Reversibler Haarausfall – Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Reversibler Haarausfall - Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Was ist reversibler Haarausfall und wie äußert er sich? Wenn Sie sich gerade diese Fragen stellen, sind Sie hier genau richtig. Es gibt unterschiedliche Formen von Haarausfall. Ist der Verlust der Haare genetisch bedingt, lässt er sich lediglich ausbremsen aber nicht vollständig aufhalten. Im Laufe der Jahre sterben die Haarwurzeln nach und nach ab. Doch es gibt auch Arten des Haarverlustes, bei dem die Haare nur für eine bestimmte Zeit in die Ruhephase und später wieder in die Wachstumsphase übergehen. Zu letzterem zählen auch die Haare der Menschen, die von reversiblem Haarausfall betroffenen sind. Die gute Nachricht ist also, dass die Haare noch leben und nicht vollständig abgestorben sind. Betroffene müssen sich keine Sorgen darüber machen, dass eine lebenslange Beeinträchtigung durch den Haarausfall besteht.

Reversibler Haarausfall kann viele Ursachen haben, die nicht immer direkt mit dem Haarausfall in Verbindung gebracht werden. Doch wie äußert er sich und was sind häufige Ursachen? Welche Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Welche Mittel regen den Haarwuchs an? Fragen über Fragen die sich Betroffene stellen, die unter dem reversiblen Haarverlust leiden. In diesem Artikel geben wir Ihnen die entsprechenden Antworten!

Definition: Was ist Reversibler Haarausfall?

Das wichtigste Kriterium für reversiblen Haarausfall (wörtlich: umkehrbarer Haarausfall, auch Reversibles Effluvium genannt) ist, dass die Haare zwar ausfallen, die Haarfollikel dabei jedoch intakt bleiben. Die Haarwurzeln werden also nicht dauerhaft geschädigt. In vielen Fällen dünnt das gesamte Kopfhaar der Betroffenen aus, manchmal fallen aber auch nur kreisrunde Areale auf der Kopfhaut besonders in Auge. Diese Art des Haarausfalls, bei dem das Haarwachstum lediglich gehemmt ist, kann sowohl Männer als auch Frauen in jedem Alter. betreffen. Bei beiden Geschlechtern klingen die Auslöser des Haarverlustes im Rahmen der Behandlung nach einiger Zeit wieder ab, sodass die Haare wieder wachsen.

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Symptome: Wie lässt sich ein reversibler Haarausfall erkennen?

Haarausfall kann endgültig, aber auch reversibel sein. Er setzt in beiden Fällen meistens unspezifisch und schleichend ein und nimmt in der Regel immer weiter zu, bis der Auslöser abklingt oder beseitigt wird. Die Symptome können je nach Ursache und Ausmaß variieren.

Es gibt grundsätzlich zwei verschiedene Arten von reversiblem Haarausfall:

  • Die Haare können schon ein bis zwei Wochen, nachdem der auslösende Grund eingetreten ist, ausfallen. (z.B. bei einer Schwermetallvergiftung oder Chemotherapie)
  • In manchen Fällen kommt es auch erst zwei oder drei Monaten nach dem Auslöser zum Haarausfall. Dieser Zeitverlauf macht es schwieriger, die genaue Ursache zu ermitteln.

Jeder Mensch, ob Frau oder Mann, verliert pro Tag bis zu 100 Haare. Werden es über einen längeren Zeitraum mehr, fällt dies zumeist beim Haarewaschen oder Kämmen auf. Im Laufe der Zeit nimmt die Haardichte soweit ab, dass die Kopfhaut durch die Haare schimmert.

In den seltensten Fällen führt ein reversibler Haarausfall, wie etwa im Zuge einer Chemotherapie, zur vollständigen Glatzenbildung. Zudem ist die Beeinträchtigung nicht lokal begrenzt, wie beispielsweise bei Geheimratsecken oder bei einer Tonsur, sondern betrifft das gesamte Haupthaar. Da dieser sogenannte diffuse Haarverlust zumeist schleichend beginnt, wird er von den Betroffenen erst dann wahrgenommen, wenn sich der Haarschopf nicht mehr so voll wie früher anfühlt. Manchmal weist auch der Friseur auf die schwindende Haarpracht hin.

Die reversible Alopezie beschreibt den Zustand der vorübergehenden Haarlosigkeit bzw. des temporären Haarausfalls. Im Gegensatz zum irreversiblen Haarschwund hört der reversible Haarverlust glücklicherweise nach einiger Zeit wieder auf, sodass sich die Haarwurzeln regenerieren können und die Haare wieder nachwachsen. Es ist aber wichtig, die Ursache des Problems zu ermitteln und diese ganz gezielt zu behandeln.

