Haartransplantation bei Vollglatze

Haartransplantation bei Vollglatze

Ist eine Haartransplantation bei Vollglatze möglich und sinnvoll? Wenn die Glatzenbildung bei Ihnen bereits sehr weit fortgeschritten ist und sie nach einer Lösung für dieses Haarproblem suchen, sind Sie hier genau richtig! Männer mit einer Vollglatze leiden häufig unter ihrer Situation. Sie fühlen sich nicht mehr attraktiv, da eine Glatze zu den typischen Alterungsmerkmalen von Männern zählt. Bei älteren Männern ist am Hinterkopf nämlich meist noch ein kleiner Haarkranz vorhanden. Die übrig bleibenden Haare sind übrigens nicht vom erblich bedingte Haarausfall betroffen und daher ideal, um die kahlen Areale damit aufzufüllen. Eine Haartransplantation bei Vollglatze ist daher eine Lösung, um wieder zu mehr Attraktivität und Lebensqualität zu gelangen.

In diesem Artikel möchten wir Ihnen zeigen, ob eine Haartransplantation bei Vollglatze auch wirklich sinnvoll ist. Zudem erläutern wir die Abläufe der Operation und was es als Patient sonst noch zu beachten gibt.

Was könnte gegen die Haartransplantation bei weit fortgeschrittenem, starkem Haarausfall sprechen?

Vermutlich gibt es einen guten Grund dafür, dass Sie sich über eine mögliche professionelle Haarverpflanzung trotz fortgeschrittener Glatzenbildung informieren. Tatsächlich gibt es den ein oder anderen Fakt, der theoretisch gegen die Operation sprechen könnte. Im Folgenden haben wir Ihnen einige davon aufgelistet:

  • Es sind zu wenig Spenderhaare verfügbar, um die Glatze komplett zu verdichten
  • Geringere Haardichte stellt Patienten möglicherweise nicht zufrieden
  • Haarausfall schreitet sehr schnell voran, sodass eventuell weitere Sitzungen notwendig werden
  • Aufgrund der hohen Anzahl an Grafts wird die Operation zu teuer für einen Patienten
  • Es könnten auffällige Lücken im Bereich der Spenderhaare zurückbleiben
  • Möglicherweise höhere Zufriedenheit durch alternative Maßnahmen (z.B. Haarpigmentierung)

Gegen die Operation bei einer Vollglatze können also sowohl ästhetische, körperliche als auch finanzielle Gründe sprechen. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass die Haartransplantation nicht möglich oder nur wenig sinnvoll ist.

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Warum ist die Haartransplantation bei Vollglatze grundsätzlich möglich?

Eine Vollglatze bildet sich bei Männern, wenn der erblich bedingte Haarverlust weit fortschreitet. Bei Männern lässt sich dieser genetische Haarausfall oft schon vor dem 20. Lebensjahr anhand von Geheimratsecken und einem zurückweichenden Haaransatz erkennen. Im Laufe der Jahre bildet sich am Oberkopf eine sogenannte Tonsur. Schreitet der Haarverlust weiter fort, verschmelzen die Tonsur und die Stirnglatze zu einer Vollglatze. Männer, die jünger wirken möchten, rasieren sich den verbliebenen Haarkranz vom Hinterkopf oft ab.

Doch das muss nicht sein. Denn auch für Männer mit Vollglatze gibt es grundsätzlich die Möglichkeit einer Haarverpflanzung. Der Haarkranz am Hinterkopf bietet, wie gesagt, die entsprechenden Spenderhaare dafür. Diese Haare fallen bei den meisten Männern mit einem erblich bedingtem Haarausfall auch beim weiten Fortschreiten des Haarausfalls und im hohen Alter nicht aus. Sie sind glücklicherweise resistent gegen Dihydrotestosteron, das Abbauprodukt des männlichen Sexualhormons Testosteron. Es greift bei einem erblich bedingten Haarausfall die Haarwurzeln an, schädigt sie und führt zum Haarverlust.

Untersuchungen haben ergeben, dass die Haare vom Hinterkopf auch dann noch resistent gegen Dihydrotestosteron sind, wenn sie verpflanzt wurden. Daher ist eine Haarverpflanzung bei Vollglatze möglich. Es kommt jedoch darauf an, mit den noch vorhandenen Haaren möglichst sparsam umzugehen. Eine Alternative zur Haarentnahme vom Hinterkopf können auch Barthaare oder Körperhaare von Brust, Rücken, Armen oder Beinen darstellen. Das beste Ergebnis wird jedoch mit den Haaren vom Hinterkopf erzielt, da Haare aus anderen Körperregionen meist auch unterschiedliche Strukturen aufweisen.

Mit welcher Operationsmethode wird die Haarverpflanzung bei einer Vollglatze durchgeführt?

