Nach einer Haartransplantation freuen Sie sich über die neu gewonnene Haarpracht, die zu mehr Lebensqualität verhilft. Es ist völlig normal, dass die transplantierten Haare nach kurzer Zeit ausfallen. Sie wachsen jedoch wieder nach. Kommt es zu einem Shock Loss Haarausfall bei Haartransplantationen, können die Haare im Spenderbereich ausfallen. Ein Shock Loss Haarverlust bei Haartransplantationen kann auch den Empfängerbereich betreffen.

Shock Loss Haarausfall bei Haartransplantationen – die Möglichkeiten

Haben Sie eine Haarverpflanzung vornehmen lassen, freuen Sie sich, dass Sie endlich wieder schönes, volles Haar bekommen. Hat der Arzt nicht genügend aufgeklärt, kommt nach zwei bis sechs Wochen für die meisten Patienten der Schock: Die transplantierten Haare fallen wieder aus. Dieser Prozess vollzieht sich bei den einzelnen Patienten mehr oder weniger stark. Nur bei wenigen Patienten fallen die transplantierten Haare nicht aus. Die Haarfollikel haben während der Eigenhaartransplantation einige Strapazen erlitten:

  • sie wurden mit einer Hohlnadel entnommen
  • waren vom Körper getrennt und in einer Nährlösung eingelegt
  • wurden in den Empfängerbereich eingepflanzt.

Nun müssen sie sich erst regenerieren und verabschieden sich in die Ruhephase. Mit dem Nachwachsen der Haare können Sie nach etwa drei Monaten rechnen. Zuerst wachsen sie nur spärlich, doch dann wachsen sie immer dichter. Nach etwa 12 bis 18 Monaten sehen Sie das endgültige Ergebnis.

Ein Shock Loss kann bei einzelnen Patienten im Empfängerbereich, aber auch im Spenderbereich der Haare auftreten. Kommt es im Empfängerbereich zu einem Shock Loss, sind noch nicht genügend eigene Haare ausgefallen. Die transplantierten Haare wurden zu dicht an die vorhandenen Haare gesetzt. Auch eine zu starke Dosierung des Betäubungsmittels kann zu einem Shock Loss Haarverlust bei

Haartransplantationen führen. Zumeist kommt es jedoch im Spenderbereich zu einem Shock Loss. Die Kopfhaut reagiert auf die Entnahme der Haarfollikel. Ein Shock Loss kann am Patienten selbst liegen, doch kann er auch durch eine nicht fachgerechte Ausführung der Haartransplantation entstehen.

Shock Loss im Empfängerbereich

Kommt es zu einem Shock Loss im Empfängerbereich und sind nicht die transplantierten, sondern die noch vorhandenen Haare davon betroffen, wurde nicht fachgerecht gearbeitet. Ein erfahrener Arzt, der auf Haarverpflanzungen spezialisiert ist, erkennt, wann der richtige Zeitpunkt für die Haarverpflanzung gekommen ist. Im Empfängerbereich müssen erst entsprechend viele Haare ausgefallen sein. Werden die zu transplantierenden Haare zu dicht an den noch vorhandenen Haaren eingesetzt, kommt es zum Dense Packing. Die eingesetzten Haare können die vorhandenen Haarfollikel verdrängen und zu deren Absterben führen. Die ausgefallenen Haare wachsen dann zumeist nicht mehr nach. Damit Ihnen das nicht passiert, sollten Sie die Haarverpflanzung in einer zertifizierten Klinik von erfahrenen Ärzten ausführen lassen.

Shock Loss durch örtliche Betäubung

Ohne örtliche Betäubung kann eine Haarverpflanzung nicht erfolgen, da sie sonst zu schmerzhaft wäre. Bei der Lokalanästhesie wird eine Kochsalzlösung in die Kopfhaut gespritzt. Sie soll ein leichtes Abheben der Kopfhaut vom Knochen ermöglichen. Wird diese Kochsalzlösung zu stark angewendet, entsteht ein Gewebedruck. Die Durchblutung der Haarfollikel wird unterbrochen. Die Haarfollikel treten in die Ruhephase ein, sodass die Haare ausfallen. Das kann sowohl den Empfängerbereich als auch den Spenderbereich betreffen. Auch hier kann die Ursache in der nicht fachgerechten Ausführung liegen. Die Haare wachsen jedoch zumeist wieder nach, wenn sich die Haarfollikel wieder erholt haben.

