Vernarbender Haarausfall

Vernarbender Haarausfall

Was ist vernarbender Haarausfall? Wenn das Haar in unüblich großen Mengen ausfällt und sichtbar vernarbte Stellen auf der Kopfhaut hinterlässt, sprechen Mediziner von der sogenannten vernarbenden Alopezie. Darunter versteht man eine komplexe Form von Haarschwund, die perspektivisch zur arealweisen oder vollständigen Kahlköpfigkeit führt. Stellen Sie die Bildung von Verhärtungen oder unerklärlichen Entzündungen in Verbindung mit Haarverlust fest, kann es sich um einen Verlauf mit Narbenbildung handeln. Ob Ihre Haarwurzeln vollständig geschädigt und ausgefallen sind, kann schlussendlich nur von Experten durch eine Analyse der Kopfhaut festgestellt werden.

Haarausfall – ob kreisrund, diffus oder genetisch-bedingt – nagt immer stark am Selbstbewusstsein der Betroffenen. Doch bilden sich auf der durchscheinenden Kopfhaut zusätzlich Narben, schränkt dies Ästhetik und Wohlbefinden noch deutlicher ein. Der Haarschwund mit Narbenbildung kann jedoch völlig unterschiedlich verlaufen durch verschiedene Ursachen auftreten. In jedem Fall sollten Sie diese zwar selten, aber immer wieder einmal vorkommenden Art des Haarverlustes nicht ohne Diagnose behandeln oder abwarten, ob sich die Problematik von selbst löst. Denn gerade im Anfangsstadium kann eine Heilung im Einzelfall möglich sein. Haben sich bereits sichtbare Narben gebildet, bleiben die betroffenen Bereiche Ihres Kopfes im Regelfall kahl. Das Problem bei Haarschwund mit Narbenbildung beruht auf der Vielfalt an Gründen, die Ihre Kopfhaut dauerhaft schädigen und Indizien für schwere Erkrankungen sein können.

In diesem Artikel möchten wir Ihnen alles Wissenswerte rund um den vernarbenden Haarausfall an die Hand geben. Von den üblichen Symptomen und Ursachen, über die psychologischen Auswirkungen, bis hin zur Behandlung.

Welche Symptome weisen auf eine vernarbende Alopezie hin?

Ein untrügliches Symptom bei der sogenannten Alopecia cicatricalis beruht auf dem meist schleichenden, im Anfangsstadium kaum wahrnehmbaren Verlauf. Anfänglich fällt das Haar auf einer winzig kleinen Stelle aus, die beim ersten Hinsehen oder bei einem sehr dichten Haarwuchs nicht ersichtlich ist. Die kahlen Stellen vergrößern und “vermehren” sich jedoch im Laufe der Zeit. Aus einem winzigen Areal entstehen viele unwillkürlich auf dem gesamten Kopf verteilte haarlose Areale. Vernarbender Haarausfall geht zudem oft mit einem starken Juckreiz und mit Schuppen auf der gesamten Kopfhaut einher.

Auch Hautspannungen oder ein Brennen der Kopfhaut sind keine Seltenheit. Der entscheidende Hinweis für diesen Haarschwund sind Hautrötungen mit eitrigen Pusteln, die sich gezielt auf den kahlen Hautstellen bilden. Im weiteren Verlauf sind mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen und Paspeln am stirnseitigen Haaransatz und über den Ohren möglich.

Verlieren Sie mehr Haare als sonst und juckt oder spannt Ihre Kopfhaut, sollten Sie sich die betroffenen Stellen genau ansehen. Lange bevor Verhärtungen und Pickel entstehen, fühlt sich der entsprechende Bereich auf der Kopfhaut eher rau und unnatürlich an. Auch Berührungsempfindlichkeiten und Druckschmerz sind möglich. Da sich die vernarbende Alopezie unbehandelt ausdehnt und zur Glatze auf dem gesamten Kopf führen kann, sollten Sie unbedingt einen Facharzt aufsuchen, sobald Sie die entscheidenden Symptome bei sich erkennen.

Durch welche Ursachen kann die Kopfhaut vernarben?

Verbrennungen und Verätzungen der Kopfhaut führen dazu, dass die Haarwurzeln unwiderruflich zerstört werden und dass auf dem vernarbten Gewebe kein Haar mehr wächst. In diesen Fällen handelt es sich um Ursachen, deren Folgesymptome Sie deuten können. Doch vernarbender Haarausfall hat eine enorme Bandbreite an Ursachen. Beispielsweise kann er in Folge von Pilzerkrankungen, Schuppenflechten oder anderen entzündlichen und bakteriellen Hautinfektionen auftreten. Auch Organerkrankungen, Tumore oder Autoimmunerkrankungen ziehen häufig Haarschwund mit Narbenbildung nach sich. Die Ursache muss daher nicht zwangsläufig auf der Kopfhaut zu finden sein. Eine umfassende Diagnose lässt sich daher zum einen mit einer gründlichen Hautuntersuchung aber auch mit einem großen Blutbild erstellen.

Virale Infekte, kleinste Hautwunden durch Rasuren oder starkes Kopfkratzen und das anschließende Eindringen von Keimen können ebenfalls dazu führen, dass sich spürbare Narben bilden. Die darunter befindlichen Follikel können auf diese Weise absterben und schlussendlich ausfallen.

Die Symptome für Alopecia cicatricalis lassen leider nur wenige Rückschlüsse auf die Ursache zu, wodurch der Facharzt Ihnen zu einem umfassenden Check rät und bei der Ursachenermittlung nach dem Ausschlussprinzip vorgeht. Kopfhautabstriche, Blut- und Organuntersuchungen sind nötig, um eventuell schwere Erkrankungen zu erkennen oder um sie auszuschließen. Reagieren Sie beim kleinsten Verdacht auf die vernarbende Alopezie und lassen Sie die Ursache ermitteln, um schnellstmöglich eine mögliche Behandlung der genauen Ursachen zu ermöglichen.

