Viele Menschen mit ergrauendem Haar färben sich die Haare, da sie glauben, attraktiver zu wirken. Auch Menschen, die mit ihrer eigenen Haarfarbe nicht zufrieden sind oder Lust auf Veränderungen haben, greifen zu Haarfarbe. Möchten Sie einen Haarausfall durch Haare färben vermeiden, sollten Sie Ihr Haar nicht zu oft färben und auf Qualität der Färbemittel achten.

Haarausfall durch Haare färben – aggressive Substanzen in Färbemittel

Die Palette an Haarfärbemitteln wird immer größer. Neben Klassikern wie Schwarz, Braun oder Blond kommen immer außergewöhnlichere Farben wie Aubergine, Blau, Orange oder Gelb auf den Markt. Die Hersteller bewerben ihre Produkte mit pflegenden Eigenschaften, guter Verträglichkeit, schonenden Inhaltsstoffen und einem intensiven Glanz. Viele Hersteller fügen ihren Produkten pflegende Substanzen zu, doch dient das dazu, die aggressiven Inhaltsstoffe weniger schädlich zu machen. Ein schädlicher Bestandteil vieler Haarfärbemittel ist Ammoniak.

Diese giftige Stickstoffverbindung sorgt dafür, dass die Farbe vom Haar besser angenommen wird. Ammoniak spaltet die Schutzhülle der Haare förmlich auf, um das Eindringen der Farbe in die Haare zu gewährleisten. Ammoniak hat einen intensiven, beißenden Geruch. Da allerdings in zahlreichen Färbemitteln Duftstoffe, die sogenannten Amine, enthalten sind, um diese unangenehmen Gerüche zu überdecken, ist Ammoniak nicht immer einfach zu riechen.

Haarverlust durch Haare färben kann auch durch weitere schädliche Inhaltsstoffe hervorgerufen werden. Die Oxidationsmittel in den Färbemitteln sind unerlässlich, um die Pigmente der Haare zu verändern. Sie wirken aggressiv für Haare und Kopfhaut. Die aggressiven Substanzen in den Haarfärbemitteln können die Haarstruktur schädigen und zu Haarbruch führen. Werden Färbemittel häufig und über einen langen Zeitraum angewendet, kann aus einem Haarbruch ein Haarausfall werden.

Die schädlichen Substanzen in den Haarfärbemitteln können zu einer mangelnden Durchblutung der Kopfhaut und einer Verschlechterung der Nährstoffversorgung der Haarfollikel führen. Die Folge ist ein Haarverlust durch Haare färben. Ein Haarausfall kann auch eintreten, wenn die Kopfhaut gereizt und entzündet ist, austrocknet und sich Schuppen bilden.

Farbpigmente in Haarfärbemitteln

Im menschlichen Haar sind die Farbpigmente Eumelanin und Phäomelanin als Formen von Melanin in unterschiedlicher Konzentration enthalten. Diese Pigmente werden von den Melanozyten der Haarwurzeln produziert. Die natürliche Haarfarbe eines Menschen ist abhängig von der Verteilung der Pigmente:

  • hoher Anteil an Eumelanin – dunkles Haar
  • hoher Anteil an Phäomelanin und geringer Anteil an Eumelanin – rotes Haar
  • wenig Eumelanin und wenig Phäomelanin – blondes Haar.

Damit das Haar seine Farbe verändern und die neue Farbe annehmen kann, ist eine Veränderung der vorhandenen Pigmente erforderlich. Da nicht jede Haarfarbe mit natürlichen Pigmenten erzielt werden kann, sind in den Färbemitteln häufig zusätzliche Pigmente enthalten. Blondes Haar wird erzielt, wenn die vorhandenen Haarpigmente zerstört werden. Blaue Farbpigmente sorgen dafür, dass das Haar nach dem Färben nicht orange wirkt. Eumelanin leidet durch die Haarfärbemittel und die darin enthaltenen Stoffe noch stärker als Phäomelanin.

Färbung der Haare durch chemische Reaktion

Beim Färben der Haare werden chemische Reaktionen ausgelöst, die dafür sorgen, dass die Haare die Farbe annehmen. Zusätzlich zu Ammoniak, Oxidationsmitteln und Pigmenten sind in den Haarfärbemitteln Farbstoffe enthalten. Es handelt sich dabei nur um die Vorstufen, die farblos sind und aus winzigen Molekülen bestehen, die schnell in das Haar eindringen können. Nachdem die Moleküle in das Haar eingedrungen sind, erfolgt eine Reaktion mit Wasserstoffperoxid. Diese Reaktion führt zur Entstehung großer Farbmoleküle, die aufgrund ihrer Größe beim Waschen nicht mehr aus dem Haar ausgespült werden können. Diese Moleküle schaffen die gewünschte Haarfarbe.

