Ein Haarausfall kann viele Ursachen haben. Tritt er plötzlich auf, kann es sich um einen Haarausfall durch Schwermetallbelastung handeln. Schwermetalle können schleichend oder akut eine Vergiftung hervorrufen, die sich auf verschiedene Weise bemerkbar macht. Liegen Vergiftungssymptome vor, besteht der Verdacht auf Haarverlust durch Schwermetallbelastung.

Haarausfall durch Schwermetallbelastung – wie Schwermetalle auf den Organismus wirken

Bei den Schwermetallen werden toxische Schwermetalle und Schwermetalle, die in einer geringen Konzentration für den Körper sogar lebensnotwendig sind, unterschieden. Toxische Schwermetalle haben keine bislang bekannten Aufgaben beim menschlichen Stoffwechsel. Sie sind daher giftig und für den menschlichen Körper schädlich, also toxisch. Sie schädigen den Stoffwechsel, sammeln sich in lebensnotwendigen Organen an und können lebensnotwendige Mineralien verdrängen.

Bereits in einer geringen Konzentration können sie die Arbeit der Enzyme blockieren, die für den Stoffwechsel verantwortlich sind. Eine geringe Menge toxischer Schwermetalle im Blut erfordert schon eine Entgiftung. Zu den toxischen Schwermetallen gehören Blei, Aluminium, Quecksilber und Cadmium. Die zweite Gruppe der Schwermetalle, zu denen Eisen, Zink, Kupfer, Arsen und Nickel gehören, werden erst in einer höheren Konzentration giftig und müssen dann aus dem Körper ausgeleitet werden.

Wie es zur Aufnahme von Schwermetallen kommt

Ein Grund für die erhöhte Konzentration von Schwermetallen in der Umwelt und in Lebensmitteln ist die zunehmende Industrialisierung. Eine Vergiftung durch Schwermetalle liegt heute 500 bis 1.000 Mal höher als vor der Industrialisierung. Haarverlust durch Schwermetallbelastung ist nur eine Folge der Aufnahme von Schwermetallen. Es kann zu lebensgefährlichen Vergiftungen mit weitaus schlimmeren Folgen kommen. Schwermetalle können Sie durch die Arbeit aufnehmen, wenn Sie beruflich häufig Schwermetallen ausgesetzt sind.

Auch im Trinkwasser können Schwermetalle wie Blei enthalten sein, wenn es aus alten Leitungen entnommen wird. Sogar Obst, Gemüse und Fisch können mit Schwermetallen belastet sein. In der Landwirtschaft werden noch immer Dünger und Pestizide verwendet, in denen Schwermetalle enthalten sind. Diese Schwermetalle landen im Boden und gelangen auch in Obst oder Gemüse. Aufgrund der Belastung der Gewässer mit Schwermetallen können auch Schwermetalle in Fisch enthalten sein.

Wie sich ein Haarverlust durch Schwermetallbelastung bemerkbar macht

Ob sich ein Haarausfall durch Schwermetallbelastung rasant oder schleichend bemerkbar macht, hängt von der Art der Vergiftung und vom Schwermetall ab. Kommt es zu einer akuten Schwermetallvergiftung, tritt der Haarausfall noch nicht unmittelbar danach ein. Zu einem Haarausfall kommt es einige Tage oder sogar Wochen später. Innerhalb kurzer Zeit fallen die Haare rasant aus. Es kann zu einem Totalverlust der Kopf- und Körperhaare kommen. Bei einer schleichenden Vergiftung mit Schwermetallen verläuft auch der Haarausfall schleichend. Die Haare fallen immer mehr aus und werden immer dünner, bis die Kopfhaut sichtbar ist. Ein Totalverlust der Haare ist bei einer schleichenden Schwermetallvergiftung eher unwahrscheinlich.

Unabhängig davon, ob der Haarausfall akut oder schleichend auftritt, handelt es sich um einen diffusen Haarausfall. Dieser Haarausfall tritt gleichmäßig auf dem gesamten Kopf auf. Die Wachstumsphasen der Haare verkürzen sich. Die Haare verabschieden sich vorzeitig in die Ruhephase. Kommt es zu einem akuten Haarausfall aufgrund einer akuten Schwermetallvergiftung, können auch die Haarfollikel geschädigt werden, sodass sie keine neuen Haare mehr hervorbringen.

Ein Haarausfall kann auch indirekt infolge einer Schwermetallbelastung auftreten. Verdrängen toxische Schwermetalle lebenswichtige Mineralstoffe wie Eisen oder Zink sowie lebensnotwendige Vitamine, kann aufgrund der Mangelerscheinungen ein diffuser Haarausfall auftreten, der sich schleichend bemerkbar macht.

