Schon seit einiger Zeit lässt Ihre Haarqualität nach. Das Haar ist glanzlos, wird immer dünner und lässt sich kaum noch frisieren. Ihre Kopfhaut juckt, spannt und fühlt sich in der Gesamtheit unangenehm an. Sie wünschen sich nichts sehnlicher, als Ihr volles Haar wieder herzustellen und den Haarschwund zu stoppen. Wenn es sich um eine Haarwurzelentzündung handelt, sollten Sie mit dem Arztbesuch nicht lange warten. Frühzeitig diagnostiziert und behandelt, kann aus der Entzündung resultierender Haarschwund gestoppt und die Kopfhaut vor der Glatzenbildung geheilt werden.

Diffuser Haarverlust kann ein Anzeichen für Haarwurzelentzündung sein

Eine Haarbalgentzündung, fachlich Follikulitis genannt, gehört zu den wenigen Ursachen für diffusen Haarausfall. Das heißt, dass die Minderung Ihrer Haarqualität den gesamten Kopf und nicht nur einzelne Areale wie die Tonsur oder die Schläfen betrifft. Wissenswert ist, dass diese Form des Haarschwunds nicht nur Ihre Kopfhaare, sondern jede Partie Ihres Körpers betreffen kann. Aufgrund der Ursachen, über die Sie im nächsten Absatz mehr erfahren, wird das Risiko einer Follikulitis vor allem im Zusammenhang mit Nassrasuren und anderen mechanischen Beeinflussungen deutlich. Auf der Kopfhaut besteht allerdings das größte Risiko, dass die Entzündung unerkannt und dementsprechend unbehandelt bleibt. Solange Haare die sichtbaren Symptome überdecken, denken die wenigsten Betroffenen an eine Entzündung der Haarwurzeln.

Ursachen für Haarbalgentzündung

Haarwurzelentzündungen sind bakterielle Infektionen, die meist von Staphylococcus aureus verursacht werden. Um sich zu entzünden, muss Ihre Kopfhaut vorab eine Verletzung erfahren. Die häufigste Ursache für eine bakterielle Infektion mit Haarschwund sind Nassrasuren, bei denen Sie die Kopfhaut stark reizen und marginal verletzen. In Verbindung mit Schweiß findet das Bakterium optimale Lebensbedingungen, kann sich ausbreiten und letztendlich zu starkem Haarausfall führen.

Leiden Sie zusätzlich unter einer Schwächung Ihres Immunsystems, erhöht sich das Entzündungsrisiko deutlich. In vielen Fällen begründet sich die Haarwurzelentzündung auch in ölhaltigen und die Poren verstopfenden Pflegeprodukten. Fakt ist, dass immer eine leichte Verletzung vorliegen und dem Bakterium einen Weg in Ihren Körper ebnen muss. Hat es sich erst einmal angesiedelt und vermehrt sich, kann es zur starken Entzündung mit irreversiblem Haarschwund beitragen und die Kahlköpfigkeit fördern.

Symptome

Die Symptomatik entzündeter Haarwurzeln unterteilt sich in fühlbare und sichtbare Begleiterscheinungen. Zu den sichtbaren Symptomen gehören starke Rötungen der Kopfhaut mit einhergehenden Pusteln. Die mit grünlich-gelbem Eiter gefüllten Pickel sind jeweils von einem Haar durchstoßen. Daran erkennen Sie, dass es sich nicht um eine oberflächliche, sondern um eine von den Haarwurzeln ausgehende Entzündung handelt. Tritt zusätzlich starker Juckreiz oder Spannungsschmerz auf, können Sie sich der Problematik sicher sein.

In Folge der Nichtbehandlung können sich die Pickel vergrößern und zu verkapselten Abszessen werden. Eine Haarbalgentzündung kann nur an Körperstellen auftreten, die von Haaren bewachsen und dementsprechend gefährdet sind. Neben der Infektion Ihrer Kopfhaut kann es unter den Achseln, im Intimbereich und an den Beinen oder auf der Brust zu schmerzhaften Entzündungen der Follikel kommen. Hier sind Rasuren gegen die Haarwuchsrichtung oder nicht sterile Rasierer die häufigste Ursache.

