Ihr Haar wird ohne den Griff zur Schere immer kürzer, sieht glanzlos und platt aus oder wirkt in der Scheitelregion und an den Schläfen wie abgeschnitten. So wie Ihnen geht es allen Menschen, die unter der Trichoklasie leiden und Haarbruch über das Normalmaß hinaus bemerken.

Wenn Haare ohne erkennbare äußere Einwirkung, beispielsweise durch einen strengen Zopf, einfach abbrechen, sollten Sie der Ursache auf den Grund gehen und sich nicht allein mit der Symptombehandlung beschäftigen.

Die Gründe für das bei Frauen und Männern gleichhäufig auftretende Symptom sind vielseitig und bedürfen einer selbstkritischen und ehrlichen Betrachtung Ihrer Lebens- und Ernährungsgewohnheiten.

Trichoklasie – Definition

Die Trichoklasie bezeichnet unnatürlich starken Haarbruch in gerader oder schräger Form. Das Haar kann waagerecht oder senkrecht und praktisch an jeder Länge brechen. Im Regelfall kündigt sich die Haaranomalie durch eine raue und glanzlose Haaroberfläche an.

In einigen Fällen, vor allem wenn der Haarbruch durch äußere Faktoren begünstigt wird, treten die Symptome akut und in starker Ausprägung auf. Das kann beispielsweise unmittelbar nach einer Coloration oder einer anderen chemischen Haarbehandlung der Fall sein.

Von Trichoklasien ist die Rede, wenn das Haar eine brüchige Struktur annimmt und ohne eigenes Zutun bricht. Dabei steht der Begriff nicht für entzündliche Veränderungen der Kopfhaut, sondern solitär für das Abbrechen und die Spaltung der Haare.

Innere und äußere Ursachen von Haarbruch

Die Ursachenforschung stellt Betroffene vor eine größere Herausforderung. Denn Haarbruch kann sowohl innere wie äußere Ursachen haben und ist nicht immer auf den ersten Blick zu entschlüsseln. Zu den inneren Einflüssen zählen Erkrankungen und Hormonschwankungen, bei denen der Bruch Ihrer Haare als Begleiterscheinung auftritt.

Auch eine vitaminarme Ernährung die zu Mangelerscheinungen führt kann das Phänomen begünstigen. Bei der Einnahme von Medikamenten kann es zu Veränderungen der Durchblutung Ihrer Kopfhaut und damit zu Vitalstoffmängeln kommen.

Auch hier bricht das Haar. Dem gegenüber stehen die äußeren Einflüsse wie straffe Frisuren, mechanische oder chemische Belastungen und Witterungseinflüsse. Trockene Heizungsluft kann Ihre Haarstruktur sichtlich schädigen und ist ein Hauptgrund für die vor allem in den Wintermonaten auftretende Trichoklasie.

Ist die Ursache in äußeren Einflüssen begründet, können Sie meist problemlos und schnell gegen die Gründe vorgehen und die Haarschäden bekämpfen.

Um der Angelegenheit wirklich auf den Grund zu gehen und die richtige Behandlung einzuleiten, sollten Sie sich einer dermatologischen Diagnostik unterziehen und eine Haaranalyse, sowie die Blutuntersuchung zum Ausschluss von Erkrankungen oder hormonellen Störungen vornehmen lassen.

Symptomatik

Das hauptsächliche Merkmal der Trichoklasie ist Haarbruch. Dieser kann einzelne Strähnen oder Ihre gesamte Kopfbehaarung und jede Haarlänge betreffen. Wenn sich Ihr Haar bei hoher Luftfeuchtigkeit kräuselt (Frizz), kann das ein erstes Anzeichen für unverhältnismäßigen und nicht mehr natürlichen Haarbruch sein.

Auch stumpfes und glanzloses Haar bedarf einer näheren Untersuchung und wird im Regelfall sichtbare Bruchstellen aufweisen. Eine starke Ausprägung der Haarstrukturschädigung führt dazu, dass das Haar kurz über der Kopfhaut bricht und kraftlos aus dem Follikel wächst.