Wie wirkt sich vernarbender Haarausfall auf die Psyche aus?

Haarausfall ist in vielen Fällen eine Folge von übermäßigem Stress. Doch in jedem Fall erhöht er das Stresslevel aller Betroffenen, unabhängig von der genauen Haarausfall-Form. Vernarbender Haarausfall setzt Betroffene allerdings noch unter zusätzlichen Stress, da nicht nur die Haare ausfallen, sondern auch noch unschöne, sichtbare Narben auf der Kopfhaut zurückbleiben. Dieser Umstand nagt ungemein am Selbstbewusstsein und lässt Menschen händeringend nach Lösungen für diese Problematik suchen. Auch deshalb ist es ungemein wichtig, sich bereits dann von einem Dermatologen Haarexperten beraten zulassen, wenn sich erste Symptome der Erkrankung zu erkennen geben.

Ist vernarbender Haarausfall behandelbar und wenn ja, wie?

Bei den meisten Betroffenen ist das Haar leider unwiderruflich verloren. Im Zusammenhang mit dem Absterben der Follikel bleibt eine sichtbare Narbe zurück, auf der kein neues Haar wächst. Alle Therapien mit durchblutungsfördernder Wirkung und der Zufuhr von Vitalstoffen sind bei Alopecia cicatricalis wirkungslos. Ehe Sie über die Wiederherstellung Ihrer ästhetischen Ausstrahlung nachdenken, sollten Sie die Ursachenbehandlung in den Fokus stellen. Die einzige Behandlungsmöglichkeit nach der Ursachenbekämpfung beruht auf einer Haartransplantation. Vor dem minimalinvasiven Eingriff kann es zunächst nötig sein, dass das vernarbte Gewebe abgetragen wird. Die Eigenhaarverpflanzung kann erst dann vorgenommen werden, wenn die Pilzinfektion, die virale oder bakterielle Infektion und die damit einhergehende Entzündung abgeklungen sind.

Für den Eingriff, der schmerzfrei unter lokaler Betäubung erfolgt, benötigen Sie ausreichend gesunde Follikeleinheiten für die Implantation im Empfängerbereich. In der Haarklinik untersucht das Behandlungsteam vorab, ob das verbliebene Haar stark genug und in ausreichender Menge für eine Haarverpflanzung vorhanden ist. Sollte festgestellt werden, dass der vernarbende Haarausfall in Folge einer Autoimmunerkrankung auftritt, ist die Operation im Regelfall allerdings keine geeignete Behandlungsmethode. Da Autoimmunstörungen nicht heilbar, sondern nur medikamentös eindämmbar sind, würde das frisch implantierte Haar nämlich ebenfalls ausfallen. Bei fast allen Ursachen kann die Haartransplantation jedoch ein großartiges, langfristiges und natürliches Mittel gegen kahle Stellen oder gegen die völlige Kahlköpfigkeit sein.

Eine Frühdiagnostik erhöht die Behandlungschancen bei Alopecia cicatricalis

Die vernarbende Alopezie nimmt bei ausbleibender Untersuchung und zielführender Behandlung immer einen zunehmend schwereren Verlauf. Bei den meisten Ursachen handelt es sich um zwingend behandlungsbedürftige Gründe, die nicht nur Ihren Haarwuchs, sondern Ihr Allgemeinbefinden einschränken. Leider lässt sich vernarbender Haarausfall im Frühstadium nur schwer per Sichtkontrolle erkennen. Um Ihr langfristiges Wohlbefinden zu schützen, sollten Sie im Falle der Fälle also unbedingt direkt Ihren Arzt aufsuchen. Je früher Sie sich gemeinsam auf Ursachenforschung begeben und eine Behandlung vornehmen lassen, desto größer sind die Chancen, dass Ihr Haar gar nicht bzw. nicht vollständig ausfällt.

Wenn sich bereits Narben bilden, ist der Haarwuchs im betroffenen Bereich meistens verloren. Reversibel ist die vernarbende Alopezie also nicht. Allerdings ist sie behandelbar, wenn Sie zeitig reagieren. Warten Sie also nicht ab, ob von selbst neues Haar auf den vernarbten Stellen wächst. Ob eine Behandlung möglich ist und welche Erfolgsquote der ästhetische Eingriff in Ihrem Fall hat, hängt von den Gründen des Haarschwunds und von der Größe der kahlen Bereiche ab. Da sich die Symptome ungehindert auf dem ganzen Kopf ausbreiten, stehen die Chancen bei einer Spätdiagnostik schlecht. Warten Sie daher nicht, ob sich Narben bilden und ob sich eine kahle Stelle verhärtet. Ein Dermatologe geht auf Ursachenforschung und behandelt die Ursache des ernstzunehmenden Symptoms.

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesem Beitrag zum vernarbenden Haarausfall weiterhelfen konnten. Haben Sie Fragen? Dann zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Wenn Sie sich für eine Haartransplantation interessieren oder von unseren Haarexperten zu ihrem Haarproblem beraten werden möchten, dann nutzen Sie jetzt gerne unsere kostenlose Haaranalyse. Wir wünschen Ihnen eine gute Entscheidung und eine schnelle Genesung!

Kostenlose Haaranalyse von Dr. Balwi

Fordern Sie jetzt Ihre kostenlose & unverbindliche Haaranalyse von den Experten an und erfahren Sie Ihren individuellen Behandlungspreis.

Jetzt starten