Um die vorhandenen Haare vom Hinterkopf möglichst effizient zu nutzen und den kleinen, noch bestehenden Haarkranz nicht zu „überernten“, werden Haartransplantationen bei Vollglatze häufig mit der Robotertechnik ausgeführt. Es handelt sich dabei um eine Weiterentwicklung der modernen FUE-Methode (Follicular Unit Extraction). Dabei werden die Haarwurzeln einzeln entnommen und verpflanzt.

Entscheiden Sie sich für die Eigenhaarverpflanzung, macht sich der Arzt zuerst ein Bild von Ihrer Kopfhaut und den noch vorhandenen Haaren. Er befragt Sie zu Allergien und Unverträglichkeiten, zur Einnahme von Medikamenten und zu bestehenden Erkrankungen. Bestehen keine Bedenken gegen die Haarverpflanzung, zeichnet der Arzt die gewünschte Haarlinie an. Da nicht mehr viele Haare für eine Eigenhaarverpflanzung vorhanden sind, werden die Haare zumeist nur im vorderen Bereich des Kopfes transplantiert, sodass noch eine Tonsur bestehen bleibt. Das ist oft der Fall, da einfach nicht genügend Spenderhaare zur Verfügung stehen. Dennoch entscheiden sich viele Menschen für den Eingriff, um endlich wieder ihre Haarlinie im Spiegel bewundern zu können.

So läuft die Operation in etwa ab

Die verbliebenen Haare rasiert man zunächst ab. Nachdem Sie eine örtliche Betäubung in den Entnahmebereich der Haare erhalten haben, wird ein kleiner Rahmen platziert. In diesen Rahmen setzt der Arzt den Roboterarm. Der Roboter scannt den darin befindlichen Bereich und berechnet, wie viele Haare in diesem Bereich entnehmbar sind. Man explantiert nicht mehr als 15 bis 20 Prozent der Haarfollikel pro Quadratzentimeter Kopfhaut, um später keine auffälligen Lücken im Haarbild zu hinterlassen. So wird schlussendlich ausgeschlossen, den Entnahmebereich zu überernten.

Ist nur ein kleiner Entnahmebereich vorhanden, ist die Ausbeute an Haarfollikeln, die zur Transplantation dienen können, entsprechend gering. Die Haarfollikel stanzt der Roboterarm in der Folge aus. Der Arzt prüft die entnommenen Haarfollikel auf ihre Qualität, um nur die gesündesten und kräftigsten Haarfollikel zu verpflanzen. Die Haarfollikel bewahrt das Ärzteteam in einer Nährlösung auf, bis der Zeitpunkt der Einpflanzung gekommen ist. Um noch mehr Haare zu gewinnen, versetzen die Profis auch den Rahmen im Entnahmebereich.

Im zweiten Teil der Haartransplantation bei Vollglatze werden die zuvor entnommenen dann Haare verpflanzt. Sie erhalten in den Empfängerbereich der Haare eine örtliche Betäubung. Mit einem Skalpell sticht der Arzt Kanäle in den Empfängerbereich. Abhängig von den vorhandenen Spenderhaaren werden die Kanäle mehr oder weniger dicht gesetzt. Es kommt darauf an, die Haarlinie möglichst natürlich erscheinen zu lassen. Daher werden die Kanäle an der Haarlinie dichter als im übrigen Bereich gestochen. Die entnommenen Haarfollikel werden in die Kanäle eingesetzt. Am nächsten Tag können Sie dann in der Regel auch schon Ihre Heimreise antreten.

Ergebnis nach der Haarverpflanzung bei Vollglatze

Halten Sie sich an die Anweisungen des Arztes, können Sie mit einem zufriedenstellenden, natürlichen Ergebnis planen. Allerdings fallen die transplantierten Haare zunächst nach zwei bis sechs Wochen wieder aus. Die Haarfollikel müssen sich regenerieren und treten in die Ruhephase ein. Das ist ein gewöhnlicher Prozess im Anschluss an die Operation. Nach etwa drei Monaten wachsen die transplantierten Haare dann auch sichtbar wieder nach. Zunächst sind sie noch etwas dünn, doch sie werden im Laufe der Zeit zusehends kräftiger. Nach 12 bis 18 Monaten können Sie das endgültige Ergebnis im Spiegel bewundern. Grundsätzlich haben Sie dann die folgenden Möglichkeiten:

  • Keine weitere Haarverpflanzung mehr ausführen lassen
  • Eine erneute Sitzung der Haartransplantation ausführen lassen, wenn noch mehr Spenderhaare zur Verfügung stehen
  • Die Kopfhaut mit einer professionellen Haarpigmentierung verdunkeln

Möchten Sie keine weitere Haarverpflanzung mehr durchführen lassen, können Sie die Haare auch geschickt frisieren, sodass von der Tonsur kaum etwas zu sehen ist. Zu Empfehlen ist auch, dass Sie essentielle Nährstoffe und Vitamine nach der Haartransplantation zu sich nehmen. Eine ausgewogene und gut geplante Ernährungs- sowie eine generell gesunde Lebensweise, können entscheidend dazu beitragen, den fortschreitenden Haarausfall auszubremsen.

