Haarausfall kann Männer und Frauen betreffen und zu einem ernsthaften psychischen Problem werden, da er tüchtig am Selbstbewusstsein kratzt. Um einen Haarausfall erfolgreich zu behandeln, gilt es, die ersten Anzeichen von Haarausfallfrühzeitig zu erkennen. Sie sollten bei Anzeichen für Haarverlust einen Hautarzt konsultieren, der die entsprechende Behandlung einleiten kann.

Anzeichen für Haarausfall – wie Sie feststellen, ob Sie unter Haarausfall leiden

Sie können an verschiedenen Anzeichen erkennen, ob bei Ihnen ein Haarausfall vorliegt. Fallen über einen längeren Zeitraum täglich mehr als 100 Haare aus, handelt es sich um einen Haarausfall. Möchten Sie feststellen, ob Sie unter Haarausfall leiden, sollten Sie den Haarsammeltest durchführen. Sie sollten mindestens eine Woche lang täglich die ausgefallenen Haare sammeln und zählen.

Dazu zählen nicht nur die Haare in Kamm oder Bürste, sondern auch die Haare von der Kleidung, vom Kopfkissen und im Abfluss. Bemerken Sie zusätzlich kahle Stellen auf dem Kopf, liegt der eindeutige Beweis vor, dass es sich um Haarausfall handelt. Klarheit kann auch eine Zupfprobe bringen, bei der Sie eine Strähne mit etwa 60 Haaren zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen.

Ziehen Sie an den Haaren und fallen dabei ohne Schmerzen viele Haare aus, leiden Sie unter Haarausfall. Es muss allerdings nicht soweit kommen, denn mit verschiedenen Anzeichen kann sich schon vorher ein Haarverlust ankündigen.

Anzeichen, die auf einen beginnenden Haarausfall hindeuten

Ein Haarausfall kann sich mit verschiedenen Anzeichen ankündigen, bevor kahle Stellen auftreten:

  • Juckreiz der Kopfhaut: Juckt die Kopfhaut, ist das ein Zeichen dafür, dass sie nicht mehr genügend mit Nährstoffen versorgt wird. Das wirkt sich auf die Haarfollikel aus, die aufgrund der mangelnden Nährstoffversorgung die Haare abstoßen und vorzeitig in die Ruhephase eintreten.
  • Übermäßige Talgproduktion: Ob bei Ihnen eine übermäßige Talgproduktion vorliegt, können Sie feststellen, indem Sie mit den Fingern auf der Kopfhaut reiben. Sind die Finger schmierig oder ölig, ist das der Beweis für eine erhöhte Talgproduktion. Der überschüssige Talg verstopft die Haarfollikel und führt zum Absterben der Haare.
  • Schuppenbildung: Schuppen können bei trockener ebenso wie bei fettiger Kopfhaut auftreten. Die Schuppen signalisieren eine Zellveränderung und eine Verringerung der Abwehrkräfte der Kopfhaut. Die Schuppen können oft schon mit einem einfachen Mittel beseitigt werden, beispielsweise mit einem Anti-Schuppen-Shampoo oder mit einer Tinktur.
  • sich kräuselnde Haare am Hinterkopf: Haben Sie sonst glattes Haar und bilden sich am Hinterkopf Locken, kann das auf einen Haarverlust hindeuten.

Die Haare am Hinterkopf werden immer feiner und locken sich.

Die verschiedenen Formen von Haarausfall

Haarausfall können Sie an verschiedenen Anzeichen, aber auch an verschiedenen Ausprägungen erkennen. Am häufigsten tritt der erblich bedingte Haarausfall auf, der bei Männern an Geheimratsecken, einem zurückweichenden Haaransatz und einer Glatzenbildung am Oberkopf zu erkennen ist. Er betrifft etwa 60 bis 80 Prozent der Männer. Ein Anzeichen für den Haarverlust bei Männern ist ein M am Haaransatz. Bei Frauen zeigt sich der erblich bedingte Haarausfall durch immer lichter werdendes Haar um den Mittelscheitel. Durch die Haare wird die Kopfhaut sichtbar.

Einen diffusen Haarausfall können Sie daran erkennen, dass die Haare gleichmäßig auf dem gesamten Kopf ausfallen. Die Haare werden immer dünner. Die Kopfhaut wird sichtbar. Schlimmstenfalls kommt es zu einem Totalverlust der Haare.

