bedingtem Haarausfall, mechanischem Haarausfall, kreisrundem Haarausfall, einigen Formen von vernarbendem Haarausfall und bei diffusem Haarausfall.

Die FUE GOLD Technik – eine der schonendsten Haartransplantation Methoden

Zu den für den Patienten schonendsten Haartransplantation Techniken gehört die FUE GOLD Technik. Sie ist eine Weiterentwicklung der FUE-Technik und unterscheidet sich von der klassischen FUE-Technik nur darin, dass die Hohlnadeln und Klingen nicht aus Edelstahl oder Titan, sondern aus Gold bestehen. Sie sind besonders rein, sehr scharf und gut verträglich. Aufgrund der Gold-Instrumente ist diese Methode gut für Allergiker geeignet.

Nachdem der Kopf rasiert wurde, erhält der Patient Spritzen mit örtlichem Betäubungsmittel in den Spender- und den Empfängerbereich. Mit goldenen Hohlnadeln werden die Haarfollikel aus dem Spenderbereich entnommen. In einer Nährlösung werden die Haarfollikel aufbewahrt, bis sie transplantiert werden. Im Transplantationsbereich werden die Haarkanäle mit Klingen aus Gold geöffnet, bevor die Haarfollikel implantiert werden.

Die Haartransplantation mit der FUE-Gold-Methode eignet sich für Patienten mit erblich bedingtem Haarausfall, kreisrundem Haarausfall, diffusem Haarausfall und mechanischem Haarausfall. Sie kann auch bei einigen Formen von vernarbendem Haarausfall genutzt werden. Da mit den Goldklingen feine Schnitte möglich sind, ist eine schnelle Heilung gewährleistet. Die Methode erlaubt eine hohe Haardichte und ein natürliches Ergebnis.

FUE Technik – die klassische Form der Haartransplantation

Die FUE Technik gehört zu den am häufigsten angewendeten Haartransplantation Techniken. Sie wird in jeder Haarklinik angeboten und wurde als Alternative zur FUT-Technik entwickelt, da sie für den Patienten eine geringere Belastung bedeutet und schonender ist. Der Kopf wird rasiert.

Der Patient bekommt das örtliche Betäubungsmittel in den Spenderbereich und den Transplantationsbereich gespritzt. Grafts, die aus einem oder aus mehreren Haarfollikeln bestehen, werden mit einer Hohlnadel aus dem Spenderbereich entnommen. Die Entnahmestellen müssen nicht vernäht werden und heilen ohne Narben ab.

Die entnommenen Haarfollikel werden in einer Nährlösung eingelegt. Im Transplantationsbereich werden die Haarwurzelkanäle mit einem Skalpell geöffnet. Die entnommenen Haarfollikel werden eingesetzt. Etwa nach 14 Tagen heilen die Rötungen und Krusten im Entnahme- und Transplantationsbereich ab.

Für die FUE Methode gibt es inzwischen weiterentwickelte Haartransplantation Methoden, die noch schonender sind und ein noch besseres Ergebnis ermöglichen. Die FUE-Technik eignet sich für zahlreiche Formen von Haarausfall, beispielsweise erblich bedingten Haarausfall, mechanischen Haarausfall, kreisrunden Haarausfall und diffusen Haarausfall. Auch bei einigen Formen von vernarbendem Haarausfall ist sie geeignet.

FUT-Technik – die Haartransplantation mit der Streifentechnik

FUT ist die Abkürzung für Follicular Unit Transplantation. Diese Methode wird auch als Streifentechnik bezeichnet. Sie wird nicht in jeder Haarklinik angeboten, da es inzwischen schonendere Haartransplantation Techniken gibt. Bei der FUT-Technik muss nur der Entnahmebereich der Haare rasiert werden. Vom Hinterkopf wird ein Streifen der behaarten Kopfhaut entnommen, der ungefähr einen Zentimeter breit ist und bis zu 20 Zentimeter lang sein kann.

Die Entnahmestelle muss vernäht werden. Ein entscheidender Nachteil dieser Methode gegenüber anderen Haartransplantation Methoden ist die bleibende Narbe. Stört Sie die Narbe, können Sie sie, wenn sie gut verheilt ist, mit der FUE-Technik mit Haaren auffüllen lassen. Der entnommene Hautstreifen wird in Grafts zerlegt. Diese Grafts werden in einer Nährlösung aufbewahrt. Im Transplantationsbereicht werden die Haarwurzelkanäle mit einem Skalpell geöffnet.

Die zuvor gewonnenen Grafts werden in die Haarwurzelkanäle eingesetzt. Die Methode wird hin und wieder von Männern und Frauen gewählt, die sich an der Rasur des Kopfes bei anderen Haartransplantation Techniken stören und ihr Haar gern etwas länger tragen. Sie eignet sich bei erblich bedingtem Haarausfall, bei kreisrundem Haarausfall und bei mechanischem Haarausfall, wenn am Hinterkopf genügend Haare vorhanden sind.

PERKUTAN Technik – Haartransplantation mit sehr hoher Anwuchsrate

Zu den Haartransplantation Methoden mit den höchsten Anwuchsraten gehört die PERKUTAN Technik, die auf der FUE-Methode basiert und eine Weiterentwicklung darstellt. Bei dieser Technik wird mit sehr feinen Instrumenten gearbeitet. Sie verlangt viel Fingerspitzengefühl und sollte daher nur von sehr erfahrenen Ärzten angeboten werden.

Die Haare werden im Entnahmebereich gekürzt. Der Entnahmebereich und der Transplantationsbereich werden örtlich betäubt. Mit einem dünnen Hohlbohrer werden Haarfollikel aus dem Spenderbereich entnommen. Der Arzt prüft die entnommenen Haarfollikel sorgfältig, um nur die gesündesten und kräftigsten Haarfollikel zu transplantieren.

