Eine Haartransplantation ist für viele Menschen mit Haarausfall die letzte Hoffnung, um wieder zu neuem Selbstbewusstsein zu gelangen. Da es sich um einen operativen Eingriff handelt, ist die Schwellung nach der Haartransplantation völlig normal. Mit dem richtigen Verhalten können Sie dazu beitragen, dass die Schwellung nach der Haarverpflanzung schnell wieder abklingt.

Die Schwellung nach der Haartransplantation und ihre Ursache

Eine Haartransplantation ist eine kosmetische Operation, die wieder zu mehr Lebensqualität und neuem Selbstbewusstsein verhelfen kann, wenn Sie unter großen kahlen Stellen auf dem Kopf leiden. Die Haartransplantation gehört zu den kosmetischen Eingriffen mit den geringsten Risiken. Da die Entnahme der Haare aus dem Spenderbereich und das Verpflanzen in den Empfängerbereich mit großen Schmerzen verbunden wären, kann die Haarverpflanzung nicht ohne örtliche Betäubung erfolgen.

Das Betäubungsmittel wird in den Spenderbereich und in den Empfängerbereich injiziert. Da die Operation bis zu acht Stunden dauern kann, muss das Lokalanästhetikum entsprechend dosiert werden. Nach der Entnahme der Haare aus dem Spenderbereich und dem Einsetzen der Haare im Transplantationsbereich sammelt sich Wundflüssigkeit an. Das ist völlig normal, genau wie die Rötungen und die Krustenbildung auf dem Kopf. Auch Schwellungen sind völlig normal.

Sie treten im Stirnbereich und an der Augenpartie auf. Auch auf dem Kopf kann es zu Schwellungen kommen. Das Lymphsystem ist aktiv, um mögliche Keime von der Kopfhaut wegzuspülen und Infektionen zu verhindern. Die Schwellungen können durch Lymphansammlungen und durch das Entweichen des Betäubungsmittels entstehen. Sie können je nach körperlicher Verfassung und nach Empfindlichkeit des Patienten stärker oder schwächer auftreten, aber auch völlig ausbleiben. Die Schwellung nach der Haarverpflanzung mag zwar lästig und unangenehm sein und ein kosmetisches Problem darstellen, doch ist sie harmlos.

Wie Sie die Schwellung vermeiden und zum Abklingen beitragen können

Mit dem richtigen Verhalten nach der Eigenhaarverpflanzung können Sie Schwellungen vermeiden oder dafür sorgen, dass sie nicht so stark auftreten. Nach der Haartransplantation sollten Sie

  • in den ersten drei Tagen ein Stirnband tragen
  • in den ersten fünf Nächten nur auf dem Rücken schlafen und ein Nackenkissen sowie eine Einmalunterlage verwenden
  • sich in den ersten Tagen nach dem Eingriff möglichst nicht nach vorn beugen und sich nicht bücken
  • in den ersten zwei Wochen körperliche Anstrengung vermeiden und keinen Sport treiben.

Schlafen Sie auf dem Rücken und beugen Sie sich nicht nach vorn, können Sie vermeiden, dass das Betäubungsmittel in die Richtung Ihres Gesichts wandert. Sie sollten auch das Schnäuzen der Nase vermeiden, da dadurch die Schwellung verstärkt werden könnte.

Das Stirnband können Sie in der Nacht abnehmen und nach drei Tagen weglassen. Die Schwellung nach der Haartransplantation kann nach zwei bis fünf Tagen von selbst verschwinden. Stört Sie die Schwellung, können Sie auch ein Entwässerungsmittel verwenden, das Ihnen der Arzt empfehlen kann.

Achten Sie auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr

Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr nach der Haarverpflanzung ist wichtig, damit sich Ihr Körper wieder regenerieren kann. Es kommt jedoch darauf an, was Sie trinken. Am Tag nach dem Eingriff sollten Sie auf Kaffee verzichten, da er die Durchblutung anregt und es zu Nachblutungen kommen könnte. Alkohol ist in den ersten zwei Wochen nach dem Eingriff tabu. Wasser ist am besten geeignet. Sie entscheiden, ob Sie Wasser mit oder ohne Kohlensäure trinken.

