Die blutverdünnende Behandlung zur Prävention einer Thrombose können Sie nicht abwenden. Ihr Arzt hat Ihnen aufgrund der Wirksamkeit ein verhältnismäßig neues und leichter verträgliches Medikament verabreicht. Wenige Tage nach Therapiestart stehen Sie vor dem Spiegel – und vor einem haarigen Problem. Haarausfall durch Lixiana ist eine bei den meisten Patienten auftretende Nebenwirkung, die zwei bis vier Tage nach Behandlungsstart auftritt und sich über den ganzen Therapiezeitraum hinzieht.

Dabei verlieren Betroffene nicht einfach mehr Haar, sondern beklagen den Verlust ganzer Strähnen auf dem gesamten Kopf. Handelt es sich um Einzelfälle oder besteht ein hohes Risiko für den Haarschwund? Hört das Problem wieder auf oder fällt Ihr Haar unkontrolliert bis zur Glatzenbildung aus?

Starker ABER umkehrbarer Haarausfall durch Lixiana

Haarverlust durch Lixiana kann sowohl zum Zeitpunkt des Therapiebeginns, als auch im Therapieverlauf auftreten. Ob Ihr Haar unmittelbar nach der Erstbehandlung oder beispielsweise in einem Zeitraum von zwei Wochen bis zwei Monaten später ausfällt, hängt von der jeweiligen Wachstumsphase des Haares ab. Befinden sich viele Haare gleichzeitig in der Wachstumsphase, ist die Nebenwirkung binnen weniger Tage zu beobachten.

Sind die meisten Ihrer Haare zum Zeitpunkt der Lixiana Therapie hingegen in der Ruhephase, kann Haarschwund gänzlich ausbleiben oder aber erst nach zwei bis vier Monaten auftreten. Auch die blutverdünnende Eigenschaft, also die gewünschte Wirkung der Medikation wirkt sich auf die Versorgung der Haarfollikel aus. Ihr Blut transportiert durch die Verdünnung weniger Sauerstoff und Vitalstoffe zu den Haarwurzeln.

In den meisten Fällen ist der behandlungsbegleitende Haarausfall sehr stark und kann zu sichtbaren Kahlstellen auf der Kopfhaut führen. Sie dürfen aber beruhigt sein, in den meisten Fällen ist der Haarverlust durch Lixiana auch reversibel und das Haarwachstum tritt nach Medikationsabsetzung ein.

Nebenwirkung Haarschwund beginnt nicht immer mit Behandlungsstart

Sie starten eine Behandlung und merken in den ersten Tagen, ob Sie das Medikament vertragen oder ob die unerwünschten Nebenwirkungen überwiegen. Anders verhält es sich beim Blutverdünner Lixiana. Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen oder Übelkeit und andere körperliche Symptome treten innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Medikation ein. Anders verhält es sich bei Haarausfall, der durch Lixiana entstehen und nicht zwangsläufig umgehend auftreten muss.

Auch wenn einzelne Fälle von sofortiger Ausdünnung der Haare beobachtet wurden, bringen die meisten Betroffenen ihren starken und aus dem Nichts kommen zu scheinenden Haarschwund nicht mit einer bereits zurückliegenden Blutverdünnungstherapie in Verbindung. Wenn sich Ihr Haar bei der Gabe von Lixiana in der Wachstumsphase befindet, fällt es zeitnah und somit während der Behandlung aus. Ruht das Haar hingegen, kann sich der sichtbare Haarschwund einige Monate später, aber mit ebenso verheerender und besorgniserregender Wirkung einstellen.

Blutverdünnung und Haarausdünnung – welcher Zusammenhang besteht?