Hinweise auf eine Vergiftung

Glauben Sie, dass Sie unter Haarausfall durch Schwermetallbelastung leiden, sollten Sie dringend einen Arzt konsultieren. Die Schwermetalle müssen aus dem Körper ausgeleitet werden, damit sich die Beschwerden nicht verschlimmern. Haarverlust durch Schwermetallbelastung ist nur eines der Symptome. Bei einer Vergiftung treten noch weitere Symptome auf, die jedoch abhängig vom jeweiligen Schwermetall sind. Bei Symtomen wie

  • Übelkeit, Erbrechen, Durchfall mit hellem und weichem Stuhl
  • Atembeschwerden, Hustenbeschwerden, Halsschmerzen, Schluckbeschwerden
  • Muskelschmerzen und Krämpfen
  • Kopfschmerzen
  • vermehrtem Speichelfluss und trockenem Mund
  • Lichtscheu
  • eingeschränktem Hörvermögen
  • Schwindelgefühl

sollten Sie an eine Vergiftung denken und einen Arzt konsultieren. Die Schwermetallbelastung kann sich nicht nur über einen Haaausfall bemerkbar machen, sondern mit einer Analyse der Haare können die Schwermetalle auch nachgewiesen werden. Bei einem Verdacht auf eine Schwermetallbelastung kann der Arzt eine Blutuntersuchung, eine Biopsie der Kopfhaut und eine Haaranalyse vornehmen, um dann die Ausleitung der Schwermetalle vorzunehmen.

Schwermetalle und deren Aufnahme

Bevor es zu einem Haarverlust durch Schwermetallbelastung kommt, können sich die Schwermetalle bereits seit einiger Zeit im Körper befinden. Abhängig von der Art des Schwermetalls erfolgt die Aufnahme auf unterschiedliche Weise:

  • Blei kann durch Abgase in die Atemluft gelangen und sich auch als feiner Staub an Obst und Gemüse festsetzen. Es kann durch Klärschlamm und Mineraldünger im Boden landen und zur Kontamination von Obst und Gemüse führen. Auch in alten Leitungen sowie an Weißlötstellen von Lebensmitteldosen kann sich Blei befinden. Es kann sich in den Knochen und Weichteilen ablagern und zu Leistungsstörungen führen.
  • Aluminium wird in säurehaltigen Böden von den Pflanzen absorbiert, die als Nahrung dienen. Es ist auch Bestandteil vieler Verpackungen sowie von Kosmetika, Deos und Zahnpasta. Aluminium ist auch in Lebensmitteln wie Backpulver, Kaffeeweißer, Weißmehl, Gewürzen, Schmelzkäse und Salz enthalten.
  • Quecksilber gehört zu den giftigsten Schwermetallen und wirkt schleichend. Es ist noch immer in der Luft, im Boden und in Gewässern enthalten. Es ist Bestandteil von Fungiziden, Pestiziden und der Zahnfüllung Amalgam. Durch die Belastung der Umwelt mit Quecksilber können Fische, Muscheln, Austern, Kartoffeln, Pilze und Getreide kontaminiert sein.
  • Cadmium entsteht bei der Müllverbrennung und ist Bestandteil von Klärschlamm. Es gelangt in den Boden und kann in die Nahrung gelangen. Das Schwermetall wirkt schleichend und führt zu einem schleichenden Haarausfall durch Schwermetallbelastung. Es ist auch in Farben, Rostschutz und Zigarettenrauch enthalten.

Behandlung von Haarausfall durch Schwermetallbelastung

Um einen Haarverlust durch Schwermetallbelastung zu behandeln, müssen die Schwermetalle aus dem Körper ausgeleitet werden. Die Art der Ausleitung ist abhängig vom jeweiligen Schwermetall. Zur Unterstützung sollten Sie täglich drei Liter Wasser trinken. Zur Ausleitung können Präparate mit der Chlorella-Alge verwendet werden. Der Verdauungstrakt wird durch Ballaststoffe gereinigt. Mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung wird die Ausleitungsfunktion der Organe unterstützt. Bei einer hohen Schwermetallbelastung werden Entgiftungstherapien angewendet.

Fazit: Haarverlust durch Schwermetallbelastung ist ein Alarmsignal

Auf vielfältige Weise können Schwermetalle wie Blei, Aluminium, Cadmium und Quecksilber aufgenommen werden. Sie wirken auf unterschiedliche Weise im Körper. Die Wirkung kann schleichend oder akut sein. Ein Haarausfall durch Schwermetallbelastung ist nur eines der Symptome einer Schwermetallvergiftung. In jedem Fall sollten Sie dringend einen Arzt konsultieren. Schwermetalle müssen ausgeleitet werden, um langfristige schwerwiegende Folgen für die Gesundheit zu vermeiden. Zur Ausleitung kann eine Entgiftungstherapie erfolgen. Eine gesunde Ernährung unterstützt die Funktion der Organe bei der Ausleitung.

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