Viele Patienten leiden unter Haarausfall nach Operationen, ohne dass sie den Grund für ihren Haarschwund mit dem operativen Eingriff in den Zusammenhang stellen. Eine Ursache für die fehlende Überleitung der Ursache zur Wirkung basiert darauf, dass die Haarprobleme als Spätwirkung auftreten. In den ersten postoperativen Wochen stellen Sie keine Veränderung fest.

Doch nach beinahe einem Vierteljahr fällt Ihr Haar in größeren Mengen aus. Sie fühlen sich unsicher, leiden unter einer Minderung des Selbstbewusstseins und setzen sich durch den Haarschwund psychisch unter Stress. Dieser Kreislauf verschlimmert die Problematik und führt dazu, dass der Haarschwund noch stärker wird und kahle Bereiche bilden kann.

Warum es zu Haarausfall nach Operationen kommen kann

Jeder Eingriff ist mit einer psychischen Belastung und der Verabreichung von Medikamenten verbunden. Beide Einflüsse wirken sich nachteilig auf die Zyklen des Haarwuchses aus und sind Gründe, warum viele Patienten über akuten Haarausfall nach Operationen klagen. Anders als meist vermutet, fällt das Haar aber nicht unmittelbar nach dem Krankenhausaufenthalt oder der ambulanten OP aus.

Zum Operationszeitpunkt befindet sich Ihr Körper in einem Ausnahmezustand, der sich auch auf Ihre Psyche auswirkt. Zusätzlich werden Sie anästhesiert und mit schmerzlindernden Medikamenten behandelt. Hinzu kommt die Tatsache, dass sich Ihre Körperfunktionen nach dem Eingriff vollständig auf die Genesung konzentrieren und alle vorhandenen Vitalstoffe dafür aufwenden. In der Wachstumsphase befindliche unterversorgte Haare treten verfrüht in die Übergangs- und dann in die Ruhephase ein. Das Haar fällt aus.

Gründe und Symptome für postoperativen Haarschwund

Einen Kurzüberblick über die Ursachen für Haarverlust nach Operationen haben Sie im oberen Absatz erhalten. Ihr Körper ist während und nach dem invasiven Eingriff geschwächt und hat einen deutlich höheren Nährstoffbedarf als sonst. Auch Ihre Psyche bleibt von Operationen nicht unbeeindruckt. Sie machen sich Sorgen, haben Ängste und stehen unter einer starken mentalen Anspannung – unter Stress. Hinzu kommt die Medikation und die Gefahr von Nebenwirkungen wie Haarschwund. Postoperativer Haarschwund ist diffus und kann bis zur Kahlköpfigkeit führen.

  •  Risikofaktor Stress: Die psychische Belastung ist je nach Umfang und Tragweite einer Operation, sowie der mentalen Verfassung des Patienten unterschiedlich stark. Dennoch ist sie nicht ganz vermeidbar, auch wenn Sie den Eingriff ohne größere Sorgen vornehmen lassen. Stress fördert die Verkümmerung der Haarfollikel und ist ein Hauptgrund für Haarverlust nach Operationen.
  •  Risikofaktor Narkose: Vollnarkosen, aber auch lokale Anästhesien und die Versorgung mit Medikamenten wirken sich auf den Haarwuchs aus. Ihr Körper reagiert auf das Narkosemittel, obwohl Sie die Folge der Reaktion nicht sofort spüren. Das Risiko erhöht sich, wenn Ihr Haar bereits vorgeschädigt ist oder wenn Sie bereits von Haarschwund betroffen sind.
  • Risikofaktor Vitalstoffmangel: Nach einer OP benötigt Ihr Körper deutlich mehr Nährstoffe, Vitamine und Mineralien als vor der Ausnahmesituation. Die Natur hat die Vitalstoffversorgung so eingerichtet, dass die Verteilung im Körper nach der Wichtigkeit erfolgt. Ihr Haar ist nicht lebensnotwendig und gehört zu den Zellen, die zuletzt versorgt und genährt werden. In erster Linie werden die wichtigen Vitalstoffe für Ihre Genesung aufgewendet.

Prävention vor dem Eingriff kann Haarverlust nach Operationen vermeiden

Sie können sich nicht vor allen, dennoch aber vor einigen Auswirkungen operativer Eingriffe auf Ihre Haarfollikel schützen. Ein ausgeglichener Vitalstoffhaushalt hilft dabei, das Risiko Haarverlust nach Operationen zu mindern. Ernähren Sie sich vor geplanten Eingriffen gesund und achten darauf, dass Ihr Körper eine höhere Menge an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen erhält. Die höhere Versorgung verhindert nicht nur möglichen Haarausfall nach Operationen, sondern wirkt sich auch positiv auf die Heilung aus.

Reversibel oder irreversibel?

In den meisten Fällen ist Haarausfall nach Operationen reversibel. Der Haarschwund tritt aufgrund der oben aufgeführten Ursachen ein und bringt mit sich, dass ein größerer Teil Ihrer Haare früher in die Ruhephase eintritt als sonst. Die Problematik tritt frühestens 10 Wochen nach dem Eingriff auf, wodurch Patienten verunsichert sind und die plötzliche Haarausdünnung nicht mit der Operation in Verbindung bringen. Um Sicherheit zu erlangen, sollten Sie mit dem behandelnden Arzt über Ihre Sorgen sprechen und eine Diagnostik erstellen lassen.

Wenn es sich bei Ihnen um postoperativen Haarschwund handelt, wächst das Haar wieder nach, sobald Ihre Nährstoffspeicher wieder gefüllt sind. Sollte sich Ihr Haarwuchs auch bis zu einem Jahr nach Operationen nicht verbessert haben, kann eine Haartransplantation für mehr Fülle und die Behandlung von eventuell kahlen Kopfhautstellen sorgen. Meist erholen sich die Haarwurzeln selbst und Sie müssen nichts weiter tun, außer abzuwarten, sich gesund zu ernähren und in Geduld zu üben.

Fazit | Nach Operationen verlorenes Haar wächst im Regelfall selbstständig wieder nach

Jeder operative Eingriff ist Stress für Ihren Körper und für die Psyche. Menschliche Haarwurzeln sind sehr empfindlich und reagieren auf Medikationen, auf Stress und auf eine Unterversorgung mit essenziellen Vitalstoffen. Dass es zum Haarverlust nach Operationen kommt ist somit eine völlig normale Reaktion Ihres Körpers und kein Grund zur Beunruhigung. Durch die Einflüsse der OP treten mehr Haare als gewöhnlich in die Ruhephase ein, wodurch sie früher und in größerer Menge ausfallen.

Bei Menschen mit sehr dünnen Haaren oder einer starken postoperativen Belastung kann der Haarausfall nach Operationensehr stark sein und die Kopfhaut durchscheinen lassen. Doch der Haarschwund ist reversibel und kann von Ihnen durch eine erhöhte Nährstoffzufuhr und Ruhe gefördert werden. Im Regelfall dauert der postoperative Haarausfall nur wenige Wochen und endet selbstständig. Neues Haar wächst, doch bis es die gewünschte Länge erreicht hat, kann bis zu einem Jahr vergehen.

Haben Sie Zweifel oder befürchten eine Glatze, lassen Sie eine Kopfhaut- und Haarwurzeluntersuchung vornehmen. Wird kein anderer Grund diagnostiziert, brauchen Sie nur Geduld, eine vitaminreiche Ernährung und die Vermeidung von unnötigem Stress.

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