Haartransplantation mit Stammzellen – Mit der Stammzellentherapie gegen den Haarausfall

Haartransplantation mit Stammzellen

Was genau ist eine Haartransplantation mit Stammzellen? Auf der Suche nach der einen Lösung gegen den fortschreitenden Haarausfall gelangen Männer und Frauen irgendwann zwangsläufig an den Punkt, an dem Sie auf die Haartransplantation stoßen. Schließlich stellt die Operation die einzige Möglichkeit dar, dort wieder Haare zu wachsen, wo Sie sich aufgrund des erblich-bedingten Haarausfalls bereits dauerhaft verabschiedet hatten. Wie erfolgreich eine professionelle Eigenhaarverpflanzung am Ende ist, hängt vor allem von der erzielten Anwuchsrate ab. Heutzutage liegt diese bei renommierten Haarkliniken bei über 90 Prozent. Doch die Erfolgschancen steigen mit fortschreitenden, technischen Entwicklungen.

Eine von ihnen ist die Haartransplantation mit Stammzellen. Eine neue, fortschrittliche Operationstechnik, deren Merkmal eine besonders hohe Anwuchsrate ist. Die Entnahme der Stammzellen kann dabei aus dem Unterhautfettgewebe und von den entnommenen Haarfollikeln erfolgen. Der Eingriff wird vorrangig beim genetischem Haarausfall angewendet, doch eignet sie sich auch bei anderen Formen von Haarausfall.

In diesem Artikel möchten wir Ihnen das Wichtigste rund um die Haarverpflanzung mit Stammzellen erläutern. Von allgemeinen Informationen, über die Wirkung, den Ablauf und die Vorteile, bis hin zu den Anwendungsmöglichkeiten der Technik.

Haartransplantation mit Stammzellen aus dem Unterhautfettgewebe – Wie funktioniert das?

Um Stammzellen aus dem Unterhautfettgewebe zu gewinnen, erhalten Patienten zuallererst eine örtliche Betäubung in dem Bereich, aus dem die Entnahme des Unterhautfettgewebes durch eine kleine Mikroöffnung erfolgt. Das Unterhautfettgewebe wird mit einer speziellen Spritze durch eine kleine Öffnung in der Haut entnommen. Die Ärzte bereiten das Unterhautfettgewebe dann auf, sodass eine Zellemulsion, das sogenannte Nano-Fett, entsteht. Dieses injiziert man bei der Haartransplantation in die Kopfhaut.

Die Stammzellen aus dem Unterhautfettgewebe bestehen aus verschiedenen Zelltypen und werden als mesenchymale Stammzellen bezeichnet. Aus dem Unterhautfettgewebe werden Fett-Vorläuferzellen, Fibroblasten, Blutzellen, Makrophagen und Endothelzellen entnommen. Diese multipotenten Stammzellen können sich zu verschiedenen Zelltypen entwickeln und Wachstumsfaktoren produzieren und dem Haarverlust entgegenwirken. Bei den Wachstumsfaktoren handelt es sich um verschiedene Aminosäuren, die das Zellwachstum anregen und die noch intakten Haarfollikel in den kahlen Bereichen reaktivieren können.

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Die Wirkung der Wachstumsfaktoren bei der Haarverpflanzung mit Stammzellen aus Unterhautfettgewebe

Die Wachstumsfaktoren bFGF und aFGF regen die Gefäßbildung und die Durchblutung an und fördern die Bildung von Fettgewebe an den Haarwurzeln. Das Fettgewebe enthält mesenchymale Stammzellen, die in der implantierten Region der Kopfhaut anwachsen und dem Haarausfall entgegenwirken. Das funktioniert auch, weil die Haarwurzeln effektiver Nährstoffe und Sauerstoff erhalten.

PDGF ist ein weiterer Wachstumsfaktor und verhindert den programmierten Zelltod. Die Wirkung der anderen Wachstumsfaktoren auf die Haarwurzeln verstärkt sich durch PDGF.
Der Wachstumsfaktor VEFG erhöht die Durchlässigkeit der Blutgefäße, was zu einer besseren Versorgung der Haarwurzeln mit Sauerstoff und Nährstoffen führt. Die Angiogenese, die Gefäßbildung, wird mit diesem Wachstumsfaktor gefördert. Schlussendlich ähnelt der Wachstumsfaktor IGF dem Insulin und ist am Wachstum der Haarwurzeln beteiligt.

