Gesundes Haarwachstum basiert auf einer ausgewogenen Ernährung mit allen wichtigen Spurenelementen und Mineralstoffen. Fehlt nur ein Baustein in Ihrer Ernährung, kann es bei anhaltendem Mangel zu Haarausfall kommen. Vor allem Zink, Biotin und Folsäure sowie Eisen sind nachweislich für gesundes und dicht wachsendes Haar verantwortlich.

Ebenso benötigt Ihr Körper Eisen und Kupfer als wesentliche Elemente für eine gute Haarstruktur. Ihr Haar besteht aus dem Protein Kreatin, welches ohne eine ausreichende Aufnahme von Zink nicht gebildet werden kann. Wenn Sie unter Haarverlust leiden, sollten Sie daher in erster Linie Ihre Ernährung prüfen und sich dabei auf die haarwuchsfördernden Komponenten in Ihrer Nahrung konzentrieren.

Das Team um Dr. Balwi berät Sie im Zusammenhang mit einer geplanten Eigenhaarimplantation ebenfalls zur Bedeutung der Elemente, die den Haarwuchs fördern und auch in der Heilungsphase nach einem Haartransplantat nicht fehlen dürfen.

Mythos oder Wahrheit? Nahrungsergänzung kann Defizite von Mangelernährung ausgleichen

Grundsätzlich entspricht diese These der Wahrheit. Basierend auf der Tatsache, dass Mangelerscheinungen Haarausfall auslösen, kann die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln gegen Haarverlust helfen. Ehe Sie sich in der Apotheke oder im Internet mit Spurenelementen und Vitaminen versorgen, sollten Sie eine vorliegende Mangelerscheinung in Erfahrung bringen. Durch eine medizinische Untersuchung Ihres Blutes finden Sie heraus, ob Ihnen zum Beispiel Eisen, Zink oder Biotin fehlen.

Auch eine Überprüfung Ihrer täglichen Ernährung sollte vor der Einnahme von Nahrungsergänzung auf Ihrer Agenda stehen. Die meisten Menschen können auf Zusatzvitamine verzichten, ohne dass sie ihren Speiseplan vollständig ändern müssen. Vollkorngetreideprodukte enthalten viel Vitamin B6 und Folsäure. Zitrusfrüchte und grünes Gemüse wie Spinat enthalten reichlich Vitamin C und Antioxidantien. Rucola und Mangold sind reich an Eisen, so dass Sie mit Genuss gegen eine Mangelerscheinung vorgehen können.

Nüsse und Fleisch oder Bananen beinhalten viel Biotin, einen weiteren wichtigen Nährstoff für Ihre Haare. Olivenöl und Fisch liefert Vitamin A, ohne dass es zu einer Überdosierung mit einer Umkehr der Wirkung kommt. Wie Sie sehen, ist eine haar- und hautgesunde Ernährung eigentlich einfach und ganz ohne die zusätzliche Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln gegen Haarausfall möglich. Zusätzliche Produkte in Form von Nahrungsergänzungsmitteln sind vor allem vorübergehend hilfreich und können akuten Haarausfall auf Basis von Mangelerscheinungen aufhalten.

Langfristig sollten Sie sich nicht auf Pillen verlassen, sondern die Versorgung Ihrer Haarfollikel über eine Umstellung Ihrer Ernährung anstreben. Bedenken Sie: Wenn es um die Wirkung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Haarverlust geht, ist genetisch bedingter Haarverlust ausgeschlossen. Wirken kann die ergänzende Vitamin- und Spurenelementzufuhr nur, wenn der Verlust Ihrer Haare auf einem derartigen Mangel und nicht auf einer anderen Ursache beruht.

Warum einigen Nahrungsergänzungsmitteln bei Haarausfall Nebenwirkungen nachgesagt werden

Viel frisches Obst und Gemüse sind die Basis für einen gesunden Haarwuchs. Ihr Körper braucht obendrein tierische Fette, da Fleisch und Co. die Zinkproduktion und den Eisengehalt in Ihrem Blut ankurbeln. Die meisten Menschen haben im Alltag wenig Zeit für eine ausgiebige Überprüfung und Beschäftigung mit ihrer Ernährung.

Vor allem wenn Sie sich häufiger im Fast Food Restaurant befinden oder an grünem Gemüse keinen Gefallen finden, kann die Orientierung auf Nahrungsergänzung vorteilhaft sein. Vor allem Biotin- und Eisenmangel führen über kurz oder lang zu Haarverlust. Auch Zinkmangel, beispielsweise als Begleiterscheinung einer Diabetes, führt zu einer schlechten Haarstruktur und zur Verkürzung der Wachstumsphase.