Ursachen: Was sind die Gründe für reversiblen Haarausfall?

Reversibler Haarausfall ist kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern immer ein Symptom dafür, dass mit dem Körper etwas nicht stimmt. Die Gründe für den umkehrbaren Haarverlust sind vielfältig. In den meisten Fällen bringen die Betroffenen die jeweilige Ursache häufig nicht direkt mit dem schmerzlichen Verlust ihrer Haare in Verbindung.

So kann ein reversibler Haarausfall beispielsweise im Rahmen einer strengen Diät und der damit einhergehenden Gewichtsreduktion auftreten. Aufgrund des vorübergehenden Nährstoffmangels fallen die Haarfollikel für eine gewisse Zeit in eine verlängerte Ruhephase, die bei ausreichender Nährstoffzufuhr vorübergeht. Weitere häufige Ursachen sind:

  • Krankheiten, wie Schilddrüsenprobleme, Diabetes, Infektionskrankheiten (z. B. Typhus oder Syphilis), chronische Darmerkrankungen, Krebserkrankungen
  • akute körperliche oder seelische Stresssituationen, Schock
  • Mangelernährung, einseitige Ernährung, Eisenmangel
  • Einnahme bestimmter Medikamente, wie Chemotherapie, Blutverdünner, Bluthochdruckmedikamente, Schilddrüsenhormone, Antibiotika
  • Strahlentherapie bei Tumorerkrankungen

Nährstoffmangel als häufigste Ursache

Mangelt es länger anhaltend an wichtigen Nährstoffen wie Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen, bilden die Haarwurzeln keine gesunden Haare mehr, sodass sie letztendlich ausfallen. Sie werden normalerweise über die Wurzel mit allen essentiellen Nährstoffen versorgt. Fehlen sie, ist es reversibler Haarausfall eine logische Folge. Der Nährstoffmangel kann dabei verschiedene Gründe haben, beispielsweise eine einseitige Ernährung, Essstörungen wie Anorexie oder eine Diät. Hier listen wir Ihnen zunächst einmal die wichtigsten Nährstoffe für gesundes Haarwachstum auf:

  • Eisen
  • Zink
  • Silizium
  • Biotin
  • Vitamin A, C und E
  • Proteine
  • Omega-3-Fettsäuren

Zu Mangelerscheinungen kann es nicht nur durch eine unausgewogene Ernährung kommen. Bei chronischen Darmerkrankungen beispielsweise ist eine unzureichende Aufnahme der Nährstoffe möglich. Auch chronische Krankheiten wie Diabetes oder Störungen der Leber können die Gesundheit der Haare schädigen und reversiblen Haarausfall verursachen. Auch im Rahmen hormoneller Umstellungen, beispielsweise unmittelbar nach der Geburt, entwickelt sich bei manchen Müttern ein reversibler Haarverlust. Wenn Frauen die Pille an- oder absetzen oder in die Wechseljahre kommen, kommt es ebenfalls häufig zu temporärem Haarausfall. Zudem kann diffuser Haarausfall (Alopecia areata) auch durch einer Autoimmunkrankheit ausgelöst werden. Die Abwehrzellen richten sich bei der Krankheit dann schlichtweg gegen die körpereigenen Haare. In allen Fällen ist es sehr wahrscheinlich, dass die Haare nach einer gewissen Zeit wieder wachsen werden.

Wir halten fest: Reversibler Haarausfall kann also auch auftreten, wenn man sich bewusst und ausgewogen ernährt. Aufgrund dieser Ungewissheit ist eine frühzeitige Behandlung extrem wichtig.

Welche Diagnosemöglichkeiten gibt es?

Ganz gleich, ob Sie wissen, warum Ihnen die Haare ausfallen oder nicht: Sobald Sie bemerken, dass Sie über einen längeren Zeitraum (zwei bis vier Wochen) überdurchschnittlich viele Haare verlieren, sollten Sie einen Facharzt (Dermatologen) aufsuchen und Ihre Situation so genau wie möglich schildern. Nur die genaue Diagnose und die darauf abgestimmte Behandlung stellen sicher, dass sich Ihre Haarfollikel wieder erholen und aus dem temporären Haarausfall kein dauerhafter Zustand wird!

