Bereits seit Jahrhunderten stellt der Haarausfall für viele Menschen ein ernsthaftes Problem dar. Die Geschichte der Haartransplantation reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück, doch handelte es sich dabei nur um verschiedene Versuche, die fehlschlugen. Die moderne Geschichte der Haarverpflanzung beginnt 1939, als ein japanischer Arzt die erste anwendbare Methode entwickelte. Die Methoden und Ergebnisse wurden inzwischen weiter verbessert.

Die Geschichte der Haartransplantation – die ersten Anfänge

Die Wurzeln der Haartransplantation reichen bis ins 18. Jahrhundert zurück. Schon damals litten Menschen unter Haarausfall und kahlen Stellen. Die Ärzte versuchten, behaarte Hautteile von Tieren in die Kopfhaut von Menschen zu transplantieren. Es ist bekannt, dass diese Versuche scheiterten. Allerdings ist nicht bekannt, ob es bei den behandelten Menschen zu Infektionen und zu Todesfällen kam.
Aufzeichnungen zufolge soll der nächste Versuch der Haarverpflanzung im Jahr 1822 in Deutschland stattgefunden haben.

Ein Medizinstudent und sein Lehrer führten eine Eigenhaarverpflanzung durch. Sie entnahmen Haare aus einem Bereich der Kopfhaut, die sie in einen anderen Bereich transplantierten. Der Student und sein Lehrer gaben an, dass die Eigenhaarverpflanzung erfolgreich verlief. Allerdings ist nichts darüber bekannt, ob noch weitere Patienten behandelt wurden. Aufzeichnungen über weitere Haarverpflanzungen liegen nicht vor. Erst um die Mitte des 20. Jahrhunderts nahm das Thema Haartransplantation wieder Fahrt auf.

Die Geschichte der Haarverpflanzung im 20. Jahrhundert

Als Begründer der modernen Haartransplantation kann der japanische Arzt Dr. Shoji Okuda gelten, der 1939 die Durchschlagstechnik oder Punchtechnik beschrieb. Er gewann Durchschläge oder Punches aus der Kopfhaut, bei denen es sich um Hautinseln handelte, in denen sich Haarfollikel befanden. Diese Hautinseln transplantierte er in andere Bereiche der Kopfhaut. Die transplantierten Haarfollikel wuchsen an und bildeten neue Haare. Dr. Okuda wendete diese Methode auch zur Transplantation von Haaren an den Augenbrauen und an Bärten an.

Er hatte diese Methode entwickelt, um Brandopfern wieder zu mehr Attraktivität zu verhelfen. Er dachte noch nicht daran, diese Methode auch bei Menschen mit Haarausfall anzuwenden. Die Ergebnisse waren noch unbefriedigend, da die transplantierten Haare unnatürlich und borstig wirkten.

Ein weiterer Pionier in der Geschichte der Haartransplantation ist der japanische Arzt Dr. Tamura. Er entnahm Teile der behaarten Kopfhaut und zerlegte sie in kleine Stücke, die er in die kahlen Stellen transplantierte. Auch Dr. Tamura hatte seine Methode für Brandopfer entwickelt und hatte Erfolg.

Weitere Meilensteine in der Geschichte der Haarverpflanzung waren in den USA zu verzeichnen. Der US-amerikanische Arzt Dr. Norman Orentreich führte seine erste Haarverpflanzung 1952 aus. Er übernahm die Methode von Dr. Okuda und verpflanzte Grafts in einer Größe von ungefähr 3,5 Millimeter in kahle Bereiche der Kopfhaut. Er behandelte einen Patienten mit erblich bedingtem Haarausfall und entnahm die Grafts aus dem Hinterkopf seines Patienten. Die Grafts wuchsen an und bildeten neue Haare.

Dr. Orentreich stellte fest, dass die transplantierten Haare aus dem Spenderbereich resistent gegen Dihydrotestosteron sind, das beim Abbau von Testosteron entsteht. Eine Arbeit darüber veröffentlichte Dr. Orentreich im Jahr 1959. Auch wenn die Transplantation erfolgreich verlief, waren die Ergebnisse noch unnatürlich, da die Haare borstig wirkten.

Auch Carlos Uebel schrieb Geschichte der Haartransplantation und verfeinerte die von Dr. Tamura begründete Streifen-Technik. Er zerlegte den entnommenen Streifen der Kopfhaut in noch feinere Grafts. Die transplantierten Haare wirkten deutlich natürlicher als bei den vorhergehenden Methoden. Dr. Uebel gilt als Pionier der modernen Streifentechnik. Auch Dr. Headington verhalf den Menschen mit der Haarverpflanzung zu einem natürlicheren Haarbild, da er erstmals die Anatomie der Haare berücksichtigte.

Geschichte der Haarverpflanzung – der Übergang zu moderneren Methoden

Ab den 1980er Jahren entwickelte sich die Haarverpflanzung kontinuierlich weiter. Der Münchner Arzt Manfred Lucas beschrieb 1986 auf dem VII. International Concress of Dermatologic Surgery in London die Möglichkeit, Haartransplantationen mit Mini- oder Micrografts auszuführen. Als einer der Ersten in der Geschichte der Haartransplantation beschrieb er dieses Verfahren. Die Entwicklung von schonenden Methoden zur Eigenhaarverpflanzung kam 1988 voran, als Dr. Bob Limmer bei Arbeiten mit hochauflösenden Mikroskopen erkannte, dass die Haare büschelweise mit bis zu vier Haarfollikeln wachsen.

Der japanische Arzt Masumi Inaba erfand 1988 die FUE-Methode (Follicular Unit Extraction), indem er Haarfollikel mit einer Hohlnadel entnahm und verpflanzte. Den Anspruch, diese Methode begründet zu haben, beschreibt auch das Ehepaar Angela Woods-Campbell und Ray Woods. Es ist nicht sicher, wer tatsächlich diese Methode erfunden hat. W. R. Rassmann verfeinerte diese Methode im Jahr 2002. Die FUE-Methode ist heute eine gängige Methode für die Eigenhaarverpflanzung. Die entnommenen Haarfollikel werden in einer Nährlösung aufbewahrt. Im Transplantationsbereich werden die Haarwurzelkanäle mit Hilfe eines Skalpells geöffnet. Die entnommenen Haarfollikel werden in diese Kanäle verpflanzt.

Noch modernere Methoden für die Haarverpflanzung

In der Geschichte der Haarverpflanzung gibt es weitere Entwicklungen. Die FUE-Methode wurde inzwischen weiter präzisiert. Als neue Methoden haben sich

  • FUE-Gold-Methode, bei der die Haarfollikel mit einer goldenen Hohlnadel entnommen und die Haarwurzelkanäle mit goldenen Klingen geöffnet werden
  • FUE-Saphir-Methode, bei der die Öffnung der Kanäle mit Saphirklingen erfolgt
  • FUE-Diamant-Methode, bei der die Haarwurzelkanäle mit Diamantklingen geöffnet werden
  • Roboter-Methode, bei der die Entnahme der Haarfollikel mit einem Roboter erfolgt
    etabliert.

Die Robotermethode hat ihren Ursprung in den USA. Sie wurde erstmals 2011 in den USA und 2012 in Europa zugelassen. Eine weitere neuartige Methode in der Geschichte der Haartransplantation ist die DHI- oder CHOI-Methode. Diese Methode wurde erstmals im Jahr 2010 angewendet. So wie bei der FUE-Methode werden bei dieser Methode die Haarfollikel mit einer Hohlnadel aus dem Spenderbereich entnommen und dann in einer Nährlösung aufbewahrt, damit sie nicht absterben und damit sie mit Nährstoffen versorgt werden, während sie vom Körper getrennt sind. Das Öffnen der Haarwurzelkanäle und das Einsetzen der Haarfollikel werden in einem Arbeitsgang ausgeführt. Das erlaubt eine höhere Präzision und eine schnellere Heilung.

Fazit: Lange Geschichte der Haarverpflanzung

Die Geschichte der Haarverpflanzung reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück, als Ärzte versuchten, Teile von behaarten Tierfellen in die Kopfhaut von Menschen zu transplantieren. Damit hatten sie jedoch keinen Erfolg. Die erste gelungene Haartransplantation soll im Jahr 1822 ausgeführt worden sein, doch stagnierte die Haarverpflanzung dann über mehr als 100 Jahre. Ein Meilenstein in der Geschichte der Haartransplantation ist die von Dr. Okuda aus Japan angewendete Punchtechnik, mit denen er Brandopfern half. Die Haartransplantation wurde seitdem immer weiterentwickelt. Seit den 1980er Jahren wurde die Eigenhaarverpflanzung immer weiter verfeinert. Die FUE-Methode wurde entwickelt. Auf dieser Basis konnten noch schonendere Methoden mit noch besseren Ergebnissen etabliert werden.

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