Haarwurzelentzündung

Haarwurzelentzündung

Ihr Kopf juckt, die Kopfhaut spannt und seit einiger Zeit hat sich Ihr Haarausfall verstärkt. Sie ernähren sich gesund, nehmen keine oder keine neuen Medikamente und sind auch nicht krank. Doch eine Ursache muss es geben und Sie überlegen, wann die Problematik begonnen hat und was der Grund sein kann. Schuld ist oftmals eine Haarwurzelentzündung, die im Fachjargon Follikulitis genannt wird und durch äußere Einflüsse, Infektionen oder Kopfhautpilze entsteht. Da Ihnen schlussendlich der Verlust Ihrer Haare mit samt der Wurzel droht, sollten Sie schnell handeln und der Ursache diagnostisch auf den Grund gehen lassen.

Nachfolgend erfahren Sie, warum es zu Haarausfall durch eine Haarwurzelentzündung kommen kann, was mögliche Symptome sind und auf welche Weise die Diagnose erfolgt. Des Weiteren erhalten Sie Tipps, ob das Haar nach der Behandlung wieder nachwächst und was Sie selber tun können.

Haarausfall durch Haarwurzelentzündung – warum?

Die Haarwurzelentzündung bezeichnet eine entzündliche Veränderung in der Kopfhaut, explizit um Bereich der die einzelnen Follikel umgibt. Auf einer gesunden Kopfhaut besteht ein ausgewogenes Ökosystem, in dem Bakterien vorhanden, aber nicht schädlich sind. Dem gegenüber steht die unkontrollierte Vermehrung von Erregern, die diese Entzündung hervorrufen und unbehandelt zu einem größeren Problem werden.

Eine starke Schweißbildung mit Porenverstopfung, eine Schwächung Ihrer Immunabwehr und Diabetes mellitus, Fehlfunktionen der Schilddrüse sowie Umwelteinflüsse können das Gleichgewicht auf der Kopfhaut einschränken. Sind die Follikel entzündet, also ist das Gewebe um die Haarwurzeln herum geschädigt, wird Ihr Haar durch eine geringere Nährstoff- und Sauerstoffzufuhr geschädigt und fällt letztlich aus.

Bedenken Sie, dass der in Ihrer Haut befindliche Teil der Haare empfindlich ist und auf unterschiedliche innere und äußere Einflüsse reagiert. Bei einer Überhandnahme von Bakterien, bei Kopfpilzen oder anderen Gründen für eine Entzündung wird zuerst der Haarwuchs geschwächt, ehe es zum vollständigen und bei Nichtbehandlung irreversiblem Haarverlust kommt.

Eine Haarwurzelentzündung kann der Grund für diffusen Haarausfall sein. Hierbei lichten sich die Haare gleichmäßig auf dem gesamten Kopf. Sie kann auch nur an einzelnen Stellen auftreten. Schlimmstenfalls bleiben dauerhaft kahle Areale zurück. Daher ist eine frühzeitige Erkennung und Behandlung der Entzündung für eine Vorbeugung von erheblichen Komplikationen wichtig. In schweren Fällen verursacht sie einen gravierenden Haarausfall.

Ursachenforschung: Meist ist eine Infektion der Kopfhaut schuld

Warten Sie nicht mit der Terminvereinbarung beim Dermatologen. Die Haarwurzelentzündung gehört zu den Erkrankungen, bei denen der Aufschub der Diagnostik und Behandlung zwangsläufig zur Kahlköpfigkeit führt. Experimentieren Sie nicht mit der Ernährung und der Haarpflege, sondern lassen ein Blutbild, eine Haaranalyse und eine Kopfhautanalyse vom Fachmann vornehmen. Meist wird der Grund für die Entzündung und den damit verbundenen Haarschwund bereits unter dem Mikroskop erkannt.

Pilze und Bakterien sind die häufigste Ursache für Haarausfall, der mit einer sichtbaren und im fortgeschrittenen Stadium spürbarem Entzündung der Follikel einhergeht. Ihre Kenntnis zur Ursache legt den Grundstein für eine effektive Behandlung, die sich keinesfalls auf das Symptom sondern auf den Grund beziehen muss.

Die Ursachen für eine Follikulitis sind meist Bakterien des Stammes Staphylococcus Aureus. Dieser Erreger ist Bestandteil der gesunden Hautflora, doch das Bakterium produziert Exotoxine. Hierbei handelt es sich um Giftstoffe, die in die Haarfollikel gelangen und die Entzündung auslösen. Leichtes Spiel haben Keime und Bakterien vor allem bei einem geschwächten Immunsystem. Sie dringen beispielsweise über winzige Verletzungen in die Kopfhaut ein. Das kann unter anderem beim Rasieren passieren.

Die grundsätzliche Frage bezieht sich stets darauf, wie und warum es zur Haarwurzelentzündung gekommen ist. Sie sehen, es gibt viele mögliche Ursachen. Ein Dermatologe kann diese diagnostizieren und eine passende Therapie einleiten, beispielsweise anhand eines Abstriches für eine Untersuchung. Auch in einer Klinik können Experten eine unverbindliche Haaranalyse vornehmen und prüfen, ob eine Haarwurzelentzündung vorliegt.

Achtung: Ein großes Problem ist die meist späte Erkennung, denn sie verläuft lange ohne Schmerzen und ist nicht sichtbar. Daher sollte, wenn die Haarqualität wesentlich nachlässt, auch an eine etwaige Entzündung der Haarwurzeln, die umgangssprachlich auch Haarbalgentzündung genannt wird, gedacht werden, wenn kein anderer Grund infrage kommt.