Haartransplantation mit Stammzellen aus den Haarfollikeln

Die Stammzellen können auch aus den Haarfollikeln entnommen werden. Das ist sogar direkt während der Eigenhaarverpflanzung möglich. Dafür werden der Entnahmebereich der Haarfollikel, sowie der spätere Transplantationsbereich örtlich betäubt. Mit einer Hohlnadel lassen sich anschließend die Haarfollikel entnehmen. Aus den Haarfollikeln isolieren die behandelnden Fachärzte dann darauf folgend die Stammzellen. Die Stammzellen aus den Haarfollikeln sind genauso multipotent wie die Stammzellen aus dem Unterhautfettgewebe und können sich zu verschiedenen Zelltypen entwickeln. Sie regen die regenerativen Vorgänge in den Haarwurzeln an und sind in der Lage, sich selbst zu erneuern. Auch diese Stammzellen bilden verschiedene Wachstumsfaktoren und fördern schlussendlich das Zellwachstum.

Kombination der Haarverpflanzung mit Stammzellen mit der PRP-Methode

Die gewonnenen Stammzellen lassen sich also während der Eigenhaarverpflanzung direkt in den Transplantationsbereich spritzen. Doch die Eigenhaarverpflanzung mit Stammzellen lässt sich auch mit der PRP-Methode kombinieren werden. PRP ist die Abkürzung für platelet rich plasma – plättchenreiches Blutplasma. Das Blut wird Ihnen dabei aus einer Vene entnommen und in einer Zentrifuge aufbereitet. Es enthält mindestens 50 Prozent Blutplättchen, die bei der Wundheilung für die Krustenbildung sorgen und das Wachstum der Haare anregen können. Auch die Blutplättchen enthalten verschiedene Wachstumsfaktoren. Die Stammzellen werden dann in das aufbereitete Blutplasma gegeben und bei der Haartransplantation eingesetzt.

So erfolgt die Haartransplantation mit Stammzellen

Unabhängig davon, ob man die Stammzellen aus dem Unterhautfettgewebe oder aus den Haarfollikeln entnimmt, erfolgt zuerst eine Rasur des Kopfes. Danach findet die örtliche Betäubung des Entnahmebereichs und Transplantationsbereichs statt. Mit einer Hohlnadel entnimmt der behandelnde Facharzt dann die Haarfollikel aus dem betäubten Spenderbereich. Aus einem Teil der Stammzellen und dem Blutplasma bereiten er und sein Team dann eine Nährlösung vor. In dieser bewahren die Ärzte dann die entnommenen Haarfollikel auf, bis sie sie im nächsten Schritt der Operation in die kahlen Bereiche der Kopfhaut transplantieren.

Die Nährlösung verhindert das Absterben der entnommenen Haarfollikel und die Wachstumsfaktoren fördern das Anwachsen der Haare. Im Transplantationsbereich werden die Haarwurzelkanäle mit einem Skalpell oder einer Nadel geöffnet. Der restliche Teil der Stammzellen und des Blutplasmas wird in den Transplantationsbereich injiziert. Anschließend werden die entnommenen Haarfollikel im entsprechenden Austrittswinkel und in Wuchsrichtung eingesetzt.

Etwa ein Jahr nach der Haarverpflanzung können Sie sich dann über ein volles Haar freuen. Doch in der Zwischenzeit ist es enorm wichtig, dass Sie die Vorgaben Ihres Arztes zum idealen Verhalten nach der Haartransplantation ernst nehmen und einhalten.

Vorteile der Haarverpflanzung mit der Stammzellentherapie

Die Haartransplantation mit Stammzellen ist im Allgemeinen sehr gut verträglich, da es sich um körpereigenes Material handelt, das frei von chemischen Stoffen ist. Bei der Haarimplantation mit Stammzellen sind grundsätzlich auch keinerlei Nebenwirkungen zu erwarten. Hier möchten wir Ihnen jetzt noch einmal die entscheidenden Vorteile der Therapie übersichtlich zusammenstellen:

  • Reduzierung des Zelltodes
  • Bessere Überlebensrate der entnommenen Haarfollikel in der Stammzellenlösung
  • Längere Sauerstoffversorgung der entnommenen Haarfollikel und verbesserter Erhalt des Säuregehalts der Haarfollikels
  • Anregung des Haarwachstums und verbesserte Durchblutung der Kopfhaut
  • Vitalisierung und Aktivierung der leblosen, aber noch vorhandenen Haarfollikel im Transplantationsbereich, sodass sie wieder neue Haare bilden können
  • Schnellere Heilung von Spender- und Transplantationsbereich
  • Lange anhaltender Erfolg.

Für wen eignet sich die Haartransplantation mit Stammzellen?

