Haarausfall lässt Sie unterschiedliche Mittel probieren. Meist gelangt auch das Haarwuchsmittel Minoxidil auf Ihre Agenda, da es aufgrund seiner Wirkung und seiner guten Verträglichkeit geschätzt und empfohlen wird. Wenn Sie sich letztendlich für eine Haarimplantation entscheiden, stehen Sie allerdings vor einer äußerst wichtigen Frage.

Kann Minoxidil nach der Haartransplantation weiter genutzt werden und was passiert, wenn Sie das Haarwuchsmittel ohne vorherige Reduzierung der Dosis absetzen? Das Team um Dr. Balwi informiert Sie ausführlich zur Anwendung von Haarwuchsmitteln wie Minoxidil im Zusammenhang mit einer Haarverpflanzung.

Denn nicht nur nach der Transplantation, sondern auch vorab sollten Sie die Verwendung des Haarwuchsmittels langsam reduzieren. Ein vollständiger Verzicht der Behandlung ist nach einer Eigenhaarimplantation nicht nötig, da sich Miloxidil vorteilhaft auf die Kräftigung und damit auf die Heilung der verpflanzten Follikel und Ihr Haar im Spenderbereich auswirkt.

Minoxidil nach der Haartransplantation strikt nach Arztanweisung anwenden

Viele Patienten gehen davon aus, dass sie Minoxidil nach der Haarverpflanzung nicht mehr verwenden sollten. Langfristig betrachtet werden Sie das Haarwuchsmittel postoperativ auch nicht benötigen. Dennoch sollten Sie die Anwendung nicht abrupt beenden, da sich dieser Umstand nachteilig auf die Heilung des Spenderbereichs auswirkt und auch die Anwachszeit Ihrer verpflanzten Haarfollikel beeinflussen kann.

Halten Sie sich strikt an die Anweisung des Arztes, der Sie schon im ersten Vorgespräch ausführlich über die Nachbehandlung mit Minoxidil berät und Ihnen wichtige Tipps zur Nachsorge gibt. Wenn Sie das Haarwuchsmittel viele Monate oder gar Jahre verwendet haben, hat sich Ihr Körper an die Ingredienzen gewöhnt. Setzen Sie dieses Mittel nun ab und entwöhnen Ihren Körper nicht langsam, können die Haarfollikel in einen Schockzustand geraten und ausfallen.

Mit Ihrer Entscheidung zum Eigenhaarimplantat möchten Sie effektiv und dauerhaft gegen den Haarverlust vorgehen. Das Ergebnis ist sicher, wenn Sie alle Informationen zur Vorbereitung und zur Nachbehandlung folgen. Dazu gehört auch, dass Sie die Verwendung des Haarwuchsmittels Minoxidil nicht von einem Tag auf den Anderen abbrechen und Ihrer Kopfhaut wichtige Ingredienzen entziehen, an die sie sich durch die langfristige Behandlung bereits gewöhnt hat.

Da Sie perspektivisch kein Haarwuchsmittel mehr benötigen, rät Ihnen das Behandlungsteam zu einer langsamen “Entwöhnung” mit täglicher Reduzierung der angewandten Menge an Haarwuchsmittel. Je nach Empfehlung können Sie Minoxidil nach einem Eigenhaarimplantat im Zeitraum von sechs Monaten bis zwei Jahren anwenden.

Darüber hinaus verliert das Haarwuchsmittel an Wirksamkeit, so dass Sie es ohne Bedenken vollständig absetzen können. Vorab haben Sie die Dosis und die Intervalle der Anwendung längerfristig reduziert und sind den Anweisungen Ihres behandelnden Arztes gefolgt.

Vor und nach der Haarverpflanzung: Haarwuchsmittel systematisch und nicht ad hoc absetzen

Weder vor, noch nach der Haarverpflanzung sollten Sie Ihrem Körper eine gravierende Veränderung zumuten. Dazu gehört auch die Anwendung von Minoxidil. Bei einer abrupten Absetzung von Minoxidil nach der Haarverpflanzung können die im Spenderbereich verbliebenen Haare in größerer Menge ausfallen.

Auch der Empfängerbereich bleibt nicht unberührt, da sich Ihre Kopfhaut an die Behandlung mit Haarwuchsmittel gewöhnt hat. Die Eigenhaarimplantation wird schonend und mit modernsten Techniken vorgenommen. Gerade in den ersten Wochen der Heilungsphase spielt die Durchblutung Ihrer Kopfhaut eine wichtige Rolle. Minoxidil ist das erste zugelassene Haarwuchsmittel, das sich nachweislich durchblutungsfördernd auswirkt und aus diesem Grund auch ideal als begleitende Behandlung nach einer Haartransplantation geeignet ist.