In der Ausprägung, aber auch in der Latenzzeit wird das Risiko für Haarverlust durch Lixiana häufig unterschätzt. Doch dass ein Zusammenhang besteht zeigen die von Patienten gemeldeten Nebenwirkungen, bei denen Haarausfall bis oben auf der Liste beobachteter Symptome steht. Die Problematik basiert auf verschiedenen Faktoren und tritt meist diffus auf. Die Haarwurzeln werden durch die Verdünnung des Bluts weniger mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt.

In der Erforschung ist auch, ob der Haarausfall durch Lixiana darauf beruht, dass die Medikation den Haarzyklus verändert und mehr Haare frühzeitig in die Ruhephase gelangen. Auch eine Einschnürung der Haarwurzeln und die Schädigung des umliegenden Gewebes werden im Zusammenhang mit der Nebenwirkung Haarschwund weiter erforscht.

Da sich der Haarwuchs bei einem Großteil aller Patienten nach Absetzung von Lixiana umgehend wieder erholt, besteht ein deutlicher und nicht von der Hand zu weisender Zusammenhang der Behandlung mit dem einhergehenden haarigen Problem.

Lässt sich eine Alopezie nach Lixiana Therapie mit einer Haartransplantation behandeln?

Die wenigsten Patienten beklagen eine dauerhafte und unwiderrufliche Glatze als Folge der Lixiana Behandlung. Allerdings ist eine Alopezie nicht ausgeschlossen, wenn Sie bereits unter dünner werdendem und zur Kahlköpfigkeit tendierenden Haarwuchs neigen. Sollte sich der Haarverlust durch Lixiana nach Absetzung des Präparates nicht erholen, kann der Gedanke an ein Eigenhaarimplantat vor Einschränkungen im Selbstbewusstsein und in der ästhetischen Selbstempfindung schützen.

Auch eine PRP Therapie oder eine Stammzellentherapie können im Einzelfall in Frage kommen. Wichtig ist, dass der Blutverdünner zum Zeitpunkt einer Behandlung aus Ihrem Körper ist. Möchten Sie Ihren Haarausfall behandeln und eine Haartransplantation vornehmen lassen, seien Sie ehrlich zum Behandlungsteam und berichten von der Medikation zur Blutverdünnung.

Wichtig ist hierbei, dass Sie den Zeitraum und die Therapiedauer genauestens definieren und auf diesem Weg eine Möglichkeit zur professionellen Diagnostik schaffen. Fakt ist: Auch wenn der Haarschwund bei Ihnen nicht reversibel ist, können Sie sich für ein Leben ohne Glatze entscheiden und eine Haarverpflanzung vornehmen lassen.

Fazit | Haarverlust durch Lixiana bisher unerforscht aber weltweit beobachtet

Fälle von Haarausfall durch Lixiana werden weltweit beobachtet. Einen wirklichen Grund können Forscher zum gegebenen Zeitpunkt noch nicht nennen, so dass es sich bei den Angaben um Vermutungen und Beobachtungen handelt. Erst eine Langzeitstudie wird in diesem Bereich der Nebenwirkungen Aufschluss geben und die Problematik Haarschwund als Begleiterscheinung aufklären. Lixiana ist ein hochwirksamer und für die meisten Patienten gut verträglicher Blutverdünner, der im Krankenhaus und zur dauerhaften Blutverdünnung bei erhöhtem Thromboserisiko verabreicht wird.

Auch wenn das Medikament im Verdacht der Haarschädigung steht, wird es häufig verschrieben und verabreicht. Sind Sie während der Behandlung von strähnen- oder büschelweisem, von diffusem oder rasant voranschreitendem Haarausfall betroffen, suchen Sie Ihren Arzt auf und setzen die Lixiana keinesfalls selbstständig ab.

Der Verlust Ihrer Kopfhaare ist meist reversibel, während eine Thrombose lebensgefährlich ist. Die Blutverdünnung und Haarausdünnung gehen leider miteinander einher, wodurch das Präparat trotz seiner positiven Hauptwirkungen von vielen Patienten nur kurzfristig eingenommen oder vollständig abgelehnt wird.

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