Haare klonen – Ist das möglich?

Haare klonen

Kann man Haare klonen? Neue Haare zu bekommen, obwohl nicht mehr genügend Spenderhaare auf dem Kopf vorhanden sind – das ist der Traum vieler Menschen, die unter Haarausfall und einer zunehmenden Glatzenbildung leiden. Forscher arbeiten daran, Haare zu klonen. Es könnte tatsächlich die Zukunft der Haartransplantation sein – und die ersten positiven Ergebnisse wurden sogar schon verzeichnet. Doch ist es wirklich realistisch, dass wir unsere Haare demnächst einfach klonen und nicht mehr auf das derzeitige Spenderhaar aus dem Hinterkopf angewiesen sind, um entstandene Lücken im Haarbild aufzufüllen? Wie weit ist die heutige Forschung? Und birgt das Vervielfältigen von Haaren auch Risiken?

In diesem Artikel möchten wir Ihnen diese Fragen beantworten. Außerdem zeigen wir Ihnen, welche Möglichkeiten des Klonens heutzutage bestehen und was die Zukunft verspricht.

Haare klonen – sieht so die Zukunft der Haarverpflanzung aus?

Unsere Haare sind sehr individuell. Die Anzahl und Struktur werden vorwiegend von den Genen bestimmt. Ein Verlust von circa 100 am Tag ist normal, da sich rund 85 Prozent der Haare in der Anagenphase befinden, wie das Haarwachstum bezeichnet wird. Rund 15 Prozent weilen in der Telogenphase. Diese Ruhephase dauert rund drei Monate. Danach fallen die Haare aus. Verkürzt sich beispielsweise durch genetische Ursachen die Wachstumsphase, sind die Haarwurzeln irgendwann verkümmert. Es entsteht dann zunehmend eine Glatze. Dank der Eigenhaarverpflanzung muss sich damit allerdings heutzutage niemand mehr abfinden. Geheimratsecken und eine kahle Tonsur können mit dem vorhandenem Spenderhaar aufgefüllt werden, das nicht vom erblich-bedingtem Haarausfall betroffen ist und deshalb ewig bleibt.

Die ersten Ansätze zum Klonen von Haaren wurden bereits gemacht. Forscher des US-amerikanischen Columbia University Medical Center (CUMC) haben Zellen in kahle menschliche Haut verpflanzt, um neue Haare wachsen zu lassen. Aus den Zellen wuchsen neue Haarfollikel. Das ist zuvor noch niemandem gelungen. Menschen, die unter großen kahlen Stellen auf dem Kopf leiden und nicht mehr genügend Spenderhaare haben, können aus diesem Fortschritt neue Hoffnung schöpfen.

Künftig könnte es für die betroffenen Männer und Frauen möglich sein, mit transplantierten Zellen wieder zu neuem und vollem Haar zu gelangen. Solche Versuche wurden bislang nur mit Nagetieren ausgeführt. Diese verliefen allerdings erfolgreich. Versuche, auf menschlicher Haut wieder neue Haare wachsen zu lassen, scheiterten bislang, da sich die transplantierten Zellen wieder zu normalen Hautzellen entwickelten.

Die USA in der Vorreiterrolle

Was den aktuellen Stand beim Klonen der Haare anbelangt, liegen die USA bei neuen Entwicklungen vorn. Amerikanische Forscher haben geklonte Haare im Reagenzglas gezogen. Die künstlichen Follikel sehen den echten Haaren tatsächlich verblüffend ähnlich. Doch es gibt bislang keine Langzeitstudien, die nachhaltige Erfolge beim Wachstum geklonter Haare versprechen. Niemand kann bisher garantieren, dass die neuen Haare lebenslang weiter wachsen, wie es bei einer Haartransplantation definitiv der Fall ist. Diese Operation erfolgt mit einem Narkosemittel und ist somit schmerzfrei. Allerdings sind Ärzten oft die Hände gebunden, wenn einem Patienten nicht ausreichend Spenderhaare zur Verfügung stehen. Möglicherweise lässt sich dieses „Manko“ der modernen Haartransplantation durch das Klonen von Haaren beseitigen.