Wenn Sie unter starkem Haarschwund leiden, kann eine Eigenhaarverpflanzung mit Stammzellen die Lösung sein. Die genannten Vorteile zeigen auf, warum die Stammzellenlösung dafür sorgt, dass die entnommenen Follikeleinheiten viel stärker und damit lebensfähiger sind. Gerade Patienten mit geschwächtem Haarwuchs sind mit dieser Behandlung gegen Haarverlust gut beraten. Wird eine Haartransplantation mit geschwächten Grafts vorgenommen, wirkt sich dieser Umstand auf die Anwuchsrate und damit auf die Ergebnissicherheit der Behandlung aus.

Der Säure- und Sauerstoffgehalt Ihrer Spenderhaare lässt sich durch die Haartransplantation mit Stammzellen fördern – genauso wie die Durchblutung Ihrer Kopfhaut. In der Gesamtheit ergibt sich daraus ein Vorteil, der Ihr Haar durch die natürlichen Zellen Ihres Körpers kräftig und dicht nachwachsen lässt.

Die Therapie ist sehr gut bei Patienten mit genetischem Haarverlust geeignet

Die Eigenhaarverpflanzung mit Stammzellen eignet sich sehr gut bei erblich bedingtem Haarausfall. Bei Männern macht sich dieser Haarausfall mit Geheimratsecken, Stirnglatze und Glatzenbildung bemerkbar, während bei Frauen die Haare um den Mittelscheitel immer lichter werden. Außerdem führt die Operation zur Aktivierung der noch vorhandenen Haarwurzeln in den kahlen Bereichen, sodass sie wieder neue Haare ausbilden können. Die Haarfollikel werden widerstandsfähiger gegen Dihydrotestosteron, das beim Abbau von Testosteron entsteht. Beim erblich bedingten Haarausfall wird das männliche Sexualhormon Testosteron verstärkt ausgeschüttet. Das ist sowohl bei Männern, als auch bei Frauen der Fall.

Die Methode der Haarimplantation mit Stammzellen kann auch bei anderen Formen von Haarausfall, beispielsweise bei mechanischem Haarausfall und bei diffusem Haarausfall, angewendet werden. Häufig sind in den kahlen Bereichen noch intakte Haarfollikel vorhanden, die sich mit den Stammzellen zur Bildung neuer Haare anregen lassen. Auch bei einigen Formen von vernarbendem Haarausfall können die Haare zusammen mit Stammzellen implantiert werden. Die Haare wachsen an den vernarbten Stellen schneller an und überleben länger. Haarfollikel sind in den vernarbten Bereichen jedoch nicht mehr vorhanden.

Ob die Haarverpflanzung mit Stammzellen bei diffusem und kreisrundem Haarausfall angewendet werden kann, hängt davon ab, ob der Haarausfall durch eine Hormonstörung oder eine Autoimmunerkrankung ausgelöst wurde. Ist dies der Fall, ist die Haartransplantation mit Stammzellen nicht anwendbar, da die transplantierten Haare wieder ausfallen würden. In solchen Situationen liegt die Lösung des Haarproblems in der Bekämpfung der Krankheit selbst.

Förderung des Haarwachstums und bessere Anwuchsrate bei der Eigenhaarverpflanzung mit Stammzellen

Wenn Sie sich für eine Haartransplantation mit Stammzellen entscheiden, wird die Stammzellenlösung dafür im Labor gezüchtet. Dennoch handelt es sich nicht um körperfremde, sondern um Ihre körpereigenen Zellen und damit um eine Maßnahme, die frei von Fremdstoffen und dem Risiko einer Abstoßung ist. Vor allem bei genetischem und hormonellem Haarschwund hat sich die Stammzellentherapie bewährt. Ob diese Behandlung für Sie in Frage kommt, findet das Behandlungsteam der Haarklinik in einer Untersuchung Ihrer Kopfhaut und der Haarfollikel heraus.

Eine Haarverpflanzung mit Stammzellen ist definitiv durch eine bessere Anwuchsrate der Haare geprägt. Die Stammzellen lassen sich aus dem Unterhautfettgewebe und aus den Haarfollikeln entnehmen, sich zu verschiedenen Zelltypen entwickeln und zur Freisetzung von Wachstumsfaktoren bewegen. Auch eine Kombination mit der PRP-Therapie gegen Haarausfall ist möglich. Die neumoderne Operationsmethode mit der Stammzellentherapie ist definitiv eine Technik, die vielen Menschen neue Hoffnung im Kampf gegen den Haarverlust geben dürfte.

Haben Sie Fragen zur Haartransplantation mit Stammzellen? Dann berät Sie unser Behandlungsteam gerne ausführlich über den Ablauf und die Möglichkeiten des Eingriffs. Nutzen Sie auch gern unsere kostenlose Haaranalyse, um eine erste unverbindliche Einschätzung unserer Experten zu erhalten. Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Behandlung und schon bald wieder volles Haar!

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