Die Wirkung von hochwertigen Nahrungsergänzungsmitteln bei Haarverlust ist Thema vieler Studien und konnte bereits mehrfach nachgewiesen werden. Dennoch weist Sie das Team um Dr. Balwi auch darauf hin, dass Sie bei einer Umstellung Ihrer Ernährung auf Zusatznahrung und Spurenelemente in Pillenform verzichten können.

Die positive Wirkung kommt nicht ganz ohne gesundheitliche Risiken. Eine Überdosierung von Vitaminen bewirkt das Gegenteil und kann Ihren Haarausfall sogar verschlimmern. Auch Durchfall und unreine Haut sowie allergische Reaktionen sind bei der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln gegen Haarausfall nicht ausgeschlossen. Eine zu hohe Dosis an Vitamin A verstärkt Ihren Haarverlust deutlich. Viel hilft nicht viel, wenn es um die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln geht.

Haare haben einen hohen Nährstoffbedarf

Kleinste hormonelle Veränderungen und Probleme mit Ihrem Stoffwechsel begünstigen Haarausfall. Ihre Haarfollikel benötigen zahlreiche Nährstoffe in nicht zu unterschätzender Menge. Ist Ihr Organismus gesund, funktioniert Ihr Stoffwechsel einwandfrei und ernähren Sie sich ausgewogen, werden die Haarwurzeln ganz ohne Zusatznahrung ausreichend versorgt.

Verschiedene äußere Einflüsse können allerdings zu einer Mangelversorgung und den damit verbundenen Risiken führen. Fehlt Ihrem Körper Zink, kann die Bildung des haarwachstumsfördernden und strukturstärkenden Keratins nicht erfolgen. Kupfer- und Eisenmangel führt zu einem langsameren Haarwuchs und einer deutlichen Veränderung der Haarstruktur.

Lange bevor Sie unter vermehrtem Haarausfall leiden, wird das Haar stumpf und erweckt einen rauen Anschein. Wenn Sie diese Signale ernst nehmen und Ihre Ernährung kritisch betrachten, werden Sie im Regelfall die vorhandene Mangelerscheinung erkennen. Der Vorteil von Nahrungsergänzungsmitteln bei Haarausfall ist vorübergehender Natur.

Perspektivisch ist es wichtig, dass Ihr Körper alle notwendigen Elemente für den Haarwuchs aus natürlichen Lebensmitteln und nicht aus chemischer Nachbildung bezieht. Diesen Fokus haben Sie auch, wenn Sie unter genetischem Haarverlust leiden und sich für eine Eigenhaartransplantation entscheiden.

Auch die implantierten Follikel müssen ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden. Besonders große Aufmerksamkeit benötigt das implantierte Haar in den ersten Wochen und Monaten nach dem minimalinvasiven Eingriff. Durch das Haarimplantat wurde die genetische Problematik behoben. Jetzt liegt es an Ihnen, Ihrem Körper alle wichtigen Vitamine und Nährstoffe für einen gesunden Haarwuchs zuzuführen.

Fazit – Wem mit Nahrungsergänzungsmitteln bei Haarverlust geholfen werden kann

Fällt Ihr Haar aufgrund einer Mangelerscheinung aus, halten Sie diesen Prozess durch die vorübergehende Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln auf. Eine dauerhafte Einnahme ist allerdings nicht angeraten. Generell sollten Sie sich vor der Entscheidung für Nahrungsergänzung nicht nur über die gewünschte Wirkung, sondern auch über Nebenwirkungen informieren.

Vitamin A in Überdosierung kann zu Haarverlust führen und das Gegenteil von dem erzielen, was Sie sich eigentlich von den Zusatzvitaminen versprechen. Ebenso empfiehlt sich die Orientierung auf ergänzende Vitamin- und Spurenelementprodukte nicht, wenn Ihr Haarverlust genetisch und nicht mangelbedingt ist.

In diesem Fall ist eine Haarimplantation die Lösung, mit der Sie für dauerhaft volles Haar sorgen. Anders verhält es sich beispielsweise bei Frauen in und nach der Schwangerschaft sowie bei Diabetes mellitus Patienten. Hier können Nahrungsergänzungsmittel in vorübergehender Einnahme hilfreich sein und die Ausdünnung der Haare oder das Risiko einer Glatzenbildung vermeiden.

Ehe Sie zu Nahrungsergänzungsmitteln gegen Haarverlust greifen, sollte ein eventueller Mangel klar diagnostiziert sein. Bei einer dermatologischen Untersuchung der Haarwurzeln und mit einem Bluttest schließen Sie andere Auslöser des Haarausfalls aus. Die kurzfristige Einnahme von Nahrungsergänzung ist unbedenklich und hilft dabei, bestehenden Haarausfall zu stoppen und Ihre Haarfollikel zu versorgen.