In der Aktivierung geschwächter Haarwurzeln erweist sich das Präparat als praktische Unterstützung mit follikelstärkender Wirkung. Ursprünglich wurde das Medikament mit gefäßerweiternder Wirkung zur Senkung des Blutdrucks entwickelt. Die Gefäßerweiterung führt zu einer Verstärkung der Durchblutung, die Haarausfall deutlich reduziert und somit auch nach einer Eigenhaarverpflanzung wichtig ist.

Im Gespräch mit dem Behandlungsteam erfahren Sie, warum Sie in perspektivischer Betrachtung auf ein Haarwuchsmittel verzichten können. Dennoch wird man Ihnen raten, Minoxidil nach einer Haarverpflanzung weiter zu verwenden und die Absetzung langfristig zu planen.

Auch wenn die haarwuchsfördernde Wirkung ursprünglich eine Nebenwirkung des Medikaments war, hat sich Minoxidil als erfolgserprobte Medikation bei Haarverlust etabliert. Um Ihnen das Risiko einer sofortigen Absetzung des Medikaments zu verdeutlichen, werden Sie durch das Behandlungsteam auf eine Verstärkung des Haarausfalls im Spender- und im Empfängerbereich hingewiesen.

Heilungsphase durch Minoxidil nach der Haarverpflanzung beschleunigen

Die Erweiterung der Gefäße erhöht die Nährstoffaufnahme Ihrer Haarfollikel. Die Telogenphase wird verkürzt und die Anagenphase, also die Wachstumsphase der Haarfollikel beschleunigt. Ihr transplantiertes Haar und das Haar im Spenderbereich wächst somit nicht nur schneller, sondern auch deutlich dichter als ohne Unterstützung.

Wen Sie hingegen Minoxidil nach der Haartransplantation absetzen, kann sich diese Entscheidung problematisch auf das Ergebnis der Eigenhaarverpflanzung auswirken. Im Vorgespräch werden Sie daher auch nach der Anwendung von Haarwuchsmitteln befragt und sollten ehrlich antworten, egal ob Sie Minoxidil oder ein anderes Präparat verwenden.

Nur in Kenntnis zu den von Ihnen genutzten Produkten kann das Behandlungsteam dahingehend beraten, ob ein Medikament nach der Haarimplantation weiter genutzt und in welchem Umfang es angewendet werden soll. Bei Minoxidil nach der Haarverpflanzung ist bekannt, dass es sich positiv auswirkt und die Bildung neuer Haare in stabiler Struktur begünstigt.

Eine abrupte Absetzung sollte somit gar nicht in Erwägung gezogen werden. Im Zeitraum der Heilung benötigt Ihre Kopfhaut Ruhe und die Behandlung mit den ärztlich empfohlenen Produkten. Dazu gehört Minoxidil, das Sie in langsamer Dosierungsreduktion nach dem minimalinvasiven Eingriff weiter verwenden.

Fazit: Minoxidil nach der Haartransplantation ist erlaubt und stärkt das Haar

Die meisten Patienten gehen davon aus, dass alle vor der Eigenhaarverpflanzung verwendeten Präparate postoperativ umgehend abgesetzt werden müssen. In vielen Fällen ist diese These richtig. Anders ist es bei Minoxidil. Nach der Haartransplantation fördert die weitere Verwendung die Genesung des Spenderbereichs und kann sich positiv auf die Entwicklung der implantierten Haarfollikel auswirken.

Wenn Sie das Präparat absetzen, kann es zur gegenteiligen Wirkung und damit zu Haarausfall kommen. Ärzte sind sich darüber einig, dass die haarwurzelstärkende Wirkung von Minoxidil nach der Implantation von Eigenhaar zum Vorteil wird. Haben Sie das Präparat vor einer Haartransplantation genutzt, verwenden Sie es nach den Anweisungen des Behandlungsteams weiter und setzen es erst ab, wenn sich Ihr Haarwuchs normalisiert hat.

Den richtigen Zeitpunkt erfahren Sie im Rahmen der Nachsorge. Einige Patienten können Minoxidil bereits nach sechs Monaten absetzen, während die Weiterbehandlung bei anderen Patienten für einen Zeitraum von zwei Jahren empfohlen wird. Generell sollten Sie wissen, dass es sich bei diesem Präparat um ein Medikament handelt, bei dem die haarwuchsfördernde Wirkung als Begleiterscheinung und nicht als Primärwirkungsspektrum entdeckt wurde. Dennoch ist der Erfolg nicht von der Hand zu weisen, wie sich in den Ergebnissen bei den meisten Anwendern von Minoxidil zeigt.