Haben Sie sich bislang eher ungesund und unausgewogen ernährt, kann sich das mit Haarproblemen bemerkbar machen. Eine Ernährungsumstellung kann helfen, die Haarwurzeln wieder zur Bildung neuer Haare anzuregen. Umgekehrt kann ein Haarausfall nach Ernährungsumstellung eintreten, wenn Sie eine Diät machen oder infolge einer Erkrankung oder Unverträglichkeit Ihre Ernährung umstellen müssen.

Haarausfall nach Ernährungsumstellung – Verkürzung der Wachstumsphase

Die Haare des Menschen durchlaufen einen Wachstumszyklus, der sich in drei Phasen gliedert:

Anagenphase oder Wachstumsphase, in der sich ungefähr 80 Prozent der Haare befinden und die zwei bis sechs Jahre dauert
Katagenphase oder Übergangsphase, in der sich etwa zwei Prozent der Haare befinden und die zwei bis drei Wochen dauert
Telogenphase oder Ruhephase, in der sich etwa 18 Prozent der Haare befinden und die drei bis sechs Monate dauert.

In der Telogenphase fallen die Haare aus. Sie werden von den neuen, nachwachsenden Haaren aus den Haarfollikeln geschoben. Die Haarfollikel regenerieren sich. Der Wachstumszyklus beginnt von vorn.
Bei einem Haarverlust nach Ernährungsumstellung können sich die Wachstumsphasen der Haare verkürzen. Das führt dazu, dass die Ruhephase zeitiger einsetzt und die Haare ausfallen. Der Haarausfall nach der Umstellung der Ernährung tritt meist erst einige Wochen später ein.

Zu einem Haarverlust kann es kommen, da die Haare nicht mehr genügend mit Mineralstoffen und Vitaminen versorgt werden. Eine Ernährungsumstellung bei einer Diät kann zu Mangelerscheinungen führen, die sich auch mit Haarausfall äußern. Die Haare fallen auf dem gesamten Kopf gleichmäßig aus. Es handelt sich um einen diffusen Haarausfall. Die Haare können wieder nachwachsen, wenn die Ursache für den Haarausfall beseitigt wurde. Stellen Sie Ihre Ernährung nach der Diät wieder um, sodass Sie sich wieder gesund ernähren, können die Haare wieder nachwachsen.

Erblich bedingter Haarverlust nach Ernährungsumstellung

Ein erblich bedingter Haarausfall trifft ungefähr 80 Prozent der Männer und auch viele Frauen. Er kann durch den Vater, aber auch durch die Mutter vererbt werden. Bei Männern treten Geheimratsecken, Stirnglatze und Glatze auf, während bei Frauen die Haare um den Mittelscheitel verstärkt ausfallen. Der erblich bedingte Haarausfall wird nicht direkt durch eine Ernährungsumstellung ausgelöst, doch kann er indirekt durch eine Ernährungsumstellung begünstigt werden.

Bei einem erblich bedingten Haarausfall lagert sich das Abbauprodukt von Testosteron, Dihydrotestosteron, an den Haarwurzeln an, schädigt sie und führt zum Ausfall der Haare. Ein Haarausfall nach Ernährungsumstellung, da Sie Ihre Ernährung auf eine Diät umstellen, kann auftreten, da die Haarfollikel nicht mehr genügend mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgt werden. Die Haarfollikel sind anfälliger gegen Dihydrotestosteron und sterben schneller ab. Der erblich bedingte Haarausfall kann dadurch verstärkt oder begünstigt werden.

Haarverlust nach Ernährungsumstellung bei einer Krankheit

Leiden Sie unter einer Allergie, Unverträglichkeit oder einer Krankheit, kann eine Ernährungsumstellung erforderlich sein. Sie müssen verschiedene Lebensmittel aus Ihrem Speiseplan verbannen, da Sie sie nicht vertragen oder diese Lebensmittel die Symptome der Krankheit verstärken können. Bei Gicht können Sie verschiedene Lebensmittel wie Leber, Makrele, Hering, Spargel oder Hülsenfrüchte nicht mehr oder nur noch in geringen Mengen essen, da sie die Symptome verstärken.

Bei einer Getreideunverträglichkeit müssen Sie auf Weizen- oder Roggenprodukte verzichten. Schnell laufen Sie bei einer Ernährungsumstellung die Gefahr, sich einseitig zu ernähren. Ein Haarausfall kann die Folge sein. Allerdings muss es dazu nicht kommen, denn bei Gicht oder auch bei anderen Erkrankungen können Sie verschiedene Lebensmittel durch andere gesunde Lebensmittel ersetzen. So können Sie bei Gicht beispielsweise Spargel durch Kohlrabi oder Hering durch Zander ersetzen.

Bei einer Getreideunverträglichkeit können Sie statt Weizen oder Roggen Dinkel oder ein Pseudogetreide wie Quinoa verwenden. Um einen Haarausfall nach Ernährungsumstellung zu vermeiden, sollten Sie darauf achten, welche Lebensmittel als Ersatz ähnlich reich an Vitaminen und Mineralstoffen sind. Im Internet finden Sie dazu verschiedene Tabellen.

Haarausfall bei Umstellung auf vegane oder vegetarische Ernährung

Gegenwärtig stellen viele Menschen ihre Ernährung auf eine vegane oder vegetarische Lebensweise um. Sie handeln aus Überzeugung, um die Umwelt zu schonen, die Tiere zu schützen, aber auch den Gehalt an ungesundem Cholesterin in der Ernährung zu senken. Es kann zu einem Haarverlust nach Ernährungsumstellung kommen, da Sie für einen gesunden Haarwuchs auch Inhaltsstoffe aus tierischen Nahrungsmitteln benötigen.

Essentielle Aminosäuren sind wichtig für den Haarwuchs und sind in tierischen Lebensmitteln häufiger als in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten. Nicht anders sieht es mit den Vitaminen des B-Komplexes Vitamin B3, Vitamin B6 und Vitamin B12 aus. Sie kommen vorrangig oder ausschließlich in pflanzlichen Lebensmitteln vor. Stellen Sie Ihre Ernährung auf vegan oder vegetarisch um, nehmen Sie solche Vitamine nicht ausreichend oder gar nicht zu sich. Mangelerscheinungen sind die Folge.

Ein Haarverlust nach Ernährungsumstellungauf vegane Ernährung kann auch in einer Unterversorgung mit Mineralstoffen wie Zink oder Kupfer begründet sein. Möchten Sie einen Haarausfall vermeiden, sollten Sie Ihrem Körper die entsprechenden Vitamine und Mineralstoffe mit Nahrungsergänzungsmitteln zuführen.

Wie eine Ernährungsumstellung gegen Haarausfall wirken kann

Eine Ernährungsumstellung kann zu Haarausfall führen, wenn Sie sich künftig ungesund ernähren oder wenn Sie eine Diät machen möchten. Allerdings kann sich eine Ernährungsumstellung auch positiv auf das Haarwachstum auswirken. Haben Sie sich bislang ungesund und unausgewogen ernährt, da Sie häufig Fastfood gegessen und nicht auf Vitamine und Mineralstoffe geachtet haben, können Sie Ihre Ernährung umstellen, um wieder zu einem gesunden Haarwuchs zu kommen. Um die Haare genügend mit Vitaminen und Mineralstoffen zu versorgen, sollten Sie in Ihren Speiseplan viel Obst, Gemüse, Milchprodukte, Eier, Fisch und mageres Fleisch einbauen.

Was Sie bei Nahrungsergänzungsmitteln beachten sollten

Nahrungsergänzungsmittel werden in Hülle und Fülle angeboten. Nicht immer halten sie, was sie versprechen. Kommt es zu einem Haarausfall nach einer Ernährungsumstellung und können Sie verschiedene Vitamine und Mineralstoffe nicht ausreichend aufnehmen. sollten Sie an Nahrungsergänzungsmittel denken. Verschiedene Nahrungsergänzungsmittel werden speziell gegen Haarausfall angeboten. Sie sind auf die Bedürfnisse von Haaren und Kopfhaut abgestimmt. Einige Nahrungsergänzungsmittel enthalten Wirkstoffkomplexe aus mehreren Vitaminen und Mineralstoffen. Um einem Haarverlust vorzubeugen, sollten Sie die Nahrungsergänzungsmittel täglich zu sich nehmen. Die Einnahme kann über einen langen Zeitraum erfolgen.

Fazit: Haarverlust nach Ernährungsumstellung als Mangelerscheinung

Ein Haarausfall nach Ernährungsumstellung kann auftreten, da Ihr Haar nicht mehr genügend mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgt wird. Das ist bei einer Diät oder bei einer Umstellung auf eine Ernährung mit anderen Lebensmitteln bei einer Kranheit oder Unverträglichkeit der Fall, da es sich oft um eine einseitige Ernährung handelt. Auch bei der Umstellung auf eine vegetarische oder vegane Ernährung kann es zu einem Haarausfall kommen. Die Haare fallen wenige Wochen nach der Ernährungsumstellung aus. Handeln Sie rechtzeitig und verzichten Sie nicht auf Vitamine und Mineralstoffe, können Sie einem Haarverlust entgegenwirken. Mit Nahrungsergänzungsmitteln können Sie einen Haarausfall vermeiden.