Zur Aufnahme der Haarfollikel werden im Transplantationsbereich sehr feine, kreisförmige Öffnungen gestochen. Die Haarfollikel werden in Wuchsrichtung und im entsprechenden Austrittswinkel in die Öffnungen eingesetzt. Diese Methode überzeugt gegenüber vielen anderen Haartransplantation Techniken mit

  • geringerer Bildung von Rötungen und Krusten
  • höherer Anwuchsrate
  • höherer Haardichte aufgrund der feinen Nadeln
  • natürlichem Ergebnis, da die Haare in Wuchsrichtung eingesetzt werden
  • schnellerer Heilung, da nur sehr kleine Wunden entstehen.

Die PERKUTAN Methode eignet sich bei verschiedenen Formen von Haarausfall. Sie kann bei erblich bedingtem Haarausfall, kreisrundem Haarausfall, mechanischem Haarausfall und einigen Formen von vernarbendem Haarausfall angewendet werden. Sie eignet sich auch bei diffusem Haarausfall, wenn im Spenderbereich genügend Haare vorhanden sind.

ROBOTER Technik – eine der effizientesten Haartransplantation Methoden

Zu den effizientesten Haartransplantation Techniken gehört die ROBOTER Technik als Weiterentwicklung der FUE-Methode. Da die Haarentnahme vom Hinterkopf erfolgt, muss der Hinterkopf rasiert werden. Spender- und Transplantationsbereich werden örtlich betäubt.

Der Arzt positioniert auf dem Spenderbereich einen Rahmen, in dem der Roboterarm die Haarfollikel entnimmt. Der Roboter scannt die Kopfhaut und berechnet die Zahl der Haarfollikel, die entnommen werden können. Pro Quadratzentimeter Kopfhaut können nur 15 bis 20 Prozent der Haarfollikel entnommen werden.

Der Roboter stanzt die Haarfollikel aus und ermittelt dabei die Wuchsrichtung und den Austrittswinkel. Für weitere Haarentnahmen muss der Rahmen versetzt werden. Der Arzt prüft die entnommenen Haarfollikel auf Qualität, um nur die kräftigsten Haarfollikel zu verwenden, die in eine Nährlösung eingelegt werden.

Im Transplantationsbereich werden die Haarwurzelkanäle geöffnet. Die entnommenen Haarfollikel werden in Wuchsrichtung und im richtigen Austrittswinkel eingesetzt. Diese Methode eignet sich bei erblich bedingtem, mechanischem und kreisrundem Haarausfall sowie bei einigen Formen von vernarbendem Haarausfall.

SAPHIR Technik – eine Technik mit hoher Präzision

Die SAPHIR Technik gehört zu den Haartransplantation Methoden mit der höchsten Präzision und basiert auf der FUE-Methode. Genau wie bei der klassischen FUE-Methode wird der Kopf rasiert. Der Patient erhält Spritzen mit dem Betäubungsmittel in Spender- und Empfängerbereich. Die Haarfollikel werden mit Hohlnadeln aus dem Spenderbereich entnommen und in einer Nährlösung aufbewahrt.

Anders als bei der klassischen FUE-Methode werden die Haarwurzelkanäle im Transplantationsbereich nicht mit Klingen aus Titan oder Edelstahl, sondern mit Saphirklingen geöffnet. Die V-förmigen Saphirklingen ermöglichen kleinere und präzisere Schnitte. Die entnommenen Haarfollikel werden in die Schnitte eingesetzt.

Das Einsetzen der Haarfollikel erfolgt in Wuchsrichtung und im entsprechenden Austrittswinkel. Gegenüber der klassischen FUE-Methode überzeugt die Saphir-Methode mit einer höheren Haardichte, einem natürlicheren Ergebnis, einer höheren Anwuchsrate und einer schnelleren Wundheilung.

Die Methode ist aufgrund der guten Verträglichkeit und der hohen Reinheit der Saphir-Klingen gut für Allergiker geeignet. Sie kann bei erblich bedingtem, kreisrundem, vernarbendem und mechanischem Haarausfall angewendet werden.

SDHI Technik – ausgereifte Methode mit hervorragendem Ergebnis

Zu den schonendsten und fortschrittlichsten Haartransplantation Techniken gehört die SDHI Technik. Diese Technik kombiniert die DHI-Methode und die Saphir-Methode, um die Vorteile beider Methoden zu nutzen. Der Entnahmebereich der Haare muss rasiert werden. Der Patient erhält Betäubungsspritzen in den Entnahmebereich und in den Spenderbereich.

Die Haarfollikel werden mit einer Hohlnadel entnommen und in eine Nährlösung eingelegt. Da die Saphir-Methode eine noch präzisere Arbeit als die DHI-Methode ermöglicht, werden die ersten drei Reihen an der Haarlinie mit der Saphir-Methode ausgeführt. Mit Saphirklingen werden dort die Haarwurzelkanäle geöffnet.

Die Haarfollikel werden mit Saphirklingen in Wuchsrichtung eingesetzt. Danach wird mit der DHI-Methode weitergearbeitet. Mit dem CHOI-Implanter werden die Haarwurzelkanäle geöffnet und die Haarfollikel eingesetzt. Diese Methode überzeugt mit einer besonders natürlich wirkenden Haarlinie und einer hohen Haardichte.

Die Anwuchsrate ist hoch. Da es bei dieser Methode auf Präzision an der Haarlinie ankommt, kann die SDHI Technik bei Stirnglatze und Geheimratsecken bei erblich bedingtem Haarausfall sowie bei vernarbendem Haarausfall mit zurückgewichenem Haaransatz angewendet werden.

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