Allergische Reaktionen bei Haarfärbemitteln

Die aggressiven Stoffe in den Haarfärbemitteln können allergische Reaktionen auslösen. Die natürliche Fettschicht der Kopfhaut kann zerstört werden. Die Kopfhaut wird empfindlicher gegenüber chemischen Einflüssen. Allergische Reaktionen machen sich durch Juckreiz, Schwellungen, Rötungen und Bläschen auf der Kopfhaut bemerkbar. Solche Reaktionen können nicht nur auf der Kopfhaut, sondern auch im Gesicht, am Hals und im Nacken auftreten. Bemerken Sie solche allergischen Reaktionen, sollten Sie das entsprechende Haarfärbemittel nicht wieder verwenden.

Zerstörte Schuppenschicht kann nicht repariert werden

Die Substanzen in Haarfärbemitteln können die Schuppenschicht der Haare zerstören und einen Haarausfall durch Haare Färben zur Folge haben. In den meisten Haarfärbemitteln sind Pflegemittel enthalten, um die aggressiven Auswirkungen auf die Haare und die Kopfhaut zu vermindern. Diese Pflegemittel sollen die Schuppenschicht der Haare nach dem Färben wieder verschließen. Das gelingt jedoch nicht vollständig. Die Schuppenschicht der Haare wird durch das Färben dauerhaft geschädigt.

Es ist nicht möglich, die Schuppenschicht wieder zu reparieren. Nach dem Färben wird das Kämmen erschwert. Die Haare werden spröde und verlieren ihren Glanz. Fallen die geschädigten Haare aus, können sie wieder nachwachsen, wenn die Haarfollikel noch intakt sind. Die nachwachsenden Haare können eine gesunde Schuppenschicht aufweisen, die erhalten bleibt, wenn auf das Färben verzichtet wird.

Wie Sie einen Haarverlust durch Haare färben verhindern können

Möchten Sie auf das Färben der Haare nicht verzichten, aber einen Haarverlust verhindern, sollten Sie auf gut verträgliche Produkte achten, die qualitativ hochwertig sind. Grundsätzlich sollten Sie keine Billigprodukte kaufen. Sie sollten darauf achten, dass in den Färbemitteln keine Amine enthalten sind. Amine stehen im Verdacht, krebserregend zu sein.

Bevor Sie Ihre Haare färben, sollten Sie die Haare nicht waschen. Da sich die Poren der Kopfhaut durch das Waschen öffnen, kann das Färbemittel mit seinen schädlichen Substanzen tiefer in die Kopfhaut eindringen und die Haarfollikel schädigen. Es kann zu Rötungen, Juckreiz, Schuppenbildung und Entzündungen auf der Kopfhaut kommen.

Alternativen zu Haarfärbemitteln

Möchten Sie einen Haarverlust durch Haare färben vermeiden, sollten Sie auf chemische Produkte mit Ammoniak verzichten und stattdessen zu natürlichen Produkten greifen. Statt Ammoniak sind in verschiedenen Produkten jedoch Ersatzstoffe enthalten, die ähnlich aggressiv sind wie Ammoniak. Pflanzliche Färbemittel sind besser verträglich. Die Farbe ist allerdings nicht so intensiv und hält nicht dauerhaft. Häufig verschwindet der Farbeffekt schon nach drei Wochen.

Tönungen sind Alternativen zu Haarfärbemitteln. Sie schädigen das Haar nicht, da sie nicht in das Haar eindringen. Die Farbe umschließt nur die Haare und wäscht sich im Laufe der Zeit aus. Nach und nach wird die Farbe durch das Waschen immer blasser, bis die Tönung vollständig ausgewaschen ist. Sie erkennen an Farbe, dass sie dauerhaft ist, wenn das Haar wächst und am Haaransatz die natürliche Farbe sichtbar wird.

Fazit: Haarausfall durch Haare färben entsteht durch die Inhaltsstoffe

Das Färben der Haare ist für viele Menschen unerlässlich, da sie sich bei ergrauendem Haar nicht mehr attraktiv fühlen. Auch diejenigen, die Lust auf Veränderungen haben, greifen zu Farbe. Damit das Haar die Farbe annimmt, enthalten die Haarfärbemittel aggressive Substanzen, die zu allergischen Reaktionen führen. Diese Stoffe können einen Haarausfall durch Haare färben begünstigen. Einen Haarverlust durch Haare färben können Sie mit Tönungen als Alternativen vermeiden.