Höhere Haardichte simulieren mit einer zusätzlichen Haarpigmentierung

Reicht das vorhandene Haar für eine weitere Transplantation nicht mehr aus, kann ungefähr ein Jahr nach der Haarverpflanzung bei Vollglatze auch eine Haarpigmentierung erfolgen. Es handelt sich dabei nicht um einen operativen Eingriff. Dabei bringen die Experten Pigmente in der Farbe Ihrer Haare auf die Kopfhaut, sodass der Anschein entsteht, Sie hätten volles Haar. Auch wenn sich dadurch kein neues Haarwachstum anregen lässt, lassen sich mit der Behandlung größere kahle Stellen, wie beispielsweise die Tonsur nach der Haartransplantation bei Vollglatze, überdecken.

Wurden die Haare nur dünn gesetzt, da nur wenig Spenderhaar vorhanden war, kann die Pigmentierung auch im Transplantationsbereich erfolgen. So simuliert man optisch eine höhere Haardichte, ohne weitere Haare zu transplantieren. Werden kahle Stellen aufgefüllt, wirken die Pigmente wie Haarstoppeln. Diese Pigmente sind gut verträglich. Abhängig von der Art der Pigmente verblasst die Farbe nach etwa zwei bis drei Jahren. Die Pigmentierung kann dann natürlich wieder aufgefrischt werden.

Tipp: Die Haarpigmentierung ist für viele Patienten eine absolut sinnvolle Ergänzung zur operativen Haartransplantation. Für viele Menschen mit Vollglatze ist sie aber auch eine Alternative, da sie den Anschein erweckt, dass man sich das volle Haar schlichtweg nur abrasiert hätte. Männer mit Vollglatze sehen dadurch deutlich jünger aus, als vor der Maßnahme.

Wird eine weitere Haartransplantation notwendig sein?

Frühestens ein Jahr nach der ersten Haarverpflanzung bei Vollglatze kann eine erneute Haartransplantation erfolgen, wenn noch genügend Spenderhaar vorhanden ist. Das Spenderhaar kann wieder mit der Robotermethode vom Hinterkopf entnommen und verpflanzt werden. Der Arzt wird den Abstand der Kanäle wieder abhängig von den vorhandenen Spenderhaaren wählen.

Es kann aber natürlich auch sein, dass man als Patient mit dem Endergebnis dauerhaft oder sehr lange zufrieden ist, sodass man sich gar keiner weiteren Operation unterzieht. Ein grundsätzlich entscheidender Vorteil der Haartransplantation bei einer Vollglatze ist, dass der Haarausfall schon so weit fortgeschritten ist, dass er möglicherweise kaum noch weiter voranschreiten kann. Dementsprechend besteht auch eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür, dass man sich keiner weiteren Operation unterziehen muss.

Haarverpflanzung bei Vollglatze – Spenderhaar gezielt ausnutzen

Eine Haartransplantation bei Vollglatze ist also möglich. Die Haare werden dafür, wie gewöhnlich, aus dem noch vorhandenen Haarkranz am Hinterkopf entnommen. Um diesen Bereich nicht zu überernten, nutzt man meist die Robotermethode. Die Haarfollikel werden dafür mit einem Roboterarm entnommen. Sollten sich zu wenige Spenderhaare gewinnen lassen, erfolgt die Transplantation größtenteils nur im vorderen Bereich des Kopfes. An der Haarlinie werden die Haare dementsprechend dichter eingesetzt. Zumeist wird die Tonsur am Oberkopf nicht aufgefüllt. Nach frühestens einem Jahr kann dann oft aber auch die Tonsur aufgefüllt werden, wenn das Spenderhaar vom Hinterkopf dafür noch ausreicht.

Als Betroffener mit weit fortgeschrittener Glatzenbildung müssen Sie die Haartransplantation und die Chance auf volleres Haar also nicht grundsätzlich abschreiben. Neben der Haarverpflanzung eignet sich zudem die Haarpigmentierung als sinnvolle Ergänzung oder sogar ebenfalls zufrieden stellende Alternative.

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesem Artikel über die professionelle Eigenhaarverpflanzung bei einer Vollglatze weiterhelfen konnten. Haben Sie Fragen? Dann kontaktieren Sie uns jederzeit gern. Wenn Sie mögen, können Sie jetzt auch unsere kostenlose Haaranalyse durchführen lassen. Dort erhalten Sie eine unverbindliche Einschätzung Ihres derzeitigen Haarbildes durch unsere erfahrenen Mitarbeiter. Wir wünschen Ihnen eine gute Entscheidung und schon bald wieder volles Haar!

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