Behandlungsmöglichkeiten

Besteht eine Follikulitis, ist Hygiene das oberste Gebot. Im Anfangsstadium ist eine Haarwurzelentzündung sehr gut heilbar, ohne dass sie bleibende Spuren wie Haarausfall hinterlässt. Vermeiden Sie jeglichen Kontakt zu Staub oder Schmutz und achten Sie darauf, dass Sie die Schweißbildung in den nächsten Wochen auf ein Minimum senken. Schweiß fördert die Ausbreitung der Entzündung, verstopft die Poren und verhindert, dass die Giftstoffe aus dem Körper austreten können.

Eine im Anfangsstadium mögliche Behandlung sind Haarwäschen mit einem entzündungshemmenden Shampoo. Im fortgeschrittenen Stadium kann eine medikamentöse Therapie nötig werden. Suchen Sie einen Dermatologen auf und lassen eine Haarwurzelanalyse sowie ein großes Blutbild und eine Kopfhautprobe vornehmen. Die Behandlung richtet sich nach dem Bakterium und nach der Ursache, die zur Entzündung und dem damit einhergehenden Haarschwund geführt hat. Stylingprodukte oder Rasuren sind in den Wochen bis zur vollständigen Heilung nicht angeraten.

Haartransplantation als effektive Lösung gegen Haarschwund durch Entzündungen

Haben Sie die Haarwurzelentzündung erst im fortgeschrittenen Stadium bemerkt oder diagnostizieren lassen, ist der Haarschwund oftmals schon sehr stark fortgeschritten. Bereits abgestorbene Follikel bilden sich auch nach Abklingen der Entzündung nicht nach, so dass Ihr Haar auch nach der Ursachenbehandlung nicht dichter wird. Ihre ästhetische Ausstrahlung und Ihr Selbstbewusstsein stellen Sie wieder her, in dem Sie sich für eine Verpflanzung von Eigenhaar entscheiden.

Hierzu ist es notwendig, dass Sie über ausreichend gesunde Follikel im Spenderbereich verfügen und die Entzündung bereits behandelt haben. In der Beratung in einer Haarklinik erfahren Sie, wie hoch die Chancen auf dichten Haarwuchs sind und welche Vorteile Ihnen eine Haartransplantation verschafft. Mit einer Erfolgsquote von 95% wählen Sie die beste Behandlung, die Sie bei einer Follikulitis in Erwägung ziehen und vornehmen lassen können.

Fazit | Haarwurzelentzündung rechtzeitig erkennen – Haarausfall vorbeugen!

Perspektivisch führt eine unbehandelte Haarwurzelentzündung immer zu diffusem Haarschwund. Wenn es um Prävention geht, sollten Sie daher nicht erst den Haarausfall, sondern bereits die dazu führende Entzündung der Haarwurzeln vermeiden. Regelmäßige Haarwäschen, Hygiene und die Vermeidung von Verletzungen der Kopfhaut oder anderer behaarter Körperstellen bei Rasuren sind essenziell. Auch eine Stärkung des Immunsystems durch ausgewogene und vitalstoffreiche Ernährung mindert das Risiko, an einer Follikulitis zu erkranken und Ihr Haar zu verlieren.

Ist die bakterielle Infektion bereits erfolgt, suchen Sie umgehend einen Arzt auf und lassen sich diesbezüglich behandeln. Schließen Sie Selbstmedikationen aus, da zum Beispiel ölhaltige Haarpflegeprodukte zu einer Verschlimmerung führen und die Poren auf Ihrer Kopfhaut verstopfen. Ein Dermatologe ist der beste Ansprechpartner, wenn Sie unter einer juckenden oder von Pickeln überzogenen Kopfhaut leiden. Dies gilt auch für andere Körperstellen, da die Follikulitis nicht nur auf dem Kopf, sondern überall wo Haare wachsen entstehen kann.

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