Anfällig für entzündete Haarwurzeln sind Personen mit verschiedenen Erkrankungen wie:

Mögliche Symptome und Beschwerden sind:

  • dünner werdende und brüchige Haare
  • weniger Glanz
  • stark juckende und gespannte Kopfhaut
  • kleine, weißlich-gelbe eitrige Pickel auf der Kopfhaut
  • Berührungen verursachen Schmerzen

Wird nichts unternommen, können aus den anfangs eitrigen Pusteln Furunkel werden. Eine Zugsalbe kann helfen, denn sie wirkt durchblutungsfördernd, entzündungshemmend, schmerzlindernd und talgflussvermindernd.

Symptome und Diagnostik

Entzündungen des Haarbalgs sind bei kurzen und hellen Haaren optisch bereits gut erkennbar. Stellen Sie Bläschen, kleine Krater und an Pickel erinnernde Erhebungen auf Ihrem Kopf fest, wird sich diese Symptomatik in einer Haarbalgentzündung begründen. Die Entzündung der Follikel tritt häufig, aber nicht endemisch auf Ihrem Kopf auf. Sie kann alle behaarten Körperstellen betreffen und geht immer mit Pusteln, die mit gelblich-grünem Eiter gefüllt sind einher.

Die Entzündung zeigt sich in einem gleichmäßigen Muster, auch wenn sich nicht um jeden Follikel herum ein Eiterbläschen bildet. Ein sicheres Anzeichen ist ein Haar, dass aus dem Entzündungsherd hervorragt. Bei den meisten Patienten verläuft die Haarfollikelentzündung schmerzfrei. Ein starker Juckreiz und Spannungsgefühle auf der Kopfhaut treten dennoch auf.

Für eine Diagnostik der Entstehungsursache und des Verursachers wird Ihre Kopfhaut umfassend untersucht. Eine effektive Behandlung ist nur möglich, wenn der Grund bekannt ist. Da Haarwurzelentzündungen von Pilzen, von Bakterien und von Umweltgiften gleichermaßen begünstigt werden, kann eine Behandlung nach Symptomatik für eine Verschlimmerung sorgen.

Haarbalgentzündungen behandeln – wächst das Haar wieder nach?

Wurde die Haarwurzelentzündung durch Pilze verursacht, ist eine antimykotische Behandlung mit äußerlichen Anwendungen wichtig. Sind Bakterien oder andere Erreger für den Haarschwund verantwortlich, kann die Verabreichung eines Antibiotikums für eine Rückbildung der Entzündung sorgen. Je früher Sie sich untersuchen und die Behandlung starten lassen, umso größer sind die Chancen der Vermeidung von vollständigem Haarschwund.

Die Follikulitis zeigt sich in diffusem Haarausfall und führt nur selten zur Bildung kreisrunder Kahlstellen auf dem Kopf. Ob Ihr Haar wieder nachwächst oder unwiderruflich verloren ist, hängt vom Stadium der Follikelschädigung ab. Im eigentlichen Sinn wird nicht die Entzündung der Haarwurzel als Begleitsymptom, sondern die Ursache der Problematik behandelt. Sollte sich Ihr Haarschwund nicht bessern, kann der Besuch in einer Haarklinik ratsam sein.

Hier können Sie sich mit einer Eigenblut- oder Stammzellentherapie behandeln und den vorhandenen Haarwurzeln neue Kraft geben lassen. Das klappt nur, wenn die Follikel in Ihrer Kopfhaut noch lebendig sind und wachsen können. Anderenfalls ist eine Haarverpflanzung Ihre Chance, auf bereits kahlen Stellen neues Haar wachsen und die Folgen der Haarbalgentzündung bekämpfen zu lassen. Der minimalinvasive Eingriff ist schmerzfrei und führt mit 95 Prozent Ergebnissicherheit zu neuem Haarwuchs.

Fazit | Früherkennung und Behandlung beugt dauerhaftem Haarschwund vor

Haarwurzelentzündungen führen in unbehandeltem Verlauf zu starken Schäden am Haarbalg. Je früher Sie beim Auftreten eines oder mehrerer Symptome für eine Haarwurzelentzündung zum Arzt gehen und auf Basis der Diagnose behandeln lassen, umso geringer ist das Risiko für eine Glatzenbildung. Experimentieren Sie nicht mit frei verkäuflichen entzündungshemmenden Präparaten, auch wenn Sie die Entzündung auf Ihrer Kopfhaut erkennen.

Wenn Sie zum Beispiel unter einem Kopfhautpilz leiden, kann die falsche Medikation zu einer Explosion der Pilzsporen und damit zu sehr starkem und unumkehrbarem Haarausfall führen. Beim Dermatologen wird Ihre Kopfhaut mikroskopisch untersucht, das Haar wird analysiert und im Bluttest wird ebenfalls auf Ursachenforschung gegangen. Die Behandlung der Ursache, einhergehend mit einer Umstellung Ihrer Lebensgewohnheiten und haargesunder Ernährung stoppt die Symptome und lässt Ihre Kopfhaut genesen.

Wenn sich Ihr Haar bereits sichtbar und Ihr Selbstbewusstsein einschränkend gelichtet hat, sollten Sie sich nach der Heilungsphase der Entzündung über eine Haartransplantation beraten lassen. Mit den sichtbaren Spuren der Haarwurzelentzündung müssen Sie nicht leben, selbst wenn die Kahlköpfigkeit durch eine Spätdiagnose nicht vermeidbar war.

Das ist beispielsweise der Fall, wenn die Haarwurzeln irreversibel geschädigt wurden. Die Entzündung kann das Haar auch so stark schädigen, dass Narbengewebe entsteht. Das wird als vernarbende Alopezie bezeichnet. In diesen und vielen weiteren Fällen kann eine Haarverpflanzung dabei helfen, wieder volle Haare zu erlangen.

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