Diese Form des Haarbruchs kann mit einer deutlichen Graufärbung, aber auch mit weiteren Struktur- und Formschäden einhergehen. Seltener führt Haarbruch zu Begleitsymptomen wie juckender oder angespannter Kopfhaut. Wenn Sie diese oder ähnliche Irritationen bemerken, kann eine Entzündung der Kopfhaut mit Beeinflussung der Haarfollikel vorherrschen.

Bei Nichtbehandlung kann es zu starkem Haarausfall mit dem Risiko der Glatzenbildung kommen. Die Symptome sind mit dem bloßen Auge wahrnehmbar, so dass Sie bereits im Anfangsstadium reagieren und Ihrem Haar die wichtigen Vitamine und Nährstoffe zuführen können.

Wenn sich die Symptome aufgrund einer Frisur oder chemischen Behandlungen zeigen, ist die Abstellung der Ursache der erste Schritt zur Verbesserung und letztendlichen Heilung des Haarwuchses ohne Anomalien.

Behandlungsmöglichkeiten

Die erfolgreiche Behandlung bedingt sich in der Diagnostik der Ursache. Wenn Ihr Haar aufgrund von Mangelerscheinungen bricht, können Sie mit der Umstellung Ihrer Ernährung effektiv gegen die Problematik vorgehen. Basiert die Trichoklasie in Ihrem Fall auf äußeren Einflüssen, führt die Abstellung dieser Mechanismen zum Erfolg.

Um eine Erkrankung als Grund für den Haarbruch zu behandeln, müssen Sie die Perspektive der Symptombetrachtung einnehmen und die Ursache in Erfahrung bringen. Häufig kommt es in Folge einer längeren Medikation, einer Infektion oder einer Diät zum brechen der Haare.

Auch der Wechsel aus Kälte und warmer Heizungsluft, zu heiße Haarwäschen und Hitzestylings können Ihre Haarstruktur schädigen. Setzen Sie bei der Behandlung immer ganzheitlich an und bedenken Sie, dass nur die Bekämpfung der Ursache für eine Beendigung der Symptome führt.

Wenn Sie bereits unter Haarausfall leiden, empfiehlt sich die Beratung in einer renommierten Haarklinik. Hier kommen die PRP Therapie oder im Bedarfsfall eine Eigenhaartransplantation als zusätzliche Behandlungsmaßnahmen in Frage.

Fazit | Trichoklasie – wenn das Haar wie abgeschnitten aussieht

Das Haar ist ein wichtiges Merkmal Ihrer ästhetischen und gesunden Ausstrahlung. Umso erschreckender ist die Erkenntnis, dass das Haar wie abgeschnitten aussieht und augenscheinlich ohne erkennbaren Anlass abbricht. Handeln Sie schnell und gehen der Ursache der Trichoklasie auf den Grund.

Je länger Sie warten und auf eine eigenständige Regulierung der Problematik warten, umso stärker verschlimmert sich die Anomalie und umso höher ist das Risiko für Haarschwund. Eine sprichwörtliche Heilung des Haarbruchs ist ausgeschlossen.

Für Ihre gepflegte Erscheinung und den neuen, dichten Haarwuchs ist ein Haarschnitt mit Entfernung der Bruchstellen sinnvoll. Ob Sie eine Haarverpflanzung benötigen oder ob die Follikel in Ihrer Kopfhaut unbeschädigt sind und von selbst neues Haar ausbilden, lässt sich in einer Haaranalyse konkret feststellen.

Eine erste Eindämmung des Haarbruchs nehmen Sie mit nährstoffreicher und sorgsamer Pflege, sowie einer besonders ausgewogenen und gesunden Ernährung vor. In vielen Fällen hilft vitaminreiche Kost und die Einnahme von Nahrungsergänzung dabei, weitere Bruchstellen zu vermeiden und das Problem der Haarschädigung zu verlangsamen.

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