Zur Ursachenbestimmung wird der Arzt als erstes Fragen zur Lokalisation und Dauer des Haarausfalls, zu aktuellen Krankheiten, Ihrem Lebensstil sowie weiteren körperlichen oder seelischen Beschwerden stellen. Diese sogenannte Anamnese geschieht sehr ausführlich und ist ein wichtiger Schritt in Richtung Diagnose.

So bereiten Sie sich auf den Arztbesuch vor

In Vorbereitung auf den Arztbesuch ist es sinnvoll, sich im Vorfeld zu folgenden Punkten Gedanken zu machen:

  •  Besteht oder bestand eine internistische Erkrankung, eine Infektion, oder eine Autoimmunkrankheit?
  •  Welche Medikamente haben Sie in den letzten Monaten eingenommen?
  •  Gibt es in der Familie Personen, die unter erblich bedingtem Haarausfall, kreisrunden Haarausfall oder einer anderen Form des Haarverlusts leiden?
  •  Welche Ernährungsgewohnheiten haben Sie? Machen Sie aktuell eine Diät oder haben Sie ihre Ernährung in letzter Zeit umgestellt?
  •  Nehmen Sie die Pille, haben Sie vor Kurze ein Kind geboren oder spüren Sie seit einiger Zeit Wechseljahressymptome?
  •  Wie häufig waschen Sie sich die Haare und welche Haarpflegemittel benutzen Sie?
  •  Leiden Sie unter Stress?
  •  Haben Sie vor einiger Zeit einen Schicksalsschlag oder Schock erlitten?

Ist ist von unglaublicher Wichtigkeit, diese Fragen absolut ehrlich zu beantworten. Nach der Anamnese folgt dann die klinische Untersuchung. Hierzu untersucht der Arzt Ihre Kopfhaut, die Struktur Ihrer Haare, den Haaransatz und den Zustand der Haarfollikel. Mit einem „Zupftest“ stellt er fest, wie fest Ihre Haare in der Kopfhaut sitzen. Eine Blutuntersuchung in Hinblick auf den Hormonstatus, den Eisenwert, den Blutzuckerspiegel und weitere Parameter schließt die Untersuchung ab.

Ob der Haarverlust inklusive Wurzel erfolgt, können Sie als Laie nicht erkennen. Daher ist die Meinung eines Experten mit geschultem Blick immer empfehlenswert. Hilfreich ist eine Haaranalyse. Dem Hautarzt steht die Haarwurzelstatusanalyse (Trichogramm) zur Verfügung. Mit diesem Instrument kann er den aktuellen Haarausfall beurteilen und die Diagnose finden. Je früher Sie sich als betroffener von reversiblem Haarausfall ärztlichen Rat einholen, desto sicherer können Sie sich sein, dass das Haarwachstum durch die Behandlung wieder angeregt wird.

Wie wird reversibler Haarausfall behandelt?

Ignorieren Sie unter keinen Umständen den Haarausfall. Selbst wenn der reversible Haarverlust nicht unmittelbar zur Glatzenbildung führt, sollten Sie ihn ernst nehmen. Bleibt die Behandlung aus, kann aus einem leichten Haarausfall, der die Follikel nicht schädigt, genau das Gegenteil eintreten. Und ein irreversibler Haarverlust würde sich dann zu einer dauerhaften Belastungsprobe für Betroffene entwickeln.

Reversibler Haarverlust, der im Anfangsstadium erkannt und behandelt wird, reguliert sich meistens innerhalb weniger Wochen oder Monate selbst. Daher ist es sehr wichtig, die Symptome zu erkennen und die Ursachen zu erforschen. Reversibler Haarverlust wird enden, wenn die Auslöser beseitigt haben. Zum Beispiel durch das Absetzen eingenommener Medikamente – oder wenn bei Frauen nach der Geburt eines Kindes keine hormonellen Schwankungen mehr vorliegen. Eine ebenso gute Wahl zur Beschleunigung des Wachstums ist die PRP Behandlung. Die Kopfhaut wird durch eine Eigenbluttherapie besser mit Vitalstoffen und Sauerstoff versorgt. Davon profitieren die Haarwurzeln. Spezielle Pflanzenextrakte können ebenso die Haarwurzeltätigkeit stimulieren und reaktivieren.

