Sie haben sich Eigenhaar implantieren lassen und stehen nun vor der Frage, ob Sie die anfänglich sichtbaren Operationsspuren mit einer Mütze bedecken können. Bis zu 14 Tage nach dem Eingriff sieht die Kopfhaut schorfig und nicht besonders ästhetisch aus. Der Griff zum Cap oder zu einer Mütze wird daher zu einem Verlangen, dem Sie nur zu gerne nachgeben möchten. Doch bereits in der ersten Beratung durch das Behandlungsteam haben Sie die Mitteilung bekommen, dass Sie auf eine Kopfbedeckung nach der Haartransplantation – fernab dem in der Klinik empfohlenen Camper-Hut verzichten sollten.

Direkt nach dem Eingriff – Kopfbedeckung nach der Haartransplantation ja oder nein – warum?

Gerade nach dem Eingriff möchten Sie Ihren Kopf bedecken und Ihren Mitmenschen keinen Blick auf die anfänglich schorfige und auf die Operation hinweisende Kopfhaut bieten. Doch wenn Sie jetzt zu einer Kopfbedeckung greifen, könnte das Ergebnis in Frage gestellt und der Heilungsprozess gestört werden. Mützen, Caps oder Hüte sind eng und nehmen Ihrer Kopfhaut die Möglichkeit zu atmen.

Obendrein begünstigen Kopfbedeckungen eine starke Reibung, die Sie unmittelbar nach dem minimalinvasiven Eingriff vermeiden sollen. Anders verhält es sich beim Camper- oder Anglerhut, den Sie direkt vom Behandlungsteam der Haarklinik empfohlen bekommen. Diese Kopfbedeckung ist nach der Haarverpflanzung geeignet, da sie locker sitzt und Ihre Kopfhaut vor äußeren Einflüssen wie UV-Strahlung schützt.

Achten Sie vor allem in den ersten Tagen nach dem Eingriff darauf, dass Sie Ihren Kopf nicht mit fusseligen Wollmützen oder einem viel zu eng sitzenden Basecap bedecken. Auch wenn der Anglerhut nicht ganz zu Ihrem Stil passt, er zeichnet sich durch hervorragenden Schutz und daher als optimale Kopfbedeckung nach der Eigenhaarimplantation aus.

In welcher Reihenfolge Mütze und Co. getragen werden können

Fakt ist: In den ersten zwei Wochen nach der Haarverpflanzung sollten Sie ausschließlich eine vom Behandlungsteam empfohlene Kopfbedeckung tragen. Eine dicke Wollmütze ist die sichtlich schlechteste Wahl, zumal die Wolle im Kontakt mit dem Schorf auf der Kopfhaut unschöne farbige Fusseln hinterlässt. Auch das Basecap, dass Sie sonst außerhalb Ihres Business immer tragen, sollte in den ersten Tagen nach dem Eingriff nicht zu Ihrem Begleiter werden.

Dennoch braucht die Kopfhaut Schutz vor der Sonne und vor Umweltpartikeln, die ein erhöhtes Infektionsrisiko mit sich bringen. Ein leicht aufliegender Hut aus Leinen oder fusselfreier Baumwolle ist die beste Kopfbedeckung nach einer Haarverpflanzung. Ein Camper-, Angler- oder Fischerhut bietet sich aufgrund seiner positiven Eigenschaften ganz besonders an. Der Hut verdeckt die sichtbaren Wunden und bietet optimalen Schutz vor äußeren Einflüssen, ohne dass er beim Tragen reibt und die Kopfhaut zusätzlich reizt.

Auf ein Basecap oder eine Wollmütze sollten Sie erst zurückgreifen, wenn der Schorf abgefallen und die Kopfhaut frei ist. Wenn Sie zu früh zum Cap oder einem engen Filzhut greifen, wird die Sauerstoffzufuhr in der Kopfhaut beeinträchtigt und die Heilungsphase verzögert. Erst nach einem Zeitraum von 14 Tagen haben Sie die freie Wahl bei Kopfbedeckungen. Vorher ist der oben angeführte Hut die beste und erfahrungsgemäß sicherste Bedeckung Ihrer Kopfhaut nach einer Haartransplantation.

Braucht die Kopfhaut Luft in der Heilungsphase?

Die Antwort lautet ja. Auch wenn Sie die Wunden verdecken und am liebsten 24 Stunden am Tag einen Hut tragen möchten, sollten Sie zugunsten der Heilung so viel wie möglich Luft an die Kopfhaut lassen. Bei Spaziergängen im Freien können Sie sich für einen Anglerhut entscheiden, doch Zuhause sollten Sie den Kopf im wahrsten Sinne des Wortes frei haben. Je mehr Sauerstoff an Ihre Kopfhaut gelangt, umso schneller verläuft die Heilung.

Wenn Sie dauerhaft eine Kopfbedeckung nach der Haartransplantation tragen, könnte es zu Entzündungen und schlimmstenfalls zum Verlust der frisch verpflanzten Follikel kommen. Die idealen Bedingungen für den kräftigen Haarwuchs basieren auf viel Luft, ohne dass die sommerliche Sonne auf die Kopfhaut gelangt. Wann immer sich die Möglichkeit der Bewegung ohne den anfänglich wichtigen Leinenhut ergibt, sollten Sie mit freiem Kopf durchs Leben und durch Ihren Alltag gehen.

Caps & Co. erst 14 Tage nach Eingriff erlaubt

Es hat einen Grund, warum man Ihnen in der Haarklinik vom sofortigen Tragen eines Basecaps oder einer wollenen Wintermütze abrät. Beide Kopfbedeckungen drücken auf Ihre Kopfhaut und schneiden die Außenluft ab. Das wiederum bringt mit sich, dass der Sauerstoffgehalt in der Kopfhaut sinkt und dass sich die Heilung verzögert. Auch die Reibung, die vor allem bei engen Mützen oder bei Caps auftritt würde die Heilung verzögern oder sogar zum Ausfallen der verpflanzten Grafts führen.

Unter einer nicht atmungsaktiven und engen Kopfbedeckung schwitzt die Kopfhaut. Schweiß begünstigt Infektionen und beeinflusst die Heilungsphase negativ. Von daher sollten Sie die Anweisungen der Haarklinik befolgen und im Bezug auf Mützen und Co. nach der Haarimplantation verzichten.

Fazit | Die falsche Kopfbedeckung nach einer Haarverpflanzung kann zu erneutem Haarverlust führen

Kopfbedeckungen sind nach dem minimalinvasiven Eingriff der Haarverpflanzung nicht prinzipiell verboten, denn es gibt durchaus eine interessante Ausnahme. Dennoch sollten Sie trotz anfänglicher Schorfbildung bedenken, dass Ihre Kopfhaut Luft zum Heilen benötigt. Bewegen Sie sich im strahlenden Sonnenschein, ist ein Anglerhut die beste Kopfbedeckung nach einer Haarverpflanzung. Von Wollmützen sollten Sie auch im Winter in den ersten Tagen nach dem Eingriff absehen.

Ab einem Zeitraum von 14 Tagen postoperativ können Sie frei entscheiden, ob Sie wieder zum Cap oder zur Strickmütze greifen. Schnell werden Sie feststellen, dass die Kopfbedeckung nach der Haartransplantation gar nicht mehr zu Ihrem täglichen Outfit gehören muss. Ist die Heilungsphase beendet und Ihr Haar wächst nach drei bis sechs Monaten wieder dicht und gesund nach, möchten Sie Ihre neue Frisur ganz sicher zeigen und den Haarwuchs nicht unter einer Kopfbedeckung verstecken.