Ein kreisrunder Haarausfall ist an kleinen, runden, kahlen Stellen zu erkennen, an deren Rändern die Haare wie abgebrochen wirken. Einzelne Stellen können ebenso auftreten wie mehrere kahle Stellen, die ineinander übergehen.

Ein vernarbender Haarausfall ist besonders schwerwiegend, da an den kahlen Stellen keine Haare mehr nachwachsen. Die kahlen Stellen können jucken oder schmerzen. In einigen Fällen bilden sich Knötchen oder Pusteln an den kahlen Stellen. Im weiteren Verlauf bilden sich an den kahlen Stellen Narben.

Handlungsbedarf bei Anzeichen für Haarausfall

Macht sich bei Ihnen ein Haarausfall mit verschiedenen Anzeichen bemerkbar, sollten Sie einen Hautarzt konsultieren. Er nimmt eine Blutuntersuchung vor und untersucht Ihre Haare sowie Ihre Kopfhaut. Zusätzlich kann er verschiedene Tests vornehmen. Beim vernarbenden Haarausfall kann eine Biopsie erforderlich sein, bei der Proben von der Kopfhaut genommen werden.

Der Hautarzt wird Sie zu bekannten Erkrankungen, zur Einnahme von Medikamenten und zu Ihren Lebensgewohnheiten befragen, um die Form des Haarausfalls festzustellen und die Ursache zu ermitteln. Abhängig von der Ursache kann er die entsprechende Behandlung vornehmen. Nicht immer sind aufwendige Behandlungen erforderlich.

Behandlung von Haarausfall

Machen sich die ersten Anzeichen für Haarverlust bemerkbar, können Sie überlegen, ob Sie unter verstärktem Stress leiden oder sich einseitig ernähren. Stressabbau kann einem Haarausfall entgegenwirken. Eine einseitige Ernährung können Sie mit Nahrungsergänzungsmitteln, die Zink, Eisen und Vitamine enthalten, kompensieren.

Diese Nahrungsergänzungsmittel können zu einer besseren Nährstoffversorgung der Haarfollikel führen und die Haarfollikel wieder zur Bildung neuer Haare aktivieren. Allerdings können sie eine gesunde Ernährung nicht ersetzen. Sie sollten auf eine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung achten, die reich an verschiedenen Vitaminen, Eisen, Zink und essentiellen Aminosäuren ist. Zusätzlich können Sie Ihren Haaren eine Erholungspause gönnen, indem Sie keine straffen Frisuren tragen, auf Stylingprodukte wie Haarspray, Haargel oder Stylingschaum verzichten und Ihre Haare nicht färben.

Der Hautarzt kann feststellen, ob die Haarfollikel noch intakt sind, und eine Behandlung zur Aktivierung der Haarfollikel einleiten. Bei einem erblich bedingten Haarausfall kann das Wachstum der Haare durch Minoxidil gefördert werden, das auf die Kopfhaut aufgetragen wird und die Durchblutung der Kopfhaut verbessert. Finasterid kann zur Behandlung von erblich bedingtem Haarausfall bei Männern verwendet werden.

Es hemmt die Ausschüttung von Dihydrotestosteron, das als Abbauprodukt von Testosteron entsteht, sich an den Haarwurzeln anlagert und bei einem erblich bedingten Haarausfall zum Absterben der Haarfollikel führt. Allerdings sollten Sie nicht die Nebenwirkungen dieses Medikaments vergessen. Liegt eine Erkrankung als Ursache des Haarausfalls vor, gilt es, diese Erkrankung zu behandeln. Der Arzt kann die geeignete Behandlung vornehmen.

Fazit: Anzeichen für Haarverlust sollten frühzeitig behandelt werden

Ein Haarausfall liegt vor, wenn Ihnen täglich über einen Zeitraum von mehreren Tagen mehr als 100 Haare ausfallen. Die ersten Anzeichen für Haarausfall können Juckreiz auf der Kopfhaut, Schuppenbildung, erhöhte Talgproduktion der Kopfhaut oder lockige Haare am Hinterkopf sein. Ein erblich bedingter Haarausfall macht sich bei Männern oft schon frühzeitig mit einem M am Haaransatz bemerkbar, da sich Geheimratsecken bilden.

Bemerken Sie die ersten Anzeichen für Haarausfall, sollten Sie zum Hautarzt gehen und ihm die Anzeichen schildern. Der Hautarzt nimmt verschiedene Untersuchungen vor. Er ermittelt die Art und die Ursachen des Haarausfalls und muss die Ursachen behandeln, damit der Haarausfall auf Dauer erfolgreich behandelt wird.

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