Anhand der Untersuchungsergebnisse kann der Experte jedenfalls eindeutig feststellen, ob es sich um einen erblich bedingten oder einen diffusen, umkehrbaren Haarausfall handelt. Steht Letzteres fest, richtet sich die Therapie stets nach der Ursache. So wird Eisenmangel mit einem Eisenpräparat behandelt, ein medikamentös bedingter reversibler Haarverlust bessert sich durch Verändern der Medikamentenzusammensetzung. Möglicherweise wird der Arzt zu einer gesünderen Ernährung, weniger Stress, Entspannungsübungen, mehr Schlaf oder einer Psychotherapie raten.

Alle Therapieansätze sind darauf ausgerichtet, dass sich die Haarwurzeln erholen und die Haare innerhalb der nächsten drei bis sechs Monate wieder normal nachwachsen. Beim erblich bedingten Haarausfall gelingt dies in der Regel nicht. Dann ist die professionelle Haartransplantation die einzige Möglichkeit, dort wieder Haare wachsen zu lassen, wo sie längst abgestorben waren.

Gibt es Mittel, die reversiblem Haarausfall entgegenwirken?

In diesem Punkt gehen die Meinungen der Experten auseinander. Viele halten eine zusätzliche Therapie für nicht erforderlich. Andere meinen, dass Präparate, wie Biotin, Folsäure, Pantothensäure, oder Zink im Einzelfall dazu beitragen, die Haare schneller und kräftiger wachsen zu lassen.

Manche Betroffene versuchen auch Haarwuchsmittel oder setzen auf Nahrungsergänzungspräparate. Da reversibler Haarverlust bei jeder Person anders verläuft, ist eine allgemeingültige Empfehlung nicht möglich. Fakt ist, dass die Beseitigung der zugrunde liegenden Ursache für den Heilungsverlauf und somit für das gesunde Wachstum der Haare maßgeblich ist. In Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt kann eine Nahrungsergänzung mit den entsprechenden Nährstoffen aber durchaus sinnvoll sein.

Um den Haarausfall zu stoppen, muss immer die genaue Ursache ermittelt werden. Ein ausführliches Gespräch mit dem Arzt, eine Blutuntersuchung und eine Haaranalyse können Aufschluss geben. Im Anschluss muss die Ursache gezielt behandelt oder beseitigt werden, damit das Ausfallen der Haare aufhört. Liegt der Auslöser zum Beispiel in einer Mangelerscheinung, die auch aus zunehmendem Alter resultieren kann, gilt es, den Nährstoffbedarf zu decken, um die Ausfallphase zu stoppen. Bei Depressionen kann eine psychologische Behandlung hilfreich sein. Welches Mittel hilfreich ist, entscheidet am Ende die jeweilige Ursache für den umkehrbaren Haarausfall.

Reversibler Haarausfall – Große Hoffnung darauf, dass die Haare wieder wachsen!

Beim reversiblen Haarausfall handelt es sich um einen Haarverlust, der durch verschiedene Gründe verursacht wird, beispielsweise durch Krankheiten, Medikamente wie die Antibabypille, Psychopharmaka oder Antibiotika, Mangelerscheinungen in der Ernährung oder Stress. Diese Form des Haarverlustes ist also keine Krankheit, sondern das Symptom einer gesundheitlichen Belastung oder die Folge einer Erkrankung. Deshalb gibt es glücklicherweise auch Mittel und Wege, um das gewohnte Haarbild zurückzugewinnen. Die Chancen dafür, dass die Haare nach der Ursachenbeseitigung wieder wachsen, sind sogar sehr gut. Nach der erfolgreichen Behandlung des zugrunde liegenden Problems sind die Haare bei den meisten Betroffenen innerhalb eines Jahres und oft auch innerhalb weniger Wochen und Monate vollständig nachgewachsen.

Damit sich die Haarwurzeln aber wieder regenerieren und die Haare nachwachsen können, ist eine gezielte Behandlung notwendig. Je früher Sie gegen den Haarausfall vorgehen und sich ärztlichen Rat einholen, desto schneller lässt er sich wieder umkehren. Bedenken Sie immer: Aus einem leichten, die Follikel nicht schädigenden Haarschwund, kann bei Nichtbeachtung und falschen Maßnahmen ein irreversibler Haarverlust werden.

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesem Beitrag über reversiblen Haarausfall weiterhelfen konnten. Haben Sie Fragen oder Anregungen zu diesem Beitrag? Dann zögern Sie nicht uns zu kontaktieren. Profitieren Sie jetzt auch gerne von unserer kostenlosen Haaranalyse durch unsere Experten. Dort erhalten Sie eine unverbindliche Ersteinschätzung und können dann gemeinsam entscheiden, welche Behandlungsmethode am vielversprechendsten ist. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und schon bald wieder volles Haar!

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