Shock Loss im Spenderbereich

Häufig tritt der Shock Loss im Spenderbereich auf. Die Haare fallen um die Entnahmestellen herum aus. Die Eigenhaarverpflanzung wird heute in den meisten Fällen mit der FUE-Methode (Follicular Unit Extraction) ausgeführt. Neuartige Methoden der Haarverpflanzung basieren auf der FUE-Methode. Bei dieser Methode wird der Kopf rasiert. Als Spenderbereich dient zumeist der Hinterkopf, da dort die Haare am kräftigsten und dichtesten wachsen.

Mit einer Hohlnadel entnimmt der Arzt die zu transplantierenden Haarfollikel. Kommt es zu einem Shock Loss Haarausfall bei Haartransplantationen, kann das an einer empfindlichen Kopfhaut des Patienten liegen. Der Shock Loss kann jedoch auch durch eine nicht fachgerechte Ausführung durch

  • zu aggressives Ausstanzen der Haarfollikel und Verletzung der umliegenden Bereiche
  • Infektionen durch nicht sterile Instrumente oder unsauberes Arbeiten
  • zu dichte Entnahme der Haarfollikel

entstehen. Auch bei der Robotermethode, bei der es das Ziel ist, den Empfängerbereich nicht zu überernten, kann es hin und wieder zu einem Shock Loss Haarverlust nach Haartransplantationen kommen. Gelegentlich können Verletzungen durch den Roboterarm auftreten. Hat sich die Kopfhaut wieder erholt, wachsen die Haare wieder nach. Voraussetzung ist jedoch, dass die Haarfollikel nicht zu stark verletzt wurden und dass sie nicht absterben.

Trauma durch das Skalpell

Die FUT-Methode (Follicular Unit Extraction) wird heute nur noch selten angewendet, da sie den Patienten zu stark belastet. Vom Hinterkopf wird ein etwa einen Zentimeter breiter und bis zu 20 Zentimeter langer Streifen der Kopfhaut entnommen und dann in Grafts zerlegt. Da die Entnahmestelle vernäht wird, entsteht eine dauerhafte Narbe. Aufgrund der Verletzung der Kopfhaut kann ein Shock Loss Haarverlust bei Haartransplantationen entstehen. Die Haare im Bereich um den Schnitt fallen aus. Nicht immer wachsen die Haare wieder nach. Unschöne kahle Stellen bleiben zurück. Haben Sie eine Haarverpflanzung mit der FUE-Methode durchführen lassen und ist bei Ihnen ein Shock Loss eingetreten, können die kahlen Bereiche durch eine erneute Haarverpflanzung aufgefüllt werden.

Was Sie selbst gegen einen Shock Loss Haarausfall nach Haartransplantationen tun können

Mit dem richtigen Verhalten nach der Haartransplantation können Sie einem Shock Loss entgegenwirken. Auch wenn die Kopfhaut nach der Haarverpflanzung stark juckt, dürfen Sie nicht kratzen. Zum Schlafen benutzen Sie in den ersten Nächten ein Nackenkissen und eine Einwegunterlage. So verhindern Sie, dass der Kopf mit der Bettwäsche in Berührung kommt. Zum ersten Mal dürfen Sie sich 48 Stunden nach dem Eingriff die Haare waschen. Dazu verwenden Sie eine Lotion und ein Spezialshampoo.

Beim Waschen und Trocknen der Haare dürfen Sie nicht rubbeln. In den ersten zwei Wochen nach dem Eingriff dürfen Sie nicht rauchen und keinen Alkohol trinken. Sie sollten täglich etwa drei Liter Wasser trinken. Einem Shock Loss können Sie auch entgegenwirken, wenn Sie in den ersten beiden Wochen keinen Sport treiben und körperliche Anstrengung vermeiden. Bis zu vier Wochen nach dem Eingriff sollten Sie nicht in die Sauna und ins Solarium gehen.

Fazit: Shock Loss Haarverlust nach Haartransplantationen hat verschiedene Ursachen

Ein Shock Loss Haarausfall bei Haartransplantationen kann im Empfänger- und im Spenderbereich auftreten. Das kann an einer nicht fachgerechten Ausführung liegen, wenn die Haare im Empfängerbereich zu dicht gesetzt wurden oder bei der Entnahme der Haarfollikel im Spenderbereich Verletzungen aufgetreten sind. Mit der Wahl der richtigen Klinik können Sie dieses Problem vermeiden. Mit dem richtigen Verhalten nach der Haartransplantation tragen Sie selbst dazu bei, dass es nicht zum Shock Loss kommt.

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