Der Zyklus des Haarwachstums baut auf drei Phasen auf. Wenn eine der Phasen gestört ist, kann es zu vermehrtem Haarschwund und einer Veränderung in den Zyklen kommen. Der Haarwuchs funktioniert unabhängig vom Lebensalter, vom Geschlecht und von der Nationalität eines Menschen identisch.

Das Wachstum dauert zwischen zwei und sechs Jahren, dann kommt eine zweiwöchige Übergangsphase und letztendlich die Ruhephase, in der die Haarwurzel verkümmert und für den normalen Haarausfall sorgt. Alle Zyklen wiederholen sich, wodurch Sie bei normaler Funktion des Stoffwechsels und der Zellbildung keine Glatze bekommen und auch keinen erhöhten Haarausfall feststellen.

Wie funktioniert der Zyklus des Haarwachstums?

Im Folgenden erfahren Sie, wie sich die Phasen des Haarwuchses aufbauen und warum ein funktionierender Zyklus das Fundament für Ihre ästhetische Ausstrahlung mit vollem Haar ist. Prinzipiell regelt die Natur den Haarwuchs ganz automatisch. Doch sollten Sie nicht unterschätzen, dass es einige innere und äußere Einflüsse mit sichtbarer Wirkung auf die Haarfollikel gibt.

Ein sehr wichtiger Punkt ist die Ernährung. Der Haarwuchs basiert auf der Zellteilung, welche sich wiederum aus einem funktionierenden Stoffwechsel ergibt. Ehe Vitalstoffe und Sauerstoff zu den Haarwurzeln vordringen, werden die essenziell lebenswichtigen Organe Ihres Körpers versorgt und in diesen Bereich hat die Natur den menschlichen Haarwuchs nicht eingestuft.

Wenn Sie vitaminarm essen, unter hormonellen Ungleichgewichten oder sonstigen Einflüssen wie Stress leiden oder Medikamente einnehmen, können sich diese Umstände auf den normalen Ablauf der Zyklen Ihres Haarwuchses auswirken. Das Haarwachstum kommt zum Erliegen und Ihr unterversorgtes Haar fällt mit der Wurzel aus. Jedes Haar durchläuft im Normalfall alle drei Zyklen.

Jedes Follikel kann sich zwischen 10 und 30 Mal regenerieren, ehe es unwiderruflich ausfällt. Doch die Haarlänge und auch die Zykluswiederholungen sind in Ihren Genen programmiert und aus diesem Grund von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

Die Anagenphase: Das eigentliche Wachstum

Das ist die Phase, in der sich die meisten Haare mit einem Mal befinden. Bis zu 85 Prozent Ihrer Kopfhaare sind zum gleichen Zeitpunkt im Wachstum und damit in der Anagenphase. Dieser Zeitraum, der auch als aktiver Zyklus des Haarwachstumsbezeichnet wird, dauert je nach genetischer Grundlage zwischen zwei und sechs Jahren.

Das Haar wird im in der Kopfhaut befindlichen Follikel gebildet und gewinnt an Länge sowie an Dicke. Ist diese Phase beendet, hört das Haar auf zu wachsen und begibt sich in die nächste Phase.

Die Kathagenphase: Der Übergang in die Ruhephase

Als Kathagenphase werden die zwei Wochen bezeichnet, die zwischen der aktiven Wachstums- und der Ruhephase liegen. Ihr Haar durchläuft einen Prozess des Umbaus, in dem die Versorgung mit Vitalstoffen und die Zellteilung enden. Durch die nunmehr eingestellte Versorgung mit essenziellen wachstumsfördernden Stoffen schrumpft die Haarwurzel und verhornt letztendlich.

Nur maximal drei Prozent Ihrer Haare befinden sich gleichzeitig im Zyklus des Übergangs, der vor der Ruhephase und damit vor dem letzten Prozess im Leben eines Haares folgt.

Die Telogenphase: Der Stoffwechsel ruht und das Haar fällt aus

Das bereits verhornte Haar stellt sämtliche Stoffwechselaktivitäten ein und verkümmert vollständig. Dieser Prozess dauert je nach Grundvoraussetzung und Veranlagung bis zu drei Monaten und betrifft maximal vierzehn Prozent Ihrer Kopfhaare.

Wenn es im Zyklus Ihres Haarwachstums keine Störungen gibt, geht der Haarausfall direkt mit der Bildung eines neuen, in der Aktivitätsphase des Wachstums befindlichen Haares einher. Das neue Haar schiebt das im gleichen Follikel befindliche verhornte Haar heraus, was zu einem täglichen Kontingent von bis zu 100 verlorenen Haaren führt.

Das Haarwachstum als sich wiederholender Prozess

Die prozentuale Verteilung der im Wachstum, im Übergang und in der Ruhe befindlichen Haare zeigt auf, dass Sie unter normalen Umständen keine Glatze bilden können. Doch in der Realität sieht es anders aus, denn die von außen und von innen mögliche Beeinflussung des Haarwuchses kann die Prozentsätze verschieben. Auch Ihre genetische Veranlagung spielt eine Rolle, ob sich ein Haar zum Beispiel 10 Mal oder 30 Mal regeneriert.

Selbst die Haarlänge ist genetisch vordefiniert. In der Praxis ist Ihnen sicherlich aufgefallen, dass Menschen mit dichtem Haar häufig auch eine andere Haarlänge erreichen als Menschen, die von Natur aus unter dünnem und damit problematischem Haarwuchs leiden.

Eine Störung im Zyklus des Haarwachstums kann zur Verkürzung der Anagenphase mit einhergehender Beschleunigung der Ruhephase führen. Ist das der Fall, wie es zum Beispiel durch hormonelle Veränderungen oder bei genetischem Haarschwund sein kann, erreicht Ihr Haar nur eine kurze Länge und fällt frühzeitig aus. Schlimmstenfalls ist der Haarwuchs dann so gestört, dass eine Neubildung im Follikel ausbleibt und Ihr Kopf perspektivisch betrachtet verkahlt.

Fazit | Haarschwund als Folge von Störungen im Zyklus des Haarwachstums

Wie unsere Atmung gehört auch der Haarwuchs zu den Funktionen, um die Sie sich unter normalen Umständen nicht kümmern müssen. Die Natur regelt die Phasen und damit den Zyklus des Haarwachstums selbstständig und ohne Ihr persönliches Zutun. Dennoch können Sie einige Umstände beeinflussen, in dem Sie sich beispielsweise vitalstoffreich ernähren und Ihr Haar nach Möglichkeit ohne chemische Inhaltsstoffe pflegen.

Auch Ihre psychische Verfassung beeinflusst den Haarwuchs. Menschen die unter Stress leiden, neigen viel häufiger zu einer Störung der Haarwuchsphasen als Menschen, die ihr Leben in Ruhe und Entspannung genießen. Wenn die Prozesse gestört und Ihr Haarwuchs unwiderruflich geschädigt ist, können Sie mit einer Haartransplantation für Abhilfe und ein hilfreiches Mittel gegen die Glatze sorgen.

In unserer Gesellschaft ist dichtes und glänzendes Haar ein Merkmal der Attraktivität und damit eine essenzielle Grundlage Ihres Selbstbewusstseins. In einer renommierten Haarklinik werden Sie umfassend beraten und erfahren, ob ein Haartransplantat in Ihrem Fall eine Lösung, oder ob der Haarschwund mit anderen Methoden rückgängig zu machen ist.

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