Sie sollten in den ersten Tagen täglich drei Liter Wasser zu sich nehmen. Wasser sorgt dafür, dass das Betäubungsmittel aus dem Körper geleitet wird. Die Schwellung nach der Haarverpflanzung kann mit ausreichender Flüssigkeitszufuhr schneller abklingen. Den Konsum von Salz sollten Sie in den ersten fünf Tagen nach dem Eingriff so weit wie möglich reduzieren.

Körperliche Anstrengung nach der Haarverpflanzung vermeiden

Bei körperlicher Anstrengung wie schwerem Heben und Tragen könnten die Schwellungen verstärkt werden. Der Heilungsprozess könnte sich bei starker körperlicher Anstrengung verzögern. Sie sollten nicht nur körperliche Arbeit vermeiden, sondern in den ersten zwei Wochen auch auf Sport und auf Sex verzichten. Es kann zu unkontrollierten Bewegungen und zu Stößen kommen, die das Anwachsen der Haare beeinträchtigen und zu Schwellungen führen könnten.

Bei körperlicher Anstrengung schwitzen Sie. Der Schweiß kann zum Aufweichen der Krusten an den Entnahme- und Transplantationsstellen sowie zu Infektionen führen. Die Schwellung nach der Haartransplantation kann bei körperlicher Anstrengung nicht abklingen udn kann verstärkt werden.

Der Heilungsprozess nach der Haarverpflanzung

In den ersten Tagen nach der Eigenhaarverpflanzung kann es zu Schwellungen kommen, die spätestens nach fünf Tagen wieder abgeklungen sein sollten. Genauso normal wie die Schwellungen ist der Juckreiz in den ersten Tagen. Trotzdem sollten Sie nicht kratzen, da die transplantierten Haare ausgerissen werden könnten und es zu Infektionen kommen könnte. Abhängig von der Methode der Haarverpflanzung klingen die Rötungen nach 10 bis 14 Tagen ab. Krusten sollten nach 10 bis 14 Tagen abfallen.

Um das Anwachsen der Haare zu fördern, sollten Sie in der ersten Woche den Transplantationsbereich immer feucht halten. Sie erhalten dazu in der Klinik ein Feuchtigkeitsspray. Die Haare können Sie zwei Tage nach dem Eingriff zum ersten Mal waschen. Bevor Sie sich die Haare waschen, tragen Sie eine Lotion auf. Diese Lotion sollte 45 Minuten lang einwirken. Sie kann die Schwellung nach der Haarverpflanzung lindern, doch sollten Sie beim Auftragen nicht reiben. Die Lotion spülen Sie mit einem mittleren Druck und mit lauwarmem Wasser ab.

Das Spezialshampoo lassen Sie einige Minuten einwirken, bevor Sie es ausspülen. Die transplantierten Haare fallen nach zwei bis sechs Wochen aus. Das ist völlig normal, denn die Haarfollikel müssen sich regenerieren. Die Haare wachsen nach etwa drei Monaten wieder nach. Sie wachsen zuerst nur dünn, doch dann kräftigen sie sich im Laufe der Zeit. Abhängig davon, wie schnell Ihre Haare wachsen, können Sie nach 12 bis 18 Monaten das endgültige Ergebnis sehen.

Weniger Schwellungen mit der sanften Methode der Haartransplantation

Die Schwellung nach der Haartransplantation kann mit einer sanften Methode verringert werden. Das Betäubungsmittel kann mit einem Hochdrucksystem in die Kopfhaut gepresst werden. Dabei erfolgen keine Einstiche. Bei der Haarverpflanzung mit der DHI-Methode treten weniger Schwellungen auf, da in einem Arbeitsgang die Haarkanäle geöffnet und die Haarfollikel eingesetzt werden. Die Einstiche sind dabei kleiner.

Fazit: Schwellungen sind normal nach Haartransplantation

Eine Haartransplantation wird mit örtlicher Betäubung ausgeführt. Die Schwellung nach der Haartransplantation entsteht, wenn das Betäubungsmittel entweicht. Sie können die Schwellungen reduzieren, indem Sie ein Stirnband tragen und in den ersten Nächten auf dem Rücken schlafen. Um die Schwellung nach der Haarverpflanzung zu reduzieren, sollten Sie sich in den ersten Tagen nicht bücken und körperliche Anstrengung vermeiden. Mit Entwässerungstabletten und reichlichem Trinken können Sie zum Abklingen der Schwellungen beitragen.

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