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Wie kann man Haare klonen?

Vielleicht fragen Sie sich auch, wie es überhaupt möglich ist, Haare zu duplizieren. Hier möchten wir Ihnen die entsprechenden Informationen zur Beantwortung dieser Frage zur Verfügung stellen.

Mit Zellkulturen

Die Zukunft der Haarverpflanzung könnte künftig in dreidimensionalen Zellkulturen liegen. Die Zellen können in solchen Kulturen ihre Fähigkeit behalten, Haare zu bilden. Forscher wählten für diese Studie Haare von sieben Männern mit einem erblich bedingten Haarausfall aus. Nach 1,5 Monaten bildeten die Kulturen von fünf dieser Männer wieder neue Haarfollikel. Tests zeigten, dass es sich um Zellen menschlichen Ursprungs handelte und dass sie genetisch mit dem jeweiligen Spender übereinstimmten. Ein absoluter Durchbruch.

Das Verfahren könnte die Zukunft der Haartransplantation einläuten. Doch es fehlt noch die medizinische Anerkennung. Doch bis es dazu kommt, ist es noch ein langer und steiniger Weg. Langzeitstudien sind erforderlich, um das Verfahren als unbedenklich einzustufen. Erkenntnisse über die Wuchsrichtung und die Farbe der neu gezüchteten Haare liegen beispielsweise ebenfalls noch nicht vor. Es ist also Geduld gefragt.

Mit einer Haarwurzel

In der Theorie würde nur eine einzige Haarwurzel zum Klonen von Haaren ausreichen. Aus dieser Haarwurzel ließen sich im Labor zahlreiche neue Haarwurzeln züchten. So wie beim bereits angewendeten Verfahren der Haartransplantation könnten die neu gewonnenen Haarwurzeln in die Kopfhaut eingepflanzt werden. Die Forschungen dazu laufen bereits auf Hochtouren. Schon jetzt gilt das Klonen von Haaren als innovative Erfindung in der Medizin. Forscher rechnen damit, dass bereits in 15 Jahren die ersten Patienten durch geklonte Haare wieder zu vollem, kräftigem Haar gelangen könnten. Eine Prognose, die viele junge Männer zum Strahlen bringen dürfte.

Es wäre theoretisch sogar möglich, das Klonen von Haaren bei Menschen anzuwenden, die keine Haare mehr auf dem Kopf haben. Die Haarwurzeln könnten vom Körper, beispielsweise von Armen oder Beinen des Patienten, bei Männern auch von der Brust oder vom Rücken, entnommen werden. Die zahlreichen neu gewonnenen Haare könnten dann in die Kopfhaut eingepflanzt werden.

Mögliche Bedenken und Risiken beim Klonen von Haaren

Die ersten menschlichen Haare konnten also bereits erfolgreich geklont werden. Doch selbst wenn das irgendwann für Jedermann möglich sein sollte, bleibt mindestens die Frage: hat das Klonen von Haaren Risiken und Nachteile für den Patienten?

Die Möglichkeit, künftig Haare aus Zellkulturen zu verpflanzen, wirft aber auch noch weitere Fragen auf:

  • Wie sieht es mit dem Wachstumszyklus der geklonten Haare aus?
  • Welche Überlebenschance haben die geklonten Haare?
  • Können die geklonten Haare natürlich anwachsen?
  • Welche Farbe, Struktur und Wuchsrichtung haben die geklonten Haare?

Bedenken bestehen auch deshalb, weil sich die geklonten Haare von den vorhandenen Haaren in ihrer Farbe und ihrer Wuchsrichtung unterscheiden könnten. Das Ergebnis wäre unnatürlich. Allerdings ist dies theoretisch auch bei unerfahrenen Ärzten aus der Haarchirurgie ein mögliches Problem.

Grundsätzlich ist festzuhalten: alle hier aufgeführten Überlegungen sind zum aktuellen Zeitpunkt verständlich und beruhen auf den heutigen Informationen über das Klonen. Doch die Forschung arbeitet unermüdlich an neuen Entwicklungen und Techniken, die sich auf die Zelltherapie beziehen und das Klonen von Haarwurzeln in Zukunft ermöglichen sollen. Die ersten Erfolge in der Forschung reichen natürlich noch nicht aus, um von einer echten Revolution in der Haarverpflanzung und von einem Patentrezept gegen Haarverlust zu sprechen. Doch die Zeichen stehen gut, dass diese Methode in Zukunft möglich ist und alle heute noch aktuellen und berechtigten Bedenken zerstreut.

Wie wird das Klonen von Haaren künftig erfolgen?

Die Zukunft der Haarverpflanzung mit geklonten Haaren könnte in der klassischen FUE-Methode (Follicular Unit Extraction) liegen. Dem Patienten könnten mehrere Haarwurzeln entnommen werden, die im Labor geklont werden. Sind neue Haare entstanden, könnten im Transplantationsbereich des Patienten Kanäle gestochen werden, um die geklonten Haare aufzunehmen. Die geklonten Haare könnten in Wuchsrichtung eingesetzt werden. Im Grunde ist das auch der heutige Ablauf einer professionellen Haarverpflanzung – nur mit dem Unterschied, dass die verpflanzten Haare gezüchtet sind und dafür lediglich ein einziges Haar aus der Kopfhaut des Patienten entnommen werden musste.

Das Festhalten an der FUE Haarverpflanzung im klassischen oder im direkten Verfahren beruht auf guten Gründen. Diese Methode der Haartransplantation hat sich bewährt und überzeugt durch ihre schnelle Heilung und die extrem hohe Anwuchsrate. Nun geht es lediglich darum, das Klonen der Haare zu sichern und im Bereich der Forschung einen neuen Meilenstein zu schaffen.

Gezielt geht es darum, aus wenigen Follikeleinheiten neue Grafts zu züchten und so eine Möglichkeit zu schaffen, den Spenderbereich bei großflächigen Implantationen von Eigenhaar zu schonen und ihn nicht unnötig auszudünnen. Gelingt das Klonen der Haare zuverlässig, steht der präzisen Implantation in Wuchsrichtung und in der gewünschten Dichte nichts entgegen. Schon heute ist abzusehen, dass sich auch im Bereich der FUE Haartransplantation stetig neue Entwicklungen abzeichnen. Geklonte Haare werden vermutlich ebenfalls zu ihnen zählen.

Es ist aber auch denkbar, dass die Zukunft der Eigenhaarverpflanzung vollständig in der DHI Methode zu finden ist. Filigrane Instrumente mit antiallergenen Eigenschaften sind schon heute mit der Diamant- oder Saphirklinge im Einsatz. In Verbindung mit geklonten Follikeleinheiten könnten sich ganz neue Möglichkeiten aufzeigen, die alles bisher Dagewesene bei Haarimplantationen als Anfänge auf diesem Gebiet wirken lassen.

Haare klonen direkt auf dem Kopf

Mit einer Verfeinerung der FUE-Methode und noch präziseren Instrumenten könnte es irgendwann möglich sein, Haare direkt auf dem Kopf zu klonen. Mit einer sehr feinen Hohlnadel könnte man nur ein Teil des Haarfollikels entnehmen und verpflanzen, während der restliche Teil noch in der Kopfhaut verbleibt. Aus dem verbleibenden Teil des Haarfollikels, der Stammzellen enthält, ließen sich neue Haarfollikel entwickeln, die man anschließend entnimmt und transplantiert.

Anwendungsmöglichkeiten für das Klonen von Haaren

Wird es möglich, künftig Haare zu klonen, könnte diese Methode bei Menschen angewendet werden, bei denen bislang noch keine Haarverpflanzung möglich ist. Die Methode käme definitiv für diejenigen in Frage, die nicht mehr genügend Spenderhaare zur Verfügung haben. Denkbar wäre diese Methode auch bei Menschen, die schon mehrere gescheiterte Haarverpflanzungen hinter sich haben. Das Klonhaar könnte bei verschiedenen Arten von Haarausfall eingesetzt werden und das Selbstbewusstsein unzähliger Menschen zurückholen.

Ein klassisches Anwendungsbeispiel in der Zukunft der Haartransplantation wäre natürlich der erblich bedingte Haarausfall, der bei Männern und Frauen auftritt. Man könnte die Haare auch dann klonen, wenn die kahlen Stellen schon sehr groß sind und die Spenderhaare für die Eigenhaarverpflanzung nicht mehr ausreichen. Auch bei mechanisch bedingtem Haarausfall, der meistens nur an kleinen Stellen auftritt, wäre diese Methode möglich. Bei einigen Formen von diffusem Haarausfall, kreisrundem Haarausfall und vernarbendem Haarausfall könnte das Klonen ebenfalls angewendet werden. Diese Methode ist grundsätzlich bei allen Formen von Haarausfall denkbar, die nicht durch eine Autoimmunerkrankung oder eine hormonelle Störung verursacht werden.

Sogar nach großflächigen Verbrennungen oder bei Narben durch Unfällen könnten Menschen in der Zukunft der Haarverpflanzung mit dem Klonen wieder zu neuem Haar gelangen. Bei Haarausfall, der durch eine Autoimmunerkrankung verursacht wird, eignet sich diese Methode wahrscheinlich nicht. Es ist denkbar, dass die geklonten Haare als körpereigenes Material vom Körper angegriffen werden und wieder ausfallen.

Klonen von Haaren – eine Revolution in der Haartransplantation naht

Millionen Menschen kämpfen mit der Alopezie. Unter diesem Überbegriff werden verschiedene Arten von Haarausfall zusammengefasst. Es gibt unterschiedliche Gründe wie die Gene und Krankheiten, die zum diffusen Haarverlust führen. Wenn sich die Haarpracht lichtet, stellen sich viele Betroffene die Frage: Warum ist es noch nicht möglich, Haare zu klonen? Es wäre definitiv ein großer Fortschritt. Denn immerhin leidet der Großteil aller Männer in ihrem Leben unter erblich bedingtem Haarausfall. Es wurde schon früh damit begonnen, geeignete Methoden gegen Haarverlust zu erfinden. Aktuell sind die Haartransplantation, die Haarpigmentierung oder die PRP-Behandlung wohl die vielversprechendsten ihrer Zunft. Doch Haare regelmäßig zu klonen – ja das könnte eine echte Revolution der Branche einläuten.

Heute ist es noch nicht möglich bzw. erlaubt, Haare zu klonen. Forscher arbeiten aber mit Hochdruck daran. Bis diese Methode zugelassen wird, kann es aber noch eine Weile dauern. Es ist auch noch nicht bekannt, welche Risiken das Duplizieren der Haarwurzeln für den Patienten birgt. Doch die Hoffnung ist da! Auch Menschen, bei denen bislang keine Haartransplantation möglich war, setzen auf die Forschung. In der Zukunft der Haartransplantation könnte also nur eine einzige Haarwurzel ausreichen, um auch großflächige Glatzen wieder mit natürlichen Haaren aufzufüllen.

Ob das Klonen von menschlichem Haar allerdings jemals in dem Maße möglich ist, wie es für eine Eigenhaarverpflanzung nötig wäre, steht aktuell noch in den Sternen. Sie dürfen aber gespannt sein, wie sich die Haarverpflanzung verändern und welche neuen Möglichkeiten es in Zukunft geben wird. Es ist nicht auszuschließen, dass das Klonen einer einzelnen Haarwurzel zukünftig vielen Menschen mit Haarausfall zu vollem Haar und neuem Selbstvertrauen führt.

Haben Sie Fragen rund um das Thema der Vervielfältigung von Haaren? Dann zögern Sie nicht uns zu kontaktieren. Und sollten Sie selbst von Haarausfall betroffen sein, nutzen Sie jetzt gerne unsere kostenlose Haaranalyse!

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