Nach einer erfolgreichen Haarverpflanzung stellen sich viele Patienten die Frage, ob es erlaubt ist, eine Glatze zu rasieren. Denn direkt nach der Behandlung sind die verpflanzten Haare zunächst noch sehr dünn und schwach. Viele Patienten wünschen sich, dass für Außenstehende nicht erkennbar ist, dass eine Eigenhaarverpflanzung durchgeführt wurde, weshalb die dünnen frischen Haare abrasiert werden sollen. Doch eine Glatze rasieren nach einer Haartransplantation ist alles andere als sinnvoll.

Warum ist eine Glatze zu rasieren nach einer Haartransplantation nicht empfehlenswert?

Früher war es vor einer Verpflanzung der Eigenhaare notwendig, dass bei dem Patienten eine Kahlrasur vorgenommen wird. Nur so war es möglich, die Grafts präzise zu entnehmen und zu verpflanzen. Dank moderner und innovativer Methoden ist es heutzutage jedoch nicht mehr notwendig, dass die Haare vor dem Eingriff abzurasieren. Mit der FUE-Methode kann die Eigenhaartransplantation auch ohne Kahlrasur präzise und erfolgreich durchgeführt werden.

Durch diesen Umstand ist es Betroffenen möglich, direkt nach der Haarimplantation wieder gesellschaftsfähig zu sein. Direkt nach der Haarverpflanzung ist das Endergebnis natürlich noch nicht zu erkennen, denn die Haare benötigen einige Zeit bis das Wachstum beginnt. Aus diesem Grund kommen viele Patienten in Versuchung, sich direkt nach dem Eingriff eine Glatze zu rasieren, um einer “unschönen” Übergangsphase zu entgehen. Es sollte jedoch in jedem Fall vermieden werden, sich die Haare nach einer Haarverpflanzung abzurasieren, da hierdurch der Heilungsprozess erheblich beeinträchtigt werden kann.

Der Heilungsprozess nach einer Haarverpflanzung ist entscheidend

Der Heilungsprozess nach einer Haartransplantation ist maßgeblich entscheidend für das spätere Endergebnis. Wer sich einer Eigenhaarverpflanzung unterzieht, darf nicht damit rechnen, dass er direkt nach dem Eingriff über volles und prächtiges Haar verfügt. Bis das neue Wachstum der verpflanzten Haare beginnt, vergeht einige Zeit. Dies liegt daran, dass die implantierten Grafts zunächst richtig an der Kopfhaut festwachsen.

Erst einige Monate nach der Haarverpflanzung beginnt das neue Haar zu wachsen. Zunächst ist es völlig normal, dass die Haare nach dem Eingriff wieder ausfallen. Dies ist allerdings kein Grund zur Beunruhigung und ein ganz natürlicher Prozess. In einigen Fällen fallen sogar so viele Haare aus, dass lediglich rund zehn Prozent übrigbleiben. Der Grund weshalb die Haare zunächst wieder verloren gehen ist, dass die Grafts während des Eingriffs für einige Zeit von der Sauerstoff- und Nährstoffzufuhr abgetrennt sind. Es fällt jedoch lediglich der Haarschaft und nicht die Haarwurzel aus.

Die Wachstumsphasen nach der Eigenhaarverpflanzung

Erst ungefähr ab dem dritten Monat nach der Behandlung beginnen die neu verpflanzten Haare zu wachsen. Zunächst sind sie meist eher dünn und flaumartig. Bis die Haare kräftig und voll wachsen vergehen ungefähr sechs Monate. Nun ist nach jedem Monat eine deutliche Verbesserung sichtbar. Natürlich hängt die Schnelle des Haarwachstums auch von jedem Patienten individuell ab. Für ein optimales Wachstum sollte der Heilungsprozess unterstützt und nicht behindert werden.

Warum ist eine Glatze rasieren nach einer Haarverpflanzung nicht sinnvoll?

Beim Abrasieren der neu verpflanzten Grafts, ist das Risiko groß, dass die Anwuchsrate deutlich reduziert wird. Bei einer Eigenhaarverpflanzung mit der modernen und innovativen FUE-Methode, ist diese sehr hoch und liegt meist bei nahezu 90 Prozent.

Direkt nach dem operativen Eingriff sind die verpflanzten Haarfollikel noch nicht in der Kopfhaut festgewachsen. Aus diesem Grund können sie beim Glatze rasieren nach einer Haarverpflanzung im schlimmsten Fall herausgezogen werden. Wenn Sie sich für das Rasieren einer Glatze entscheiden, stören sie den wichtigen Regenerierungsprozess nach der Haarimplantation und beeinflussen das Endergebnis möglicherweise negativ.

Nach einer Eigenhaarverpflanzung ist Geduld gefragt

Viele Personen, die sich einer Haarverpflanzung unterziehen, sind in großer Vorfreude über die neue volle Haarpracht. Allerdings benötigen die Haare im Empfängerbereich einige Zeit, bis sie voll und kräftig wachsen. Patienten müssen daher unbedingt Geduld aufbringen, denn das Abrasieren sollte zumindest in den ersten drei Monaten nach dem Eingriff vermieden werden. Eine Alternative zum Abrasieren der Haare ist das Schneiden.

Aber auch hier sollte mindestens zwei Wochen abgewartet werden. Im Anschluss können die Haare ganz kurz geschnitten werden, da die Haarwurzel sehr tief im Haarkanal verwurzelt ist und hierdurch nicht beschädigt werden kann. Insbesondere für Personen, die vor der Haarverpflanzung eine Glatze getragen haben ist es meist nicht einfach auf das Abrasieren zu verzichten. Dies sollten Sie jedoch in Ihrem eigenen Interesse tun. Denn eine Eigenhaarverpflanzung kann nur ein ästhetisches und natürliches Endergebnis aufweisen, wenn der Heilungsprozess ungestört verläuft. Nach rund einem Jahr ist das endgültige Ergebnis sichtbar.

Fazit: Nach einer Eigenhaarverpflanzung sollten die Haare nicht abrasiert werden

Wer unter Haarausfall leidet und sich für eine Haartransplantation entscheidet, hat oft die Erwartung, dass direkt nach der Behandlung volles und kräftiges Haar vorhanden ist. Die verpflanzten Haare müssen jedoch zunächst an der Kopfhaut richtig festwachsen und benötigen einige Zeit bevor sie wachsen. Zunächst fallen die meisten verpflanzten Haare sogar wieder aus. Erst rund drei Monate nach der Haarimplantation beginnt das Haarwachstum. Obwohl die Versuchung für viele sicherlich groß ist, sollte in jedem Fall darauf verzichtet werden, sich in dieser Übergangsphase eine Glatze zu rasieren.

Durch das Abrasieren der Haare, kann es zu Störungen in der Heilungsphase kommen. Im schlimmsten Fall können durch die Kahlrasur die frisch verpflanzten Haarfollikel wieder ausgerissen werden. Eine Glatze rasieren nach einer Haartransplantation kann demnach dazu führen, dass das Endergebnis deutlich negativ beeinflusst wird. Aus diesem Grund sollten Sie unbedingt Geduld aufbringen und mindestens drei Monate auf eine Kahlrasur verzichten. Wenn Sie den Heilungsprozess nach der Behandlung aktiv unterstützen, können Sie sich auf ein ästhetisches